Siemens Energy-Aktie weiter im Rückwärtsgang: JPMorgan rät trotzdem zum Einstieg
Trotz der jüngsten Kursverluste bleibt JPMorgan bei der Siemens Energy-Aktie optimistisch. Die Analysten erklären, warum die Aktie jetzt interessant sein könnte.
Werte in diesem Artikel
- Siemens Energy-Aktie weiter unter Druck
- GE Vernova löste am Mittwoch mit Zahlen Gewinnmitnahmen aus
- JPMorgan sieht Kursziel von 235 Euro und rät zum Kauf in Schwächephase
Die Siemens Energy-Aktie gibt am Donnerstag via XETRA zeitweise um 0,20 Prozent auf 152,02 Euro ab und setzt damit ihren Rückgang fort, obwohl die US-Bank JPMorgan erst am Vortag zum Kauf der Schwäche geraten hatte. Auslöser der jüngsten Talfahrt waren die Quartalszahlen des US-Konkurrenten GE Vernova, die am Mittwoch trotz eines angehobenen Ausblicks Gewinnmitnahmen in der gesamten Energietechnikbranche ausgelöst hatten. Dass sich der Abwärtssog trotz der positiven Analystenstimme fortsetzt, zeigt, wie schwer sich der Markt nach der kräftigen Rally der vergangenen Monate mit einer Stabilisierung tut.
GE Vernova als Auslöser: Gewinnmitnahmen erfassen die Branche
Wie dpa-AFX berichtet, reichte der angehobene Umsatzausblick von GE Vernova den Anlegern nicht, um das hohe Bewertungsniveau nach der Rally zu rechtfertigen. Die Aktie war 2026 bis dahin um 65 Prozent gestiegen, gab am Mittwoch an der NYSE aber letztlich um 8,69 Prozent auf 985,03 Euro ab. Die Anteilsscheine von Siemens Energy büßten daraufhin ebenfalls kräftig ein. Aus den Zahlen ging zudem hervor, dass die Windkraftsparte von GE Vernova schwächelt, ein Bereich, in dem auch die Siemens-Energy-Tochter Gamesa aktiv ist. Die Schwäche deutet auf mögliche Probleme im gesamten Sektor hin.
Siemens Energy-Aktie: JPMorgan hält den Rückschlag für unbegründet
Die US-Bank JPMorgan bestätigte am Mittwoch für die Siemens Energy-Aktie unterdessen die Einstufung "Overweight" und beließ das Kursziel bei 235 Euro. Analyst Phil Buller zog in seiner Studie seine Schlüsse aus den GE-Vernova-Zahlen, die auch bei Siemens Energy für deutliche Kursverluste gesorgt hatten. Er bezeichnete den zwischenzeitlichen Rückschlag von bis zu 9 Prozent bei dem DAX-Konzern als unbegründet und geht davon aus, dass sich die Bewegung wieder umkehrt. Er riet dazu, die Schwäche zum Kauf der Aktie zu nutzen.
Branche bleibt unter Bewertungsdruck
Der Kursrutsch bei GE Vernova und Siemens Energy reiht sich in eine breitere Konsolidierung der internationalen Energietechnikbranche ein, die nach den kräftigen Kursgewinnen der vergangenen Monate zunehmend unter Bewertungsdruck steht.
Ob sich die von JPMorgan erwartete Gegenbewegung bei Siemens Energy einstellt, dürfte sich in den kommenden Handelstagen zeigen. Anleger dürften daher genau beobachten, ob sich der Kurs der Aktie von der 150-Euro-Marke lösen kann oder der Abwärtsdruck aus der Energietechnikbranche anhält.
Bettina Schneider, Benedict Kurschat, Redaktion finanzen.net
Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.
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Der Hebel muss zwischen 2 und 20 liegen
Bildquellen: Siemens Energy AG, Siemens Energy AG
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Siemens Energy Analysen
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Alle: Alle Empfehlungen
| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 22.07.26 | Siemens Energy Overweight | JP Morgan Chase & Co. | |
| 20.07.26 | Siemens Energy Buy | UBS AG | |
| 15.07.26 | Siemens Energy Overweight | JP Morgan Chase & Co. | |
| 15.07.26 | Siemens Energy Buy | Jefferies & Company Inc. | |
| 14.07.26 | Siemens Energy Overweight | JP Morgan Chase & Co. |
