Roche-Aktie steigt: Offenbar erstmals Zulassung für NF2-Medikament in Japan

Die japanische Regierung hat in einer weltweit ersten Zulassung dieser Art ein Medikament zur therapeutischen Behandlung von Neurofibromatose Typ 2 (NF2) zugelassen.
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Dabei handelt es sich um eine unheilbare Erkrankung, die die Hörnerven betrifft. Das zuständige Ministerium genehmigte die erweiterte Anwendung von Avastin - einem Krebsmedikament mit dem generischen Namen Bevacizumab - zur Behandlung von NF2, wie die japanische Zeitung Yomiuri unter Berufung auf die Roche-Tochter Chugai Pharmaceutical Co berichtet.
Die genetische Störung führt dazu, dass sich typischerweise Tumore an den Hörnerven auf beiden Seiten der Schädelhöhle bilden, was zu Hörverlust und Schwindel führt. Sie betrifft etwa einen von 25.000 bis 33.000 Menschen. In Japan soll es etwa 800 Patienten geben. Das Auftreten der Symptome erfolgt im Durchschnitt in relativ jungem Alter - zwischen 18 und 24 Jahren - und beeinträchtigt das tägliche Leben der Patienten erheblich.
Mit Fortschreiten der Erkrankung können die Tumore den Hirnstamm komprimieren oder sich an anderen Nerven entwickeln. Bisher gab es kein wirksames Medikament zur Behandlung der Erkrankung. Das durchschnittliche Sterbealter liegt bei 36 Jahren.
Avastin ist von der Chugai-Muttergesellschaft Roche Holding entwickelt worden. Es word derzeit zur Behandlung von Rektal-, Eierstock- und anderen Krebserkrankungen verschrieben.
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