Fuchs: Das steckt hinter dem Kursanstieg
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Die Vorzugsaktie von Fuchs kommt immer besser in Fahrt. Das starke Startquartal weckt bei Anlegern die Fantasie, dass die auf dem Kapitalmarkttag kommunizierten Ziele eher die Untergrenze darstellen.
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Für die Aussage, dass es beim Schmierstoffhersteller Fuchs bereits wieder wie geschmiert läuft, dürfte es noch ein bisschen zu früh sein. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass die Mannheimer richtig gut ins Geschäftsjahr 2026 gestartet sind. Ob es nun trotz oder vielleicht sogar wegen des Kriegs im Iran so gut gelaufen ist, bleibt aufgrund gegenläufiger Effekte noch offen.
Preissteigerungen durchgesetzt
Fakt ist jedenfalls, dass sich durch die Blockade der Straße von Hormus das Rohöl kräftig verteuert hat. Wer das noch nicht mitbekommen haben sollte: Weiterhin guten Schlaf! Schmierstoffe, die auf Öl basieren, werden durch die erhöhten Preise für Roh- und Grundstoffe in der Herstellung damit zunächst ebenfalls teurer. Das ist die schlechte Nachricht. Die gute: Bei solch starken Preisveränderungen greifen mit etwas Zeitverzug in der Regel Vertragsklauseln, die Verkaufspreise nach oben anpassen. Zumindest ist Fuchs zuversichtlich, die Kostensteigerungen durch Preiserhöhungen zu kompensieren.
Starker EBIT-Anstieg
Dass bereits die Q1-Zahlen von den Preissteigerungen profitiert haben dürften, überrascht dann doch ein wenig. Zwar kletterte der Umsatz nur leicht auf 934 Mio. Euro (Q1 2025: 924 Mio. Euro), dafür kam das EBIT um 16 Prozent auf 125 Mio. Euro (Q1 2025: 108 Mio. Euro) voran. Wenngleich der Q1-Zuwachs eher beschränkte Aussagekraft für das Gesamtjahr haben dürfte, lässt das gezeigte Wachstum den ein oder anderen Marktakteur doch fragend zurück. Denn erst vor wenigen Wochen stimmte Fuchs die Investoren auf durchschnittliche EBIT-Wachstumsraten bis 2031 von 4 bis 7 Prozent ein.
Fazit
Kurzfristige Quartalsergebnisse müssen mit mittel- bis langfristigen Unternehmenszielen nicht immer eins-zu-eins korrespondieren. Denn quartalsweise Ausreißer gibt es schließlich immer wieder. Dennoch überrascht der starke Jahresauftakt. Die höheren Verkaufspreise dürften dem Unternehmen aber noch eine Weile in die Karten spielen. Der positive Impuls durch die Quartalszahlen hat zudem die Charttechnik spürbar verbessert. Zwar ist das Papier derzeit etwas überkauft, die Seitwärtsrange zwischen 37,50 und 40 Euro wurde aber nicht nur zurückerobert, sondern glattweg übersprungen. Der Bereich um 42,50/43 Euro könnte das nächste Ziel sein, wobei eine kleine Konsolidierung zum Luftholen zunächst am wahrscheinlichsten sein dürfte.
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Erstellung am 29.04.26 um 15:41 Uhr.
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