MÄRKTE EUROPA/Börsen bleiben unter Druck - DAX nahe 15.000


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FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen bleiben am Mittwochnachmittag unter Druck. Der DAX verliert 0,9 Prozent auf 15.111 Punkte und nähert sich damit der wichtigen Marke von 15.000. Der Euro-Stoxx-50 notiert 1,1 Prozent tiefer bei 4.106 Punkten. Die Krise im Nahen Osten und die zuletzt wieder gestiegenen Renditen belasten die Stimmung. Im Handel ist von einer labilen Lage die Rede. Ein Marktteilnehmer verweist auf den neuerlichen Ölpreisanstieg und die Nachfrage nach dem sicheren Hafen Gold. Mit 1.952 Dollar die Feinunze notiert das Edelmetall nur noch knapp unter der psychologisch wichtigen Marke von 2.000.

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Vergleichsweise gute chinesische Konjunkturdaten können die Börse nicht stützen. Die chinesische Wirtschaft ist im dritten Quartal mit einem Plus von 4,9 Prozent stärker gewachsen als erwartet, auch von der Industrieproduktion und den Einzelhandelsumsätzen kamen bessere Zahlen. Insgesamt sind die Vorlagen aus Asien eher uneinheitlich. Der Stoxx-Subindex Oil & Gas tendiert mit einem Plus von 0,3 Prozent besser als der Gesamtmarkt. Teilnehmer verweisen auf den Ölpreis, der um mehr als 1 Prozent zulegt. "Im Nahen Osten steht es weiter auf des Messers Schneide", so ein Händler. Der Markt sehe nach wie vor das Risiko, dass der Iran aktiv in den Krieg zwischen Israel und der Hamas eingreife.

Adidas wird optimistischer für das Jahr

Adidas (+3,5%) hat vorzeitig Ergebnisse vorgelegt, die auf den ersten Blick überzeugen. Einfach sind die Zahlen aber nicht zu interpretieren, da die Umsätze und Erträge aus dem Yeezy-Verkauf kaum zu schätzen sind. Die Analysten von Jefferies attestieren Adidas ein starkes drittes Quartal, wobei der Umsatz leicht oberhalb ihrer Schätzung ausgefallen sei, das EBIT dagegen deutlich darüber liege. Dies habe die Grundlage geliefert für die Anhebung des Ausblicks, wobei das Unternehmen zudem von einem guten Start in das laufende Quartal berichtete. Im Fahrwasser legt die Aktie von Puma um 1,9 Prozent zu.

Als uneinheitlich werden die Zahlen von ABB (-6,8%) eingestuft, die Schweizer haben bei Umsatz und EBITDA die Markterwartung knapp verfehlt, dagegen beim Free-Cashflow (FCF) überzeugt. Der Ausblick für das vierte Quartal wird aber als vorsichtig eingestuft, was der Hauptbelastungsfaktor für die Aktie sein dürfte.

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Von guten Zahlen spricht ein Marktteilnehmer mit Blick auf ASML. Die Bruttomarge von 51,9 Prozent sei noch stärker als erwartet. Enttäuschend ist allerdings der Ausblick auf das kommende Jahr: Hier rechnet ASML mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau nach einem Plus von bis zu 30 Prozent in diesem Jahr. ASML geben in Amsterdam 4 Prozent nach, im Gefolge verlieren Aixtron 2,8 Prozent.

Flatexdegiro (+13%) kann nach Berechnung der Deutschen Bank bei den vorläufigen Drittquartalszahlen die Einnahmenprognose um 6 Prozent übertreffen, liegt aber zugleich beim bereinigten EBITDA um 4 Prozent darunter. Die Wachstumsdynamik bei den Einnahmen habe sich dank eines Anstiegs der Monetarisierungsrate und höherer Zinserträge dank des höheren EZB-Einlagensatzes und einer stabilen Entwicklung der Kundeneinlagen beschleunigt.

SAF-Holland mit besseren Zahlen

Für SAF-Holland geht es nach vorläufigen Zahlen und einem angehobenen Ausblick um 8,2 Prozent nach oben. Das Unternehmen hat Umsätze im dritten Quartal von 553 Millionen Euro sowie ein bereinigtes EBIT von 59 Millionen Euro erzielt. Dem stehen Marktschätzungen von 538 Millionen Euro bzw 52 Euro gegenüber. Die bereinigte EBIT-Marge blieb mit 10,6 Prozent ebenfalls klar über der Prognose von 9,6 Prozent.

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Leichter tendieren die Aktien der Fluggesellschaften. Lufthansa geben um 4,2 Prozent nach, Air France-KLM um 3,5 Prozent. Hier belastet neben der geopolitischen Lage unter anderem der hohe Kerosin-Preis. Zudem hatte in den USA der Wettbewerber United Airlines vor einem Gewinnrückgang im vierten Quartal gewarnt, ausgelöst durch den Krieg zwischen Israel und der Hamas.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 4.106,08 -1,1% -46,24 +8,2%

Stoxx-50 3.924,50 -0,8% -30,59 +7,5%

DAX 15.110,70 -0,9% -140,99 +8,5%

MDAX 24.711,37 -1,1% -265,43 -1,6%

TecDAX 2.912,37 -1,0% -28,33 -0,3%

SDAX 12.645,31 -0,7% -83,39 +6,0%

FTSE 7.616,27 -0,8% -58,94 +3,0%

CAC 6.969,01 -0,9% -60,69 +7,7%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite 2,90 +0,02 +0,33

US-Zehnjahresrendite 4,85 +0,02 +0,97

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:14 Uhr Di, 17:20 Uhr % YTD

EUR/USD 1,0551 -0,2% 1,0593 1,0589 -1,4%

EUR/JPY 157,95 -0,3% 158,50 158,50 +12,5%

EUR/CHF 0,9462 -0,7% 0,9509 0,9520 -4,4%

EUR/GBP 0,8670 -0,1% 0,8677 0,8679 -2,0%

USD/JPY 149,72 -0,0% 149,64 149,69 +14,2%

GBP/USD 1,2169 -0,1% 1,2208 1,2200 +0,6%

USD/CNH (Offshore) 7,3262 +0,0% 7,3136 7,3206 +5,8%

Bitcoin

BTC/USD 28.302,26 -0,7% 28.723,76 28.551,66 +70,5%

ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 88,22 86,66 +1,8% +1,56 +13,4%

Brent/ICE 91,12 89,90 +1,4% +1,22 +11,5%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.959,64 1.923,70 +1,9% +35,94 +7,5%

Silber (Spot) 23,25 22,85 +1,7% +0,40 -3,0%

Platin (Spot) 894,36 902,00 -0,8% -7,64 -16,3%

Kupfer-Future 3,60 3,58 +0,6% +0,02 -5,5%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/cln

(END) Dow Jones Newswires

October 18, 2023 09:53 ET (13:53 GMT)

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