Engpässe

NVIDIA-Aktie im Fokus: Chip-Riese greift wohl auf alte Hardware zurück


NVIDIA-Aktie im Fokus: Chip-Riese greift wohl auf alte Hardware zurück

NVIDIA steht wohl vor einer überraschenden Herausforderung. Speichermangel zwingt das Unternehmen offenbar zu ungewöhnlichen Maßnahmen.

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• NVIDIA reaktiviert fünf Jahre alte RTX 3060-Grafikkarten wegen GDDR7-Speicherknappheit
• Einzelner Wall-Street-Analyst sieht NVIDIA als Top-Short-Idee für 2026
• Europäische Chiphersteller kämpfen um Anschluss

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Alte Hardware als Notlösung: RTX 3060 feiert unerwartetes Comeback

Der KI-Boom fordert wohl seinen Tribut in der Lieferkette. NVIDIA plant laut AD HOC NEWS, im ersten Quartal 2026 die bereits fünf Jahre alte GeForce RTX 3060 wieder in die Massenproduktion zu nehmen. Der Grund: Die Grafikkarte aus 2021 verwendet den leichter verfügbaren GDDR6-Speicher, während die moderne RTX-50-Serie auf den knappen GDDR7-Speicher angewiesen ist. Diese Engpässe haben NVIDIA bereits gezwungen, die Produktion neuerer Modelle wie der RTX 5060 und 5050 um bis zu 40 Prozent zu reduzieren. Die Wiederbelebung älterer Technologie zeigt, wie selbst der dominierende KI-Chipriese von globalen Lieferkettenproblemen nicht verschont bleibt.

Bearisher Außenseiter: Dieser Analyst widerspricht dem Wall-Street-Konsens

Während die meisten Analysten weiterhin bullisch für NVIDIA sind, geht Jay Goldberg von Seaport Research einen radikal anderen Weg. Als einziger Wall-Street-Analyst hält er an einer Verkaufsempfehlung für NVIDIA fest und betrachtet die Aktie sogar als Top-Short-Idee für 2026. Seine Begründung: Tech-Giganten wie Meta und Alphabet entwickeln eigene maßgeschneiderte Chips, die ab 2026 NVIDIAs Dominanz herausfordern könnten. Zusätzlich sieht er Risiken in den hohen Ausgaben und Rabatten, die NVIDIA in Cloud-Vereinbarungen gewährt - Zugeständnisse im Wert von 26 Milliarden US-Dollar. Diese Faktoren könnten laut Goldberg die bisherige Erfolgsgeschichte der Aktie empfindlich stören.

Europas Chipindustrie kämpft um Anschluss an NVIDIAs KI-Dominanz

Während NVIDIA mit 80 Prozent Marktanteil bei KI-Prozessoren den Markt beherrscht, stehen europäische Halbleiterhersteller vor der Herausforderung, ihren Platz im KI-Wettlauf zu finden. Unternehmen wie ASML müssen 2026 ihre Stärken in Lithographie und Materialwissenschaften weiter ausbauen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Experten fordern die Bildung von Innovationsclustern und warnen vor protektionistischen Tendenzen, die den technologischen Fortschritt hemmen könnten. Die europäische Chipindustrie steht unter Druck, neue Strategien zu entwickeln, um mit US-Technologieriesen wie NVIDIA im rasant wachsenden KI-Markt mithalten zu können.

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NVIDIA-Aktie im Fokus

Zum Wochenstart notierte die NVIDIA-Aktie an der US-Techbörse NASDAQ letztlich 0,04 Prozent im Plus bei 184,94 US-Dollar. Innerhalb der letzten zwölf Monate konnten die Anteilsscheine um rund 37 Prozent zulegen.

Abgesehen von NVIDIA-Bär Jay Goldberg zeigen sich die Analysten insgesamt sehr zuversichtlich für die NVIDIA-Aktie. In den letzten drei Monaten haben laut TipRanks 41 Wall-Street-Analysten ein 12-Monats-Kursziel für NVIDIA abgegeben. Neben einem "Sell"-Rating und einem "Hold"-Rating gibt es sonst nur Kaufempfehlungen für den Chip-Riesen. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 264,97 US-Dollar, mit einer Höchstprognose von 352,00 US-Dollar und einer Tiefstprognose von 200,00 US-Dollar. Das durchschnittliche Kursziel entspricht einer Veränderung von +43,34 Prozent gegenüber dem letzten Schlusskurs von Freitag bei 184,86 US-Dollar.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: michelmond / Shutterstock.com, Katherine Welles / Shutterstock.com

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Datum Rating Analyst
21.09.26 NVIDIA Outperform Bernstein Research
14.09.26 NVIDIA Outperform Bernstein Research
14.09.26 NVIDIA Outperform Bernstein Research
27.08.26 NVIDIA Kaufen DZ BANK
27.08.26 NVIDIA Buy UBS AG

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