Commerzbank wehrt sich gegen "feindliche Taktik" von Unicredit


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DOW JONES--Die Commerzbank hat die am Morgen veröffentlichten Empfehlungen der Unicredit für eine Restrukturierung der Frankfurter Bank und einen Zusammenschluss mit deutlichen Worten kritisiert. Die italienische Bank habe erneut bestätigt, "dass bei der Unicredit keine Bereitschaft erkennbar ist, einen konstruktiven Vorschlag zu unterbreiten", teilte die Commerzbank mit. Sie wehrte sich zugleich gegen den Vorwurf, nicht zu einem konstruktiven Dialog bereit zu sein und beschuldigte Unicredit, das Vertrauen der Stakeholder mit ihrem Vorgehen zu untergraben.

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"Was UniCredit heute präsentiert hat, ist kein wertschaffender Unternehmenszusammenschluss", sagte Vorstandschefin Bettina Orlopp. "Es handelt sich um einen Restrukturierungsvorschlag, der sich mit unserer bestehenden Strategie messen lassen muss", sagte sie. Diese Strategie namens "Momentum" schaffe Wert bei begrenztem Umsetzungsrisiko. "Es ist erstaunlich, dass UniCredit über 18 Monate benötigt hat, um einen unabgestimmten Plan vorzulegen, der trotz regelmäßiger Investorenmeetings in diesem Zeitraum ein grundlegendes Verständnis für die Treiber unseres Geschäftsmodells vermissen lässt", fügte sie hinzu.

Unicredit-CEO Andrea Orcel hatte am Morgen gesagt, die Commerzbank-Strategie sei nicht ausreichend und stelle sogar ein Risiko für das mittelfristige Überleben der Bank dar. Gleichzeitig empfahl er eine Restrukturierung mit einem bei Unicredit bewährten Konzept und schlug erneut den Zusammenschluss mit der deutschen Tochter Hypovereinsbank vor.

Dieser Restrukturierungsvorschlag eines direkten Wettbewerbers würde in die Wertschöpfungskette des deutschen Mittelstands eingreifen, konterte die Commerzbank. Es werde eine Neuausrichtung weg vom Mittelstandsgeschäft gefordert, das elementarer Bestandteil des Geschäftsmodells der Commerzbank sei. Unicredit habe überdies keine wesentlich neuen Details zu einem tatsächlichen Plan für einen Zusammenschluss offengelegt, obwohl man dies wiederholt eingefordert habe. Die vermeintlichen Vorteile eines Zusammenschlusses seien vage und lägen weit in der Zukunft.

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Die Commerzbank kritisierte zudem, dass die Italiener den Aktionären keine ausreichende angemessene Prämie böten. Stattdessen verfolge Unicredit den gegenteiligen Weg und greife die aktuelle Performance und Bewertung der Commerzbank an. "Dies ist aus Governance-, Regulierungs- und Aktionärs-Perspektive höchst bedenklich."

Die Commerzbank bekräftigte erneut, dass sie am 8. Mai bei der Präsentation der Erstquartalszahlen aktualisierte Finanzziele und ihre Strategie bis 2030 vorstellen wird.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/mgo/gos

(END) Dow Jones Newswires

April 20, 2026 12:40 ET (16:40 GMT)

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