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Warten auf EZB-Zinsentscheid: DAX nimmt den Kampf um 25.000er-Marke wieder auf


Warten auf EZB-Zinsentscheid: DAX nimmt den Kampf um 25.000er-Marke wieder auf

Der DAX weist am Donnerstag Verluste aus. Vor der mit Spannung erwarteten Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank gehen Anleger auf Nummer sicher.

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Am Tag der anstehenden Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank eröffnete der DAX den Tag 0,61 Prozent niedriger bei 24.994,05 Punkten. Im weiteren Verlauf bleibt das Börsenbarometer im Minus, kann inzwischen aber die 25.000er-Hürde wieder zurückerobern. Mit den Abschlägen rutscht der DAX außerdem unter seine 21-Tage-Linie, die derzeit bei 25.086 Zählern verläuft.

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Ölpreis und US-Bilanzen bremsen die Märkte

Belastend wirken weiterhin die gestiegenen Ölpreise infolge der anhaltenden Angriffe im Iran-Krieg.
Zusätzlich sorgten die nach US-Börsenschluss veröffentlichten Quartalszahlen großer amerikanischer Unternehmen für Zurückhaltung an den Märkten. Zwar übertraf der Internetkonzern Alphabet mit seinen Geschäftszahlen die Erwartungen der Wall Street, doch die Ankündigung, die Investitionen in den Ausbau der KI-Infrastruktur weiter zu erhöhen, setzte die Aktie unter Druck. An den asiatischen Börsen profitierten hingegen vor allem Chipwerte von den Entwicklungen.

STMicroelectronics löst Sorgenfalten im Chipsektor aus

Für Unsicherheit sorgen außerdem die Gewinnmitnahmen bei Aktien von Chipherstellern als Reaktion auf einen enttäuschenden Ausblick des Wettbewerbers STMicroelectronics. STMicroelectronics hatte seine zuletzt erfolgsverwöhnten Anleger mit dem Umsatzausblick enttäuscht und die Aktien so auf Talfahrt geschickt, was auch auf die hiesigen Wettbewerber negativ abfärbte.

EZB-Zinsentscheidung rückt in den Fokus

Im Mittelpunkt des Handelstages steht nun die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank. Marktbeobachter rechnen damit, dass die EZB den Leitzins unverändert belässt. Der Portfoliomanager Jörg Held vom Fondsanbieter Ethenea erklärte: "Die Notenbank hat keinen Grund, sich heute festzulegen - und genau darin liegt ihre größte Stärke." Gleichzeitig richten sich die Erwartungen bereits auf die nächste Sitzung im September. Viele Volkswirte rechnen dann mit einer erneuten Leitzinserhöhung. Nach Einschätzung von Held spricht die aktuelle Datenlage "für ein Umfeld, in dem Geduld gefragt ist."

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Neue DAX-Rekorde zunächst weiter kein Thema

Noch Anfang Juli hatte der deutsche Leitindex an drei aufeinanderfolgenden Handelstagen immer neue Rekordstände markiert. Das aktuelle Allzeithoch stammt vom 6. Juli und liegt bei 25.900,10 Indexpunkten. Mit dem Schlusskurs vom selben Tag von 25.817,89 Zählern ging der DAX auch auf dem höchsten Stand aller Zeiten in den Feierabend.

Bettina Schneider, Alexandra Hesse, Melanie Schürmann, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX und Dow Jones Newswires

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