Pilotprojekt

Morgan Stanley führt Kryptohandel ein und unterbietet Konkurrenten beim Preis

08.05.26 22:24 Uhr

Angriff auf Coinbase & Co.: Morgan Stanley startet günstigen Kryptohandell über E*Trade | finanzen.net

Das Institut Morgan Stanley erweitert das Angebot im Kryptomarkt und führt erstmals direkten Handel mit digitalen Vermögenswerten auf der Handelsplattform ein.

Werte in diesem Artikel
Aktien

84,62 EUR 1,08 EUR 1,29%

146,36 EUR 2,88 EUR 2,01%

187,45 EUR 0,45 EUR 0,24%

99,50 EUR 0,51 EUR 0,52%

Devisen

50.392,2635 CHF -305,8002 CHF -0,60%

54.866,7233 EUR -332,9530 EUR -0,60%

46.981,3884 GBP -297,4750 GBP -0,63%

10.125.388,4787 JPY -61.444,8711 JPY -0,60%

62.748,3561 USD -380,7819 USD -0,60%

1.414,8178 CHF -13,7373 CHF -0,96%

1.540,4432 EUR -14,9571 EUR -0,96%

1.319,0538 GBP -13,1562 GBP -0,99%

284.281,3372 JPY -2.760,2621 JPY -0,96%

1.761,7286 USD -17,1057 USD -0,96%

64,6956 CHF -0,8475 CHF -1,29%

70,4401 EUR -0,9227 EUR -1,29%

60,3166 GBP -0,8061 GBP -1,32%

12.999,3879 JPY -170,2800 JPY -1,29%

80,5589 USD -1,0552 USD -1,29%

64,9424 CHF -0,6657 CHF -1,01%

70,7088 EUR -0,7249 EUR -1,01%

60,5467 GBP -0,6367 GBP -1,04%

13.048,9761 JPY -133,7680 JPY -1,01%

0,0000 BTC 0,0000 BTC 0,63%

0,0007 ETH 0,0000 ETH 0,97%

0,0155 SOL 0,0002 SOL 1,31%

0,0000 BTC 0,0000 BTC 0,58%

0,0006 ETH 0,0000 ETH 0,97%

• Morgan Stanley startet E*Trade Krypto-Handel
• Pilotphase mit Bitcoin, Ethereum und Solana
• Niedrigere Gebühren als Coinbase, Robinhood und Schwab

Die US-Bank Morgan Stanley greift im Krypto-Handel an. Wie aus einem Bericht von Bloomberg hervorgeht, testet das Institut derzeit ein entsprechendes Angebot für ausgewählte Nutzer. Der breitere Rollout für die insgesamt 8,6 Millionen E*Trade-Kunden soll noch im Laufe des Jahres erfolgen.

Derzeit befindet sich das Angebot noch in einer Pilotphase. Zunächst sollen nur ausgewählte Kunden Zugriff erhalten. Gehandelt werden können demnach zunächst die Kryptowährungen Bitcoin (BTC), Ether (ETH) und Solana (SOL).

Kampf um Marktanteile über den Preis

Im Zentrum der neuen Strategie steht die Preisgestaltung. Laut Bloomberg verlangt Morgan Stanley für Kryptotransaktionen 50 Basispunkte beziehungsweise 0,5 Prozent pro Trade. Damit liegt das Angebot laut dem Bericht unter den üblichen Gebühren von Wettbewerbern wie Coinbase, Robinhood und Charles Schwab, die Gebühren von 60 bis 95 Basispunkten verlangen.

Die Initiative ist jedoch mehr als nur ein neues Handelsangebot, sondern vielmehr der Versuch, bestehende Zwischenhändler im Kryptomarkt zu verdrängen. "Hier geht es um weit mehr als nur den Handel mit Kryptowährungen zu einem günstigeren Tarif", erklärte Jed Finn, Leiter des Wealth Management bei Morgan Stanley. "Unsere Strategie ist gewissermaßen eine Disintermediation der Disintermediäre", so der Manager Bloomberg zufolge.

Ausbau der Krypto-Offensive

Der neue Handelsservice ist Teil einer breiteren Expansion der Bank im Bereich digitaler Vermögenswerte. So hatte Morgan Stanley zuletzt bereits Produkte rund um Spot-Bitcoin-ETFs und Kryptowährungen aufgelegt oder vorbereitet. Darüber hinaus prüft das Institut offenbar weitere Funktionen, darunter Möglichkeiten zur Umwandlung von Kryptowährungen in börsengehandelte Produkte sowie Angebote im Bereich tokenisierter Aktien.

Druck auf Coinbase und andere Plattformen steigt

Der Einstieg von Morgan Stanley erhöht den Wettbewerbsdruck im US-Kryptomarkt deutlich. Ohnehin schon zählen klassische Brokerhäuser und Banken den Kryptohandel zunehmend zu einem strategisch wichtigen Wachstumsfeld. Besonders für reine Kryptoplattformen könnte diese Entwicklung relevant werden, weil die etablierten Banken Millionen bestehende Kundenbeziehungen mitbringen und Kryptoangebote direkt in regulierte Wertpapierdepots integrieren können.

Was das für Privatanleger bedeutet

Für Privatanleger dürfte der Einstieg großer Banken den Zugang zu Kryptowährungen einfacher machen. Wer bereits ein Wertpapierdepot bei klassischen Brokern nutzt, könnte digitale Vermögenswerte künftig ohne zusätzliche Kryptobörse handeln. Gleichzeitig deutet der verschärfte Wettbewerb auf sinkende Gebühren im Markt hin.

Anleger sollten dennoch genau prüfen, welche Kosten tatsächlich anfallen, welche Kryptowährungen handelbar sind und wie Verwahrung sowie Regulierung organisiert werden. Gerade bei neuen Angeboten lohnt ein Vergleich mit bestehenden Handelsplattformen hinsichtlich Gebührenstruktur, Spreads und Sicherheitsstandards.

Thomas Zoller, Redaktion finanzen.net

In eigener Sache

Übrigens: Charles Schwab und andere US-Aktien sind bei finanzen.net ZERO sogar bis 23 Uhr handelbar (ohne Ordergebühren, zzgl. Spreads). Jetzt kostenlos Depot eröffnen und Neukunden-Bonus sichern!

Bildquellen: Parilov / Shutterstock.com, Wright Studio / Shutterstock.com

Nachrichten zu Coinbase