KI-Compute-Deal

Meta-Aktie grenzt Verluste ein: Spekulationen um Milliarden-Deal mit Anthropic


Meta-Aktie grenzt Verluste ein: Spekulationen um Milliarden-Deal mit Anthropic

Ein möglicher Milliarden-Deal mit Anthropic bewegt am Donnerstag die Meta-Aktie. Die anfänglichen Verluste in einem schwachen Umfeld werden dabei kleiner.

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  • Meta soll laut Bericht mit Anthropic über einen Compute-Deal verhandeln.
  • Das mögliche Volumen liegt bei bis zu 10 Milliarden US-Dollar über zwei Jahre.
  • Die Meta-Aktie fängt sich nach anfänglichen starken Verlusten.
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Meta Platforms verhandelt laut einem exklusiven Bericht der New York Times über einen Deal, der dem Social-Media-Konzern Rechenkapazität aus eigenen KI-Rechenzentren an den KI-Konzern Anthropic vermieten würde, mit einem möglichen Volumen von bis zu 10 Milliarden US-Dollar über zwei Jahre.

Was Meta und Anthropic konkret verhandeln

Anthropic soll den Deal im Juni vorgeschlagen haben, Meta prüft ihn Insidern zufolge weiterhin. Die Zahlungen würden in monatlichen Raten über zwei Jahre laufen, beide Seiten könnten die Vereinbarung frühzeitig kündigen. Zum Vergleich: Anthropic zahlt SpaceX im Rahmen einer im Mai geschlossenen Vereinbarung 45 Milliarden US-Dollar über drei Jahre, umgerechnet 1,25 Milliarden US-Dollar pro Monat, für Rechenleistung aus dessen Colossus-Rechenzentrum.

Meta-Aktie fängt sich

Die Meta-Aktie verlor im NASDAQ-Handel im Tagestief bis auf 626.00 US-Dollar, fing sich nach dem Bericht jedoch spürbar und dämmte die Verluste letztlich auf 2,79 Prozent bei 646,01 US-Dollar ein. Die Erholung deutet darauf hin, dass Anleger den möglichen Deal als Möglichkeit auf eine neue Einnahmequelle für Meta einpreisen.

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Zuckerbergs Kalkül: Überschusskapazität zu Geld machen

Ein möglicher Deal wäre für Meta bedeutsam: Konzernchef Mark Zuckerberg hat für dieses Jahr Investitionen von bis zu 145 Milliarden US-Dollar angekündigt, ein Großteil davon für KI-Infrastruktur und mehr als das Doppelte der 72 Milliarden US-Dollar aus dem Vorjahr. Auf einer Investorenkonferenz im Mai deutete er an, dass externe Firmen bereits regelmäßig Interesse an überschüssiger Meta-Rechenleistung zeigten und ein Verkauf zur Option würde, sollte sich der Konzern selbst als überbaut einschätzen. Meta steht zudem in der Kritik, weil das eigene KI-Modell zeitweise hinter Rivalen wie Anthropic und OpenAI zurückblieb.

Rechenleistung wird zur Handelsware

Meta mietet selbst bereits Rechenleistung von externen Anbietern, etwa im April für 21 Milliarden US-Dollar von CoreWeave und im März für 27 Milliarden US-Dollar von Nebius, während gleichzeitig eigene Rechenzentren entstehen. Bloomberg-Intelligence-Analyst Mandeep Singh sieht laut New York Times darin für Meta die Chance, eigene Kapazität zu vermieten und zugleich langfristig in die eigene KI zu investieren, da die Preise für Rechenleistung seit jenen Deals spürbar gestiegen seien.

Ob aus den frühen Gesprächen ein unterzeichneter Vertrag wird, ist offen, beide Unternehmen äußerten sich dazu nicht öffentlich. Anthropics wachsender Rechenbedarf durch die Nachfrage nach dem Firmentool Claude Code dürfte das Thema in den kommenden Wochen aber weiter befeuern.

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Martina Köhler, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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Bildquellen: rafapress / Shutterstock.com, mundissima / Shutterstock.com

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