Friedrich Vorwerk: Darum geht es jetzt

18.05.26 10:51 Uhr

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Die Aktie von Friedrich Vorwerk fällt weiter in Richtung des Jahrestiefs. Dabei sind es weniger die Q1-Zahlen, die aktuell den Takt vorgeben.

Bangaranga – so heißt der diesjährige Gewinnersong beim Eurovision Song Contest. Glückwunsch an Bulgarien! Ein bisschen Bangaranga würden sich auch die Aktionäre von Friedrich Vorwerk wünschen. Denn nach Bekanntgabe der Q1-Zahlen für 2026 ging es kräftig abwärts. Gut: Einen technischen Rebound von 69 bis auf knapp 76 Euro gab es kurzzeitig, dieser ist aber schon wieder komplett verfrühstückt.

Friedrich Vorwerk: No points!

Der Vorwerk-Aktie geht es im Grunde nicht anders als dem deutschen ESC-Beitrag „Fire“ von Sarah Engels: Nicht schlecht, aber eben nicht nach dem Geschmack der Zuschauer. Der Umsatz im Startquartal stieg um 4,6 Prozent auf 139,2 Mio. Euro und das EBITDA kletterte sogar überproportional um 74,7 Prozent auf 31,8 Mio. Euro. Dies soll laut Unternehmensangaben auf eine höhere Wertschöpfungstiefe und gestiegene Ergebnisanteile aus Arbeitsgemeinschaften zurückzuführen sein. Interessiert momentan jedoch nicht.

Kein Feuer für den Kurs

Dass die Vorlage der Q1-Zahlen zu einem Kursfeuerwerk führt, haben im aktuellen Umfeld wohl die wenigsten erwartet. Aber wenn ein Papier derartig abgestraft wird, dann hat das meist tiefere Gründe. Denn die Ziele für 2026, wonach ein Umsatz von 730 bis 780 Mio. Euro sowie ein EBITDA zwischen 160 und 180 Mio. Euro erreicht werden soll, dürften weiterhin gut erreichbar sein. Vielmehr sind es politische Entwicklungen, die der Aktie kräftig zusetzen.

Fazit

Das Vorhaben der Bundesregierung, zukünftig wieder verstärkt auf Freileitungen beim Energietransport zu setzen, trifft Vorwerk. Denn der Dienstleister für Energie-Infrastrukturen ist auf die Erdverlegung spezialisiert. Letzteres macht zwar schon allein vor dem Hintergrund des Schutzes kritischer Infrastrukturen Sinn, ist aber teurer. Inwieweit rückwirkend bereits genehmigte Erdverlegungen betroffen sind, ist offen. Leider waren politische Entscheidungen zuletzt aber weder zuverlässig noch konsequent durchdacht. Innerhalb von einer Woche ist die Aktie von rund 84 Euro auf das Jahrestief von 66 Euro gefallen. Einen weiteren Halt könnte noch das Tief aus 2025 bei rund 64 Euro darstellen. Halten beide Unterstützungen nicht, könnten sogar Rückschläge bis auf 55/56 Euro drohen.

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Erstellung am 18.5.26 um 10:35 Uhr.

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