MÄRKTE ASIEN/Schanghai und Hongkong trotzen Abwärtstendenz


Von Steffen Gosenheimer

TOKIO/HONGKONG (Dow Jones)--Nach der wenig veränderten Tendenz an der Wall Street am Vortag ist es am Donnerstag an den Börsen in Ostasien überwiegend nach unten gegangen. Trotzen konnten der Abwärtsbewegung nur die chinesischen Börsen in Schanghai (+0,8%) und in Hongkong (+1,0% im Späthandel). An den anderen Plätzen war im Schlussgeschäft noch einmal Abgabestimmung aufgekommen, so dass unter anderem Tokio noch ins Minus drehte. Der Nikkei-225 büßte 0,3 Prozent ein auf 38.074 Punkte. In Seoul ging es um 1,2 Prozent und in Sydney um 1,1 Prozent abwärts. In Sydney und Seoul sprachen Marktteilnehmer von einer Verschnaufpause und Gewinnmitnahmen nach den jüngsten Aufschlägen.

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Für die Börsen in China kam Rückenwind von den Außenhandelsdaten für April. Sie zeigen, dass sowohl die Exporte wie auch die Importe im Vergleich zum Vorjahr stärker als erwartet gestiegen sind.

Stützend wirkten außerdem stark steigende Kurse im Immobiliensektor, wo es am Vortag noch nach unten gegangen war. Longfor verteuerten sich um 4,0, China Resources um 2,6 und China Vanke um 4,7 Prozent. Händler verwiesen darauf, dass eine weitere große Stadt in China angekündigt habe, die Anforderungen für den Erwerb von Wohneigentum zu lockern.

Marktzinsen in Japan steigen mit BoJ-Protokoll weiter

In Tokio wurden Aktien aus dem Bankensektor bei den Gewinnern des Tages gesehen. Mitsubishi UFJ Financial Group gewannen 2,1, Japan Post Insurance 3,3 und T&D Holdings 4,4 Prozent. Sie hätten von steigenden Anleiherenditen profitiert, hieß es. Höhere Marktzinsen gelten als günstig für das Kreditgeschäft der Geldhäuser, wie auch für die Anlagen der Versicherer.

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Hintergrund war das Protokoll der Zinssitzung der japanischen Notenbank (BoJ) im April. Dieses werde eher falkenhaft empfunden, hieß es. In ihm sei von verschiedenen Aufwärtsrisiken für die Preise die Rede, wie etwa eine weitere Abwertung des Yen, aber auch von der Option, die monatlichen Anleihekäufe zu reduzieren. Der Yen zeigte sich derweil davon wenig bewegt.

Verkauft wurden dagegen Aktien aus dem Halbleitersegment, nachdem Arm Holdings laut Marktteilnehmern mit dem Umsatzausblick in der Nacht die Erwartungen verfehlte. Rohm rutschten um 10 Prozent ab, Trend Micro um 4,1 und Tokyo Electron um 2,9 Prozent. Die Aktie der Arm-Mutter Softbank büßte knapp 3 Prozent ein.

Toyota Motor, die am Mittwoch (-0,6%) nur noch relativ kurz auf die Quartalszahlen und die Prognose eines 28-prozentigen Gewinnrückgangs hatten reagieren können, büßten in Tokio weitere 1,4 Prozent ein. Mitsubishi Motors fielen um 4,9 Prozent zurück. Der Autobauer stellte einen Nettogewinnrückgang von 6,9 Prozent in Aussicht. Kawasaki Heavy Industries machten nach Vorlage der Geschäftsjahreszahlen einen Satz um gut 14 Prozent nach oben.

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Highflyer HD Hyundai nur mit kleiner Gegenbewegung

Um 7,1 Prozent abwärts ging es für den Börsenneuling HD Hyundai Marine Solution in Seoul. Der Kurs der Werftaktie hatte sich am Vortag an ihrem ersten Handelstag nahezu verdoppelt. Kakao Corp. gaben nach einem unter Erwarten ausgefallenen Quartalsgewinn um 2,4 Prozent nach.

In Sydney verloren Commonwealth Bank 2,2 Prozent. Die nach Marktkapitalisierung größte Bank des Landes hatte einen 5-prozentigen Rückgang des Quartalsgewinns berichtet. Westpac rutschten um 5,6 Prozent ab, was vor allem dem Dividendenabschlag geschuldet war. Die Aktie des Elektronikeinzelhändlers JB Hi-Fi fielen nach Vorlage von Geschäftszahlen um 4,5 Prozent. Während Analysten die Zahlen als gut bezeichneten, sprach das Management von einem herausfordernden und wettbewerbsintensiven Umfeld.

Index (Börse) zuletzt +/- % % YTD Ende

S&P/ASX 200 (Sydney) 7.721,60 -1,1% +1,7% 08:00

Nikkei-225 (Tokio) 38.073,98 -0,3% +14,2% 08:00

Kospi (Seoul) 2.712,14 -1,2% +2,1% 08:00

Schanghai-Comp. 3.154,32 +0,8% +6,0% 09:00

Hang-Seng (Hongk.) 18.502,95 +1,0% +8,0% 10:00

Taiex (Taiwan) 20.560,77 -0,7% +14,7% 07:30

Straits-Times (Sing.) 3.257,94 -0,2% +0,9% 11:00

KLCI (Malaysia) 1.601,76 -0,2% +10,4% 11:00

DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Mi, 9:30 % YTD

EUR/USD 1,0739 -0,1% 1,0749 1,0741 -2,8%

EUR/JPY 167,25 +0,0% 167,18 166,76 +7,5%

EUR/GBP 0,8603 +0,0% 0,8601 0,8606 -0,8%

GBP/USD 1,2484 -0,1% 1,2497 1,2482 -1,9%

USD/JPY 155,73 +0,1% 155,52 155,24 +10,5%

USD/KRW 1.369,55 +0,3% 1.364,91 1.363,89 +5,5%

USD/CNY 7,1502 +0,9% 7,0865 7,1526 +0,7%

USD/CNH 7,2286 -0,0% 7,2290 7,2302 +2,0%

USD/HKD 7,8170 -0,0% 7,8172 7,8181 +0,1%

AUD/USD 0,6571 -0,2% 0,6581 0,6572 -3,5%

NZD/USD 0,5997 -0,1% 0,6005 0,5990 -5,1%

Bitcoin

BTC/USD 61.534,85 +0,0% 61.519,06 62.234,46 +41,3%

ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 79,46 78,99 +0,6% +0,47 +9,6%

Brent/ICE 83,85 83,58 +0,3% +0,27 +9,7%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 2.313,57 2.309,03 +0,2% +4,55 +12,2%

Silber (Spot) 27,65 27,38 +1,0% +0,27 +16,3%

Platin (Spot) 981,35 976,50 +0,5% +4,85 -1,1%

Kupfer-Future 4,57 4,56 +0,3% +0,01 +17,0%

YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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(END) Dow Jones Newswires

May 09, 2024 03:31 ET (07:31 GMT)

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