Großbritannien fährt Flugverkehr nach Technikpanne wieder hoch


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Von Aimee Look und Adria Calatayud

DOW JONES--Britische Flughäfen und Fluggesellschaften arbeiten nach einem technischen Problem im britischen Flugkontrollsystem an einer Normalisierung des Betriebs. Das Problem hatte zu umfangreichen Flugausfällen geführt.

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Laut Daten des Luftfahrtanalyseunternehmens Cirium waren am Dienstag und Mittwoch mehr als 2.000 Flüge von und nach Großbritannien betroffen. Rund 30 Prozent der für Dienstag geplanten Verbindungen von und nach Großbritannien wurden entweder gestrichen oder fanden nicht statt, so Cirium. Am Mittwoch wurden etwa 5 Prozent der vorgesehenen Flüge bisher gestrichen. An normalen Tagen werden zwischen 1 und 2 Prozent der Flüge storniert.

Die Flugverkehrsaufsicht NATS hatte am Dienstag nach eigenen Angaben ein technisches Problem in ihrem Flugverarbeitungssystem identifiziert, das zu Abflugstörungen führte. Das Problem sei am Dienstagabend europäischer Zeit behoben worden und man arbeite daran, den Rückstau an Flügen abzuarbeiten, erklärte die Aufsicht mit.

British Airways teilte am Mittwoch mit, dass mehr als 190 Flüge gestrichen wurden, weil Besatzungen und Flugzeuge nach der NATS-Störung nicht am richtigen Ort waren.

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Auch die Lufthansa Group aus Deutschland musste laut einem Unternehmenssprecher aufgrund der Störung bestimmte Flüge von und nach Großbritannien umleiten oder streichen. Die Einschränkungen traten am Dienstag auf, aber ab Mittwochnachmittag europäischer Zeit lief der Flugbetrieb wieder ohne weitere Störungen, so der Sprecher.

Ein Sprecher von Easyjet sagte, am Mittwoch seien nur eine geringe Zahl von Flugzeugen nicht am richtigen Ort und wenige Flüge aus Großbritannien betroffen gewesen.

Die NATS wird von den Billigflugairlines Ryanair und Easyjet bereits seit früheren technischen Problemen kritisiert. "Trotz der Zusicherung, dass Lehren gezogen wurden, tragen die Kunden erneut die Hauptlast der Versäumnisse von NATS", sagte Easyjet-CEO Kenton Jarvis.

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Ryanair-CEO Michael O'Leary erklärte, NATS-CEO Martin Rolfe sollte nach den aktuellen Problemen seinen Posten räumen.

Als Reaktion darauf erklärte ein Sprecher von NATS, man erkenne die erheblichen Beeinträchtigungen für Fluggesellschaften und Passagiere an und konzentriere sich nun vorrangig auf die Wiederherstellung des Luftfahrtnetzes.

Der Flughafen London Heathrow teilte auf X mit, dass am Mittwoch zwar Flüge stattfänden, es aber weiterhin zu Störungen kommen könne, da Fluggesellschaften Flugzeuge und Besatzungen neu positionieren.

Kontakt: redaktion.de@dowjones.com

DJG/DJN/rio/cbr

(END) Dow Jones Newswires

September 09, 2026 09:16 ET (13:16 GMT)

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