KPS: Zu früh zum Aufatmen

11.06.26 08:01 Uhr

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Die KPS-Aktie sank nach Veröffentlichung von Halbjahreszahlen und nach der Hauptversammlung bis Anfang Juni auf ein neues historisches Tief. Das hat Gründe.

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Am 15. Mai präsentierte der arg gebeutelte IT-Dienstleister KPS auf der ordentlichen Hauptversammlung die Strategie, mit der das Ruder wieder herumgerissen werden soll. Wesentliche Kernpunkte sind dabei weitere Kostensenkungen und die Diversifizierung der Kundenstruktur. Offensichtlich ist es dem Management nicht gelungen, die Aktionäre vollumfänglich zu überzeugen. Ein institutioneller Investor aus Luxemburg hat zuletzt Anteile verkauft.

Historisches Tief

So meldete das Unternehmen jüngst, dass die Axxion S.A. mit ihrer Beteiligung per 2. Juni nun unter die 3-Prozent-Schwelle gerutscht ist. Die Stimmrechtsmeldung vom 8. Juni weist noch 2,43 Prozent für Axxion aus. Das sind immerhin eine Million Aktien. Das ist nicht unwichtig, denn bei einer marktengen Aktie wie KPS können sich solche Verkäufe spürbar im Kurs niederschlagen und über einen langen Zeitraum hinziehen. So fiel die KPS-Aktie Ende Mai/Anfang Juni bereits von 0,35 Euro auf unter 0,30 Euro.

Ziele bestätigt

Die Anfang Mai vorgelegten Halbjahreszahlen 2025/26 (per 30.9.) zeigten unterdessen die vom Management prognostizierte Entwicklung: Der Umsatz sank um über 15 Prozent auf 54,7 Mio. Euro und das EBITDA um über 27 Prozent auf 3,5 Mio. Euro. Die Ziele für das Gesamtjahr wurden bestätigt. Demnach soll der Umsatz zwischen 99 und 110 Mio. Euro (GJ 2024/25: 121,7 Mio. Euro) und das EBITDA in einer Range von 2,0 bis 6,7 Mio. Euro (GJ 2024/25: 5,2 Mio. Euro) liegen.

Fazit

KPS steckt tief in der Restrukturierung. Mit einer verbesserten Prognosequalität könnte das Unternehmen sukzessive wieder Vertrauen am Markt aufbauen. Im Hinterkopf sollten Anleger aber die Bilanz behalten, denn der durch die Zukäufe der Vorjahre aktivierte Goodwill liegt mit 47 Mio. Euro deutlich über dem ausgewiesenen Eigenkapital von knapp 28 Mio. Euro. Drohen neue Wertberichtigungen, sind diese mit dem Eigenkapital zu verrechnen. Nicht auszuschließen ist zudem, dass weitere Aktien von Axxion in den Markt kommen. Unter der 3-Prozent-Schwelle ist keine weitere Meldung erforderlich. Hier gilt deshalb weiter Vorsicht.

Ganz anders stellt sich die Lage derzeit bei der 2G Energy AG dar. Ein kräftiger Auftragsboom hat der Aktie in den letzten drei Monaten ein Plus von rund zwei Dritteln beschert; zugleich sieht der Titel auch charttechnisch interessant aus: zum Artikel

Die Clearvise-Aktie hat dagegen in den letzten Monaten spürbar gelitten, arbeitet seit Ende April aber an einer möglichen Umkehrformation. Aktuelle positive Nachrichten könnten dem Titel nun den entscheidenden Schub geben: zum Artikel

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Erstellung am 10.6.26 um 14:17 Uhr.

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