MÄRKTE EUROPA/Börsen drehen leicht ins Plus - Konflikt im Nahen Osten beherrschbar


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DOW JONES--Europas Börsen drehen bis Montagmittag leicht ins Plus. Nach Einschätzung von Rabobank stufen die Märkte einen neuen Konflikt rund um die Straße von Hormus als beherrschbar ein. Das habe mehrere Gründe. Erstens habe der Abbau von Lagerbeständen den unmittelbaren Druck gemindert. Zweitens bewegten sich die chinesischen Ölimporte auf niedrigem Niveau. Drittens gebe es zunehmend Alternativen zur Straße von Hormus. Und schließlich sei die Nachfrage gefallen. "Diese Dynamik ist langfristig nicht tragfähig. Aber für einige Wochen - höchstens Monate - könnte der Markt bei den Spot-Ölpreisen weiterhin signalisieren 'Es gibt keinen Schmerz'", so die Analysten.

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Der DAX gewinnt 0,2 Prozent auf 25.122 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es um ebenfalls 0,2 Prozent nach oben. Der Ölpreis zieht mit den neuen militärischen Scharmützeln zwischen dem Iran und den USA an. Für Brent geht es um 3,6 Prozent auf 78,72 Dollar das Fass nach oben. Am Devisenmarkt zieht der Euro leicht an auf 1,1430 Dollar.

Durch den Ölpreis-Anstieg rücken die Daten zur US-Inflation in der laufenden Woche wieder stärker in den Fokus. Die nächste Sitzung der US-Notenbank steht am 28. und 29. Juli an. Analysten sehen den neuen Fed-Chairman Kevin Warsh dabei in einer schwierigen Lage, sollten die Ölpreise weiter steigen. "Wenn er den Luxus hat zu warten, wird er sich dafür entscheiden", sagt James Egelhof, Chefvolkswirt für die USA bei der BNP Paribas.

Die Rendite der 10-jährigen US-Bonds steigt derweil weiter auf 4,58 Prozent an. Auch in Europa stehen Anleihen weiter unter Druck - die Renditen steigen. Denn zu den Inflationsproblemen kommt auch noch die gigantische Verschuldungswelle der US-Hyperscaler. Aus den USA heißt es, schon in den vergangenen Wochen habe der Markt für Unternehmensanleihen Schwierigkeiten gehabt, die Anleiheemissionen von um die 75 Milliarden US-Dollar von Nvidia, SpaceX und Amazon zu absorbieren.

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Die Aktien der Fluglinien stehen mit dem Ölpreis unter Druck. Ohne die neuerlichen US-Angriffe habe man der Branche eigentlich positiv gegenübergestanden, sagt ein Händler: "Die Zahlen von Delta Air Lines am Freitag waren eigentlich besser als erwartet". Vor allem habe die US-Airline von breiter Nachfrage und Resilienz gegenüber steigenden Kerosinkosten gesprochen. IAG und Air France-KLM fallen bis zu 2 Prozent, Lufthansa reduzieren sich um 2,1 Prozent, für die Aktien des Reiseveranstalters Tui geht es um 0,9 Prozent nach unten.

Nur 1,7 Prozent höher notieren die Aktien von Akzo Nobel, obwohl Nippon Paint ein Angebot von 7,5 Milliarden Euro für das Geschäft mit Dekorativfarben der Niederländer abgeben hat. "Gemessen an der Volatilität nach den letzten Vorschlägen ist das nicht viel", sagt ein Händler. Das japanische Angebot sei nicht hoch genug, um die Akzo-Aktionäre "vom Hocker zu hauen". Dazu komme, dass die Akzo-Führung weiter einen Zusammenschluss mit Nippon-Konkurrent Axalta bevorzugt.

Die guten Zahlen von Kongsberg lösen keine positive Reaktion im Rüstungssektor aus. "Es ist schon ein sehr schwaches Zeichen, wenn die Gewinnmitnahmen in Rüstung trotz der Eskalation im Golf weitergehen", sagt ein Händler. Kongsberg fallen in Oslo um 8,7 Prozent und sind damit schwächster Rüstungswert in Europa. Rheinmetall gewinnen dagegen 1,4 Prozent. Hier stützt ein Großauftrag aus Großbritannien. Wie der Rüstungskonzern mitteilte, ist er Teil eines Konsortiums zur Digitalisierung der Gefechtsausbildung der britischen Armee. Der Anteil von Rheinmetall an dem Auftrag hat ein Volumen von knapp einer Milliarde Euro.

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Die Aktien von Hellofresh geben auch am Montag weiter nach und fallen um 1,5 Prozent zurück. Auch wurde ein neues Rekordtief bei 3,63 Euro markiert. "Seit dem Fall durch den breiten Support um 3,90 Euro kommen jetzt auch laufend Verkäufe durch Stop-Loss-Marken", sagt ein Händler. Die aktuelle Abstufung durch Kepler auf "Reduce" mit Kursziel 3,50 Euro gebe der Aktie nun den Rest. Kräftig nach oben um 14,2 Prozent schießen die Aktien von Docmorris. Die Online-Apotheke ist von der Deutschen Bank zum Kauf empfohlen worden, das Kursziel wurde mehr als verdoppelt.

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INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 6.279,65 +0,2 9,68 6.269,97 8,4

Stoxx-50 5.374,64 0,0 -0,17 5.374,81 9,3

DAX 25.122,48 +0,2 55,39 25.067,09 2,6

MDAX 32.034,50 +0,4 115,05 27.039,42 4,6

TecDAX 3.865,97 +0,7 27,55 3.091,28 6,7

SDAX 18.252,26 +0,7 124,03 13.062,07 6,3

FTSE 10.495,16 -0,0 -2,13 10.497,29 5,7

CAC 8.354,71 +0,2 15,74 8.338,96 2,5

SMI 14.254,57 +0,1 19,48 14.235,09 7,4

ATX 6.462,69 -0,3 -22,20 6.484,89 21,3

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17:01

EUR/USD 1,1429 +0,1 0,0016 1,1413 1,1422

EUR/JPY 185,26 +0,4 0,6900 184,57 184,8500

EUR/CHF 0,9246 +0,2 0,0019 0,9227 0,9227

EUR/GBP 0,8532 +0,2 0,0016 0,8516 0,8518

USD/JPY 162,08 +0,2 0,3900 161,69 161,8100

GBP/USD 1,339 -0,1 -0,0015 1,3405 1,3407

USD/CNY 6,7773 +0,0 0,0007 6,7766 6,7772

USD/CNH 6,7802 -0,0 -0,0011 6,7813 6,7820

AUS/USD 0,6946 -0,1 -0,0004 0,695 0,6944

Bitcoin/USD 62.979,68 -1,9 -1.187,57 64.167,25 63.884,99

ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 73,74 +3,3 2,33 71,41

Brent/ICE 78,72 +3,6 2,71 76,01

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.062,59 -1,4 -57,49 4.120,08

Silber 58,59 -2,1 -1,25 59,84

Platin 1.622,37 -0,3 -5,02 1.627,39

(Angaben ohne Gewähr)

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/cln

(END) Dow Jones Newswires

July 13, 2026 07:32 ET (11:32 GMT)

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25.09.26 Rheinmetall Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
21.09.26 Rheinmetall Outperform Bernstein Research
10.09.26 Rheinmetall Neutral JP Morgan Chase & Co.
01.09.26 Rheinmetall Buy Deutsche Bank AG
17.08.26 Rheinmetall Neutral JP Morgan Chase & Co.

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