Importabgaben

Zollhammer setzt Aktien von adidas, PUMA, Nike & Co. massiv zu


Zollhammer setzt Aktien von adidas, PUMA, Nike & Co. massiv zu

Die von den USA angekündigten Importabgaben haben am Donnerstag für einen Kurssturz bei Sportartikelaktien gesorgt.

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Die Aktien von adidas brachen via XETRA letztlich um 11,72 Prozent auf 195,10 Euro ein. Mit PUMA ging es derweil um 11,16 Prozent auf 20,29 Euro nach unten. Auch beim US-Konkurrenten Nike zeigte sich ein düsteres Bild: Der Kurs sackte im New Yorker Handel letztlich um 14,44 Prozent auf 55,58 US-Dollar ab. Titel von Under Armour verzeichneten in New York ein Minus von 18,79 Prozent auf 5,36 US-Dollar und Lululemon Athletica verbuchten einen Kursrutsch von 9,58 Prozent auf 255,65 US-Dollar. Die Unternehmen lassen viele Waren außerhalb der USA produzieren.

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Laut UBS liegt der Zollfokus des Marktes im Sportartikelbereich vor allem auf Vietnam, weil von US-Präsident Donald Trump für das fernöstliche Land eine Import-Abgabe von 46 Prozent angekündigt wurde. Laut Analyst Robert Krankowski von der Schweizer Großbank ist dieser Zollsatz weitaus schlimmer als die Erwartungen der Investoren. Angesichts der wachsenden Bedeutung Vietnams in der Schuhproduktion erwartet er erheblichen Gegenwind für die Profitabilität in der Branche.

Analyst Michael Binetti von Evercore ISI betonte, die in den USA aktiven Bekleidungs- und Schuhhersteller könnten sich hinter den Plänen von Trump nicht verstecken. Er sprach gar von "beispielloser Unsicherheit". Neben den Kostensteigerungen befürchtet er, dass Verbraucher ihre Prioritäten umplanen, was es den Unternehmen unmöglich mache, überzeugende Umsatzmodelle zu erarbeiten. Aus Erfahrung heraus könne sich unter Trump zwar vieles schnell ändern, doch nach aktuellem Stand erinnere die Unsicherheit an die Frühphase der Corona-Pandemie.

Bei adidas erwähnte UBS-Experte Krankowski jedoch, dass ein Rückschlag eine attraktive Kaufgelegenheit für ein Unternehmen mit einer längerfristig guten, fundamentalen Ausgangslage schaffe. adidas bleibe besser aufgestellt als seine Konkurrenten.

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Radu Bercan / Shutterstock.com, JuliusKielaitis / Shutterstock.com

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02.10.26 Nike Buy Jefferies & Company Inc.
02.10.26 Nike Neutral Goldman Sachs Group Inc.
02.10.26 Nike Neutral UBS AG
02.10.26 Nike Underweight JP Morgan Chase & Co.

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