MÄRKTE EUROPA/DAX markiert neues Allzeithoch


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FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen weisen am Donnerstagmittag leichte Aufschläge auf. Damit dauert die gute Stimmung vom Vortag an. Selbst eine schwächere Industrieproduktion aus der Eurozone kann daran nichts ändern. Als belastend haben sich Lieferengpässe und zeitliche Verzögerungen durch Chip-Mangel und Container-Stau in den Häfen erwiesen. Der DAX gewinnt 0,4 Prozent auf 15.885 Punkte, bei 15.898 wurde ein neues Allzeithoch markiert. Der Euro-Stoxx-50 gewinnt 0,3 Prozent auf 4.219.

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Am Nachmittag stehen erneut Inflationsdaten im Fokus, dieses Mal werden die US-Erzeugerpreise veröffentlicht. Diese laufen den Preisen auf Verbraucherseite voraus und könnten die Inflationserwartungen erneut treiben. Japan vermeldete am Morgen bereits den höchsten Anstieg der Corporate-Goods-Preise seit 2008. Auf Unternehmensebene setzt sich die Berichtssaison fort. Viele Unternehmen aus der zweiten Reihe haben ihre Zahlen vorgelegt.

Telekom wächst organisch und erhöht erneut Prognose

Die Deutsche Telekom (plus 2,4 Prozent) hat im zweiten Quartal mit der organischen Entwicklung die Prognosen der Analysten deutlich übertroffen, allerdings erstmals seit einem Jahr keine Wachstumssprünge mehr vollzogen. Der US-Zukauf Sprint ist nun seit einem Jahr in der Bilanz konsolidiert und operativ läuft es für den DAX-Konzern auf beiden Seiten des Atlantiks gut. Insgesamt brachten die Bonner es auf ein organisches Wachstum von 6,8 Prozent beim Umsatz. Für das Gesamtjahr erhöhte die Telekom ihren Ausblick.

Henkel hat nach dem zweiten Quartal die erst im Mai angehobene Umsatzprognose für das Jahr weiter erhöht, allerdings für die operative Gewinnmarge die Erhöhung zurückgenommen. Im zweiten Halbjahr blieben die Herausforderungen für die Wirtschaft durch stark gestiegene Rohstoffpreise und angespannte Lieferketten hoch. Für die Aktie um 1,9 Prozent nach unten.

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Delivery Hero verlieren 4,6 Prozent. Der Essenslieferer hat zwar gute Umsatzdaten vorgelegt, jedoch die Gewinnmarge auf den unteren Rand der bisherigen Spanne präzisiert. "Da reagiert der Markt derzeit absolut allergisch", sagt ein Händler. Denn damit würden Gewinnerwartungen nach oben gekappt.

Gleich um 9 Prozent nach oben geht es für Bilfinger. Der Industriedienstleister sitzt auf Überschusskapital und will es an Aktionäre zurückgeben. Dies soll über Aktienrückkäufe, Sonderdividenden und frühere Schuldentilgungen geschehen.

Tendenziell gut werden die Geschäftszahlen von Nordex (plus 1,4%) im Handel aufgenommen. Allerdings sei der Ausblick "nur" bestätigt worden, meint ein Händler. "Nach der gesenkten Margenprognose bei Vestas gestern hätte ein bisschen mehr Zuversicht gutgetan", fügt er hinzu. Allerdings beruhigten hier zumindest die Aussagen des CEO Blanco, dass sich die Profitabilität weiter auf Verbesserungskurs befinde. Die EBITDA-Marge soll zwischen 4,0 und 5,5 Prozent liegen, was ohnehin unter den zuvor deutlich höheren Zielen von Vestas liege und damit auch erreichbar erscheine.

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Nach überzeugenden Geschäftszahlen wird bei Cancom bemängelt, dass der Ausblick nicht nach oben genommen wurde. Dieser Umstand schickt die Aktie um 3,6 Prozent gen Süden. Die Aktien von Jost Werke notieren unverändert. Die Zweitquartalszahlen werden im Handel als "solide" eingestuft. Umsatz wie auch EBIT seien leicht oberhalb der Markterwartung ausgefallen.

Dividendenabschlag von Rio Tinto belastet den Rohstoffsektor

Der Rohstoffsektor in Europa stellt mit 1,7 Prozent Minus den schwächsten. Hier belastet jedoch besonders die Dividendenausschüttung von Rio Tinto, die in den Stoxx-Sektor-Indizes nicht berücksichtigt wird - anders als in den deutschen DAX-Performance-Indizes. Das Kursminus von 7,4 Prozent bei Rio Tinto in London schlägt daher voll durch. Der Minenbetreiber schüttet eine Interimsdividende von 270,84 Pence aus und eine Sonderdividende von 133,26 Pence.

Etwas verwundert über das Kursminus von 6,2 Prozent bei K+S zeigen sich Händler nach den finalen Geschäftszahlen. "Alles wie bekannt und bestätigt", sagt ein Händler. Belastend dürften unter anderem die negativen Sektorvorlagen aus Europa wirken.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 4.219,46 +0,3% 13,13 +18,8%

Stoxx-50 3.656,79 +0,2% 6,98 +17,7%

DAX 15.885,17 +0,4% 59,08 +15,8%

MDAX 35.688,95 -0,2% -71,36 +15,9%

TecDAX 3.813,65 +0,0% 0,73 +18,7%

SDAX 16.892,34 -0,2% -28,18 +14,4%

FTSE 7.206,14 -0,2% -14,00 +11,8%

CAC 6.870,71 +0,2% 12,72 +23,8%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite -0,46 +0,00 +0,11

US-Zehnjahresrendite 1,35 +0,01 +0,43

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:35 Uhr Mi, 17:25 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1736 -0,0% 1,1741 1,1734 -3,9%

EUR/JPY 129,60 -0,1% 129,59 129,66 +2,8%

EUR/CHF 1,0823 +0,0% 1,0819 1,0817 +0,1%

EUR/GBP 0,8471 +0,1% 0,8466 0,8465 -5,2%

USD/JPY 110,43 +0,0% 110,38 110,50 +6,9%

GBP/USD 1,3854 -0,1% 1,3867 1,3861 +1,4%

USD/CNH (Offshore) 6,4785 +0,0% 6,4785 6,4788 -0,4%

Bitcoin

BTC/USD 45.468,51 -1,9% 44.963,01 46.712,26 +56,5%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 69,09 69,25 -0,2% -0,16 +43,4%

Brent/ICE 71,43 71,44 -0,0% -0,01 +40,2%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.751,68 1.751,65 +0,0% +0,03 -7,7%

Silber (Spot) 23,42 23,53 -0,4% -0,10 -11,3%

Platin (Spot) 1.016,80 1.021,85 -0,5% -5,05 -5,0%

Kupfer-Future 4,40 4,37 +0,8% +0,03 +24,8%

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Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/cln

(END) Dow Jones Newswires

August 12, 2021 06:53 ET (10:53 GMT)

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