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Microsoft-Aktie vor der Bilanz: Warum Truist trotz Kursschwäche an seiner Kaufempfehlung festhält


Microsoft-Aktie vor der Bilanz: Warum Truist trotz Kursschwäche an seiner Kaufempfehlung festhält

Vor der mit Spannung erwarteten Bilanz von Microsoft hält ein Analyst an einer Einschätzung fest, die viele Anleger so nicht erwartet hätten.

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  • Microsoft meldet seine Quartalszahlen am 29. Juli nach Handelsschluss
  • Truist bestätigte in der vergangenen Woche das Kursziel von 575 US-Dollar
  • Analystenkonsens sieht deutliches Aufwärtspotenzial vor dem Quartalsbericht
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Die Microsoft-Aktie steuert auf die Bilanzvorlage für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 zu - und eine Analyse macht Hoffnung auf einen anschließenden Rebound: Die Experten von Truist Financial haben für das Papier ein Kursziel von 575 US-Dollar vergeben. Die Einstufung von Analyst Terry Tillman, die vom vergangenen Mittwoch stammt, rückt besonders in den Fokus, da Anleger nach dem schwachen Auftritt der Alphabet-Aktie in der Vorwoche besonders genau auf die Investitionspläne der großen Tech-Konzerne blicken.

Truist hält die Skepsis bei der Microsoft-Aktie für übertrieben

Tillman teilt die negative Marktstimmung rund um Microsoft nicht. "Die negative Stimmung wirkt überzogen", schrieb er in seiner Analyse vom 22. Juli 2026 und rechnet für das vierte Geschäftsquartal mit soliden Zahlen sowie einem starken Ausblick. Seine Zuversicht stützt er auf die anhaltende Stärke bei Azure und die wachsende Verbreitung von Copilot in Unternehmen, die seiner Einschätzung nach von der aktuellen Marktstimmung nicht ausreichend gewürdigt wird. Den jüngsten Kursrückgang - seit Jahresbeginn hat die Microsoft-Aktie rund 20 Prozent verloren - wertete er als Kaufgelegenheit und nicht als Warnsignal.

Nach Tillmans Einschätzung überzeichnet der Markt zudem die Sorgen um die hohen Investitionen in KI-Infrastruktur. Er geht davon aus, dass sich die milliardenschweren Ausgaben mittelfristig über eine steigende Nachfrage nach Cloud- und KI-Diensten auszahlen, während kurzfristige Kostensteigerungen die Anleger derzeit stärker beschäftigen als die langfristigen Erlösaussichten.

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Sein Kursziel von 575 US-Dollar für die Microsoft-Aktie bestätigte der Experte bereits mehrfach, so auch im Rahmen der jüngsten Einschätzung. Für Anleger, die auf einen Rebound setzen, bleibt es dennoch relevant: Der Truist-Analyst erwartet mit Blick auf die Bilanz keine Enttäuschung, sondern eine Gegenbewegung der Aktie nach den Zahlen. Zuletzt hatte diese am Montag an der NASDAQ bei 389,10 US-Dollar um 1,94 Prozent höher geschlossen, auch am Dienstag zeichnet sich vorbörslich zeitweise ein Plus von 0,82 Prozent auf 392,29 US-Dollar ab.

Auch andere Häuser bleiben bullish

Am 21. Juli 2026 nahm Morgan Stanley-Analyst Adam Wood die Coverage für Microsoft mit einem Kursziel von 600 US-Dollar und der Einstufung "Overweight" auf. Er stützt seine These auf beschleunigtes Wachstum bei Azure und eine wachsende Verbreitung von Copilot. Insgesamt bewerten laut TipRanks 35 von 36 Analysten die Aktie mit Kaufen, nur eine Stimme lautet Halten, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 554,95 US-Dollar.

Die Investitionsfrage bleibt der wunde Punkt

Der Auslöser der jüngsten Nervosität der Anleger liegt bei Alphabet: Der Google-Konzern hob im Rahmen seiner Bilanzvorlage in der vergangenen Woche seine Kapitalausgabenprognose um 15 Milliarden US-Dollar auf 205 Milliarden US-Dollar an, woraufhin die Aktie merklich nachgab. Auch bei Microsoft rechnen Analysten mit weiter steigenden Investitionen in Rechenzentren und Chips, während das Unternehmen für das vierte Geschäftsquartal eine Umsatzspanne von 86,7 bis 87,8 Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt hat, ein Plus von 13 bis 15 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Konsens rechnet mit einem Gewinn je Aktie von 4,24 US-Dollar, ein Anstieg von rund 16 Prozent.

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Was am 29. Juli zählt

Ob sich die Truist-These bestätigt und es zu einem Rebound bei der gebeutelten Microsoft-Aktie kommt, entscheidet sich am 29. Juli 2026 nach Handelsschluss, wenn Microsoft die Zahlen zu seinem vierten Geschäftsquartal vorlegt und zur anschließenden Telefonkonferenz einlädt. Im Fokus stehen dabei vor allem das Wachstumstempo bei Azure und die Kommentare des Managements zu den weiter steigenden Investitionen.

Wer auf den Rebound setzt, sollte jedoch die hohe Bewertungssensitivität im Blick behalten: Verfehlt Microsoft die Erwartungen an Azure-Wachstum oder Marge, könnte die Aktie trotz der optimistischen Kursziele weiter unter Druck geraten, zumal die geplanten Investitionen in den kommenden Jahren weiter steigen dürften.

Carolin Ludwig, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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Bildquellen: Ken Wolter / Shutterstock.com, Ken Wolter / Shutterstock.com

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