Goldpreis: Höchster Stand seit zwei Wochen dank Schnäppchenkäufer

Im frühen Mittwochshandel kletterte der Goldpreis auf den höchsten Stand seit zwei Wochen.
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von Jörg Bernhard
Schnäppchenkäufer stützten den Markt, während Anleger den sich ausweitenden Nahostkonflikt bewerteten und auf die geldpolitische Sitzung der US-Notenbank in der kommenden Woche warteten, um Hinweise auf den weiteren Zinskurs zu erhalten. Die Lage im Nahen Osten bleibt aber weiterhin unsicher. Drei Öltanker mit saudischem Rohöl auf dem Weg nach Asien änderten am Dienstag im Roten Meer ihren Kurs. Hintergrund waren Drohungen der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz im Jemen. Der sich ausweitende Nahostkonflikt beeinträchtigt damit den Schiffsverkehr durch zwei der weltweit wichtigsten Energie-Transportrouten. Laut einer Reuters-Umfrage wird die US-Notenbank ihren Leitzins voraussichtlich bis Ende 2026 unverändert lassen. Allerdings bezeichnete die Mehrheit der Befragten in einer separaten Frage die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung noch im laufenden Jahr inzwischen als "hoch". Im Vormonat hatte die Mehrheit diese Wahrscheinlichkeit noch als "gering" eingeschätzt. Das FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group zeigt aktuell eine Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent an, dass wir bereits Mitte September höhere Leitzinsen als heute sehen werden.
Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 7.15 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (August) um 55,90 auf 4.132,30 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Geopolitische Prämie legt weiter zu
Der Ölpreis tendierte im frühen Mittwochshandel weiter bergauf. Auslöser waren wachsende Sorgen über Versorgungsunterbrechungen, nachdem US-Streitkräfte in der elften Nacht in Folge iranische Militärziele angegriffen hatten und Huthi-Terroristen den Öltransport in der Meerenge von Bab al Mandab bedroht haben. Obwohl der am Dienstagabend veröffentlichte Bericht des American Petroleum Institute ein unerwartetes Lagerplus in Höhe von 2,6 Millionen Barrel ausgewiesen hat, tendierte der Ölpreis dennoch in höhere Regionen. Nun warten die Akteure an den Ölmärkten auf den Wochenbericht der Energy Information Administration (16.30 Uhr). Analysten rechnen mit einem Rückgang der gelagerten Ölmengen um 1,5 Millionen Barrel.
Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit höheren Notierungen. Bis gegen 7.15 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,60 auf 85,51 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,37 auf 92,38 Dollar anzog.
Redaktion finanzen.net
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