Irak prüft Bau einer neuen Ölpipeline zum Mittelmeer


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BAGDAD (dpa-AFX) - Der Irak treibt den Bau einer Ölpipeline zu türkischen und syrischen Häfen am Mittelmeer wegen der anhaltenden Blockade der Straße von Hormus voran. Diese könnte von den ölreichen Regionen Basra im Süden und Kirkuk im Norden zu den Mittelmeerhäfen Ceyhan in der Türkei und Banijas in Syrien führen und zu einem späteren Zeitpunkt nach Akaba in Jordanien am Roten Meer. Derzeit laufe eine Studie über die Machbarkeit einer solchen Pipeline, sagte Iraks Ölminister Basim Chudair der Staatsagentur INA. Es gebe eine klare Strategie, um neue Exportrouten für irakisches Öl zu finden.

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Der Irak ist extrem abhängig vom Ölgeschäft - die Exporte machen in normalen Zeiten mehr als 90 Prozent der staatlichen Einnahmen aus. Mehr als zehn Millionen Menschen im Land sind auf monatliche Überweisungen der Behörden angewiesen, darunter Staatsangestellte, Pensionäre und Empfänger von Sozialhilfeleistungen.

Dringende Suche nach neuen Exportwegen

Im Zuge des Iran-Kriegs ist die Straße von Hormus seit Monaten faktisch blockiert. Die Regierung im Irak, dessen Produktion im Zuge des Kriegs einbrach, sucht deshalb dringend nach alternativen Exportwegen. Auch bei einer Umgehung der Straße von Hormus besteht aber weiter die Gefahr, dass der Iran etwa Pipelines und andere Öleinrichtungen in der Region angreift. Der Ölexport über Land ist auch teurer und weniger effizient als der Seeweg.

Aktuell nutzt die Regierung eine bereits bestehende Pipeline in die Türkei, die über die Kurdengebiete im Nordirak führt. Eine weitere Pipeline in die Türkei führt nicht über die Kurdengebiete und soll nach einer letzten Testphase innerhalb der nächsten Tage den Betrieb aufnehmen.

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2003 beschädigte Pipeline soll Betrieb wieder aufnehmen

Vertreter aus dem Irak und Syrien unterzeichneten während eines Besuchs von Iraks Ministerpräsident Ali al-Saidi in Washington vor einigen Tagen zudem eine Absichtserklärung, um den Betrieb einer stillgelegten Ölpipeline zwischen beiden Ländern wiederaufzunehmen. Diese hat eine Kapazität von 700.000 Barrel (je 159 Liter) täglich. Der US-Energieriese Chevron soll ein entsprechendes Konsortium leiten. Die Pipeline wurde bei der US-Invasion im Irak im Jahr 2003 beschädigt und war seitdem nicht in Betrieb.

Das Energiegeschäft im Irak ist auch in der autonomen Kurdenregion im Norden wegen des Iran-Kriegs weiter unter Druck. Das Gebiet gerät im Krieg immer wieder unter Beschuss. Das US-Energieunternehmen HKN Energy und das emiratische Unternehmen Dana Gas stellten Arbeiten in der Region wegen der erneuten militärischen Eskalation vorübergehend ein./jot/DP/zb

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01.11.24 Chevron Outperform RBC Capital Markets
23.10.23 Chevron Outperform RBC Capital Markets
04.10.23 Chevron Neutral JP Morgan Chase & Co.

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