Digitales Ökosystem

Hims & Hers-Aktie gibt nach: CEO Dudum widerspricht FTC-Klage


Hims & Hers-Aktie gibt nach: CEO Dudum widerspricht FTC-Klage

Wochen nach der Klage der US-Handelsaufsicht FTC gegen Hims & Hers erläutert Vorstandschef Andrew Dudum seine Sichtweise zu dem Rechtsstreit.

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  • Hims & Hers-CEO Andrew Dudum bezeichnet die FTC-Klage als Missverständnis über den Wandel des Gesundheitswesens
  • Investoren bleiben zurückhaltend
  • Zahlreiche Vorwürfe seitens der FTC
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Rund drei Wochen nach der Klage der US-Handelsaufsicht FTC gegen Hims & Hers hat sich Firmenchef Andrew Dudum heute erstmals ausführlich öffentlich dazu geäußert. Im Interview mit Andrew Ross Sorkin bei CNBCs "Squawk Box" erklärt Dudum die Vorwürfe zu einem Missverständnis darüber, wie sein Unternehmen das Gesundheitswesen umbaut.

Kursverlauf der Hims & Hers-Aktie seit der Klage

Ende Juli hatten die FTC, Los Angeles County und Utah gemeinsam Klage gegen Hims & Hers eingereicht. Die Aktie brach daraufhin am gleichen Handelstag zweistellig auf 25,00 US-Dollar an der NYSE ein. Seither konnte sie sich aber wieder erholen. Im heutigen NYSE-Handel verlor sie aber 4,12 Prozent und schloss bei 27,43 US-Dollar.

Die Behörden werfen Hims & Hers vor, sensible Gesundheitsdaten von Nutzern ohne ausreichende Zustimmung an Werbepartner wie Meta und Snap weitergegeben zu haben. Zusätzlich soll das Unternehmen Kunden für Rezepte abgerechnet haben, bevor ein Arztgespräch stattfand, und Kündigungen von Abonnements erschwert haben.

Dudums Erklärung

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Dudum kontert, sein Unternehmen verändere ein traditionelles System grundlegend und baue es in einem digitalen Ökosystem neu auf. Er habe jahrelang mit der FTC zusammengearbeitet, um diesen Wandel zu erklären, und wirft der Behörde vor, an einer Schlagzeile mehr interessiert gewesen zu sein als an einer echten Einigung.

Dudum verteidigt zugleich das Geschäftsmodell des Unternehmens als bewussten Angriff auf verkrustete Strukturen im Gesundheitswesen, solange dieser aus seiner Sicht dem Zugang der Patienten diene. Eine gerichtliche Bewertung der Vorwürfe steht bislang aus.

Ob sich die Position des Unternehmens hält, entscheidet sich vor Gericht, nicht im Interview. Der nächste konkrete Anhaltspunkt für Anleger dürfte der weitere Verlauf des Verfahrens im Nordbezirk Kaliforniens sein, für das bislang kein Termin für eine erste Anhörung feststeht.

Thomas Zoller, Redaktion finanzen.net

Bildquellen: T. Schneider / Shutterstock.com

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