Habeck: Rückkehr von Kohlekraftwerken aus Reserve war notwendig


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BERLIN (dpa-AFX) - Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat die Entscheidung verteidigt, vorübergehend Kohlekraftwerke aus der Reserve an den Markt zurückholen. Dies sei notwendig gewesen, um den Gasverbrauch im Strombereich zu verringern, sagte der Grünen-Politiker am Montag auf dem "Handelsblatt"-Energiegipfel in Berlin. Natürlich sei dies "klimapolitisch eine Sünde, und natürlich sollten wir daraufhin arbeiten, dass wir diese Sünde möglichst kurz halten".

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Damit diese Kraftwerke im Frühling 2024 in die Reserve zurückgehen könnten, brauche man eine sichere Grundlage dafür, dass Gaskraftwerke durchlaufen könnten. Dies werde durch die neue LNG-Infrastruktur gesichert. Damit werde im nächsten Schritt auch die Braunkohleverstromung verringert.

"Wenn wir die Infrastruktur aufgebaut haben, (...) können wir die ganzen Kohlekraftwerke, die wir ans Netz genommen haben, wieder zurückschicken, was mein Plan ist." Er wolle auf keinen Fall in einem Jahr sagen, dass die Laufzeiten der Kohlekraftwerke noch mal um ein oder zwei Jahre verlängert werden müssten. "Dann haben wir zwar vielleicht die Energiekrise als Folge des russischen Angriffs in den Griff bekommen, aber energiepolitisch mit Blick auf die strukturelle Krise, die Senkung der CO2-Emissionen komplett versagt. Das darf nicht passieren."

Er bekräftigte das Ziel, dass 2030 etwa 80 Prozent der Stromproduktion aus erneuerbaren Energiequellen kommen soll. "Knapp 50 werden wir dieses Jahr erreicht haben", sagte Habeck. Der Zubau gehe deutlich nach oben. "Die 80 sind zu schaffen, aber es ist eine ähnliche Leistung wie drei LNG-Teminals in zehn Monaten aufzubauen."

/tob/DP/mis

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