Fast 60 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen


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WIESBADEN (dpa-AFX) - Windkraft, Sonne, Biogas: Der in Deutschland erzeugte Strom stammte 2025 wie in den beiden Jahren zuvor überwiegend aus erneuerbaren Quellen. 58,6 Prozent der ins Netz eingespeisten Strommenge waren es im vergangenen Jahr, wie das Statistische Bundesamt errechnet hat. Dabei gab es bei Solarstrom einen Rekordwert.

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Insgesamt blieb die Strommenge aus erneuerbaren Quellen mit 256,9 Milliarden Kilowattstunden im Jahresvergleich nahezu unverändert und ihr Anteil an der Gesamtmenge sank um knapp einen Prozentpunkt.

Dagegen legten konventionelle Energieträger zu, vor allem Kohle und Erdgas: Sie lieferten 181,3 Milliarden Kilowattstunden (plus 3,6 Prozent) und kamen auf einen Anteil von 41,4 Prozent.

Meister Strom aus Windkraft - Rekord bei Solar

Wichtigster Energieträger war trotz einer abnehmenden Menge erneut Windkraft, die 30 Prozent zur gesamten Stromproduktion beitrug. Unterdessen nahm die Stromeinspeisung aus Photovoltaik 2025 im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 17,4 Prozent auf 70,1 Milliarden Kilowattstunden zu.

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Somit waren im vergangenen Jahr 16 Prozent der gesamten inländischen Produktion Solarstrom. Sowohl die produzierte Menge als auch der Anteil an Strom aus Photovoltaik erreichten nach Angaben der Wiesbadener Statistiker Höchstwerte für ein Gesamtjahr seit Beginn der Erhebung im Jahr 2018.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will neue, kleine Solaranlagen künftig nicht mehr staatlich fördern, weil sie sich für die Verbraucher auch ohne Unterstützung rechneten. Beschlossen ist das aber in der Koalition noch nicht.

Auch Höchstwerte bei Strom aus Erdgas

Rekordwerte gab es auch bei Erdgas: Aus dieser Quelle kamen im vergangenen Jahr 70,6 Milliarden Kilowattstunden Strom und damit 10,2 Prozent mehr als 2024. Mit 16,1 Prozent an der Gesamtmenge lag Erdgas als Energieträger knapp vor Photovoltaik.

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Kohle war 2025 der zweitwichtigste Energieträger der deutschen Stromproduktion. Der in Kohlekraftwerken erzeugte Strom machte mit 96,8 Milliarden Kilowattstunden gut ein Fünftel (22,1 Prozent) der Gesamtmenge aus. 2024 lag der Anteil noch etwas höher bei 22,5 Prozent.

Aus der Kohleverstromung will Deutschland schrittweise bis 2038 aussteigen, damit geht sogenannte gesicherte Leistung verloren. Die Bundesregierung hat den Neubau von Gaskraftwerken beschlossen, die die Stromversorgung sichern sollen, wenn Sonne und Wind zu wenig liefern.

Einer Analyse der staatlichen Förderbank KfW zufolge liefern Wind und Sonne nur an 15 Tagen im Jahr keinen Strom. Im Schnitt der vergangenen drei Jahre seien in Deutschland nur an vier Prozent aller Tage im Jahr ungünstige Bedingungen für die beiden Energiequellen zusammengefallen./ben/DP/mis

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