MÄRKTE EUROPA/Ruhe vor US-Zinsentscheid - BASF mit Hochstufung


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FRANKFURT (Dow Jones)--Wenig verändert sind Europas Börsen am Mittwoch in den Handel gestartet. Vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank am Abend werde nicht mehr viel passieren, heißt es im Handel. Im DAX zeigen sich daher die meisten Aktien nur mit Kursänderungen im Null-Komma-Berich. Viele Kursbewegungen im Tagesverlauf dürften daher eher mit dem Großen Verfalltag an den Terminbörsen am Freitag in Zusammenhang stehen. Der DAX notiert 0,1 Prozent höher bei 16.812 Punkten, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,2 Prozent nach oben auf 4.545 Punkte

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Nach den US-Inflationsdaten vom Vortag herrscht weiter gute Laune an den Märkten. Dazu hatte US-Finanzministerin Janet Yellen auch von guten Aussichten für einen weiteren Rückgang der Inflation und gleichzeitig einer Sanften Landung der US-Wirtschaft gesprochen. Enttäuschungen bei der Fed-Sitzung dürfen daher von vielen Investoren begrüßt werden, die noch nicht im Markt sind und günstige Einstiegspunkte suchen.

Viele Warnungen vor Leichtfertigkeit bei US-Zins

Mittlerweile häufen sich allerdings die Warnzeichen, dass der Markt zu selbstsicher in den Fed-Entscheid geht. Viele Strategen wie von BNY Mellon, Blackrock und anderen hatten betont, dass die Fed deutlich hawkishere Aussagen machen werde, als der Markt vor allem an den Anleihemärkten bereits eingepreist habe. Eine Inflation von 4 Prozent in der Kernrate lasse noch lange nicht auf Zinssenkungen hoffen.

Dazu sieht auch der Chef von Vermögensverwalter deVere Group, Nigel Green, Zeichen von übertriebenem Selbstvertrauen an den Börsen im Vorfeld der US-Zinsentscheidung. Die Inflation sei hartnäckig: "Die Fed dürfte nicht das Risiko eingehen wollen, die Kehrtwende ihrer Politik zu früh mit Zinssenkungen einzuleiten".

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Und Anlagestratege Ulrich Stephan von der Deutschen Bank erwartet Druck auf die US-Staatsanleihen nach den Notenbank-Aussagen. Die Fed dürfte "verfrühten Zinssenkungsfantasien der Märkte eine klare Absage" erteilen. Deshalb dürften die Marktteilnehmer nach der Fed-Sitzung die für 2024 eingepreisten Zinssenkungen teilweise wieder auspreisen, so seine Erwartung.

Wenig los bei Einzelaktien - BASF mit Hochstufung vorn

Die guten Vorlagen der US-Technologiewerte stützen den Sektor auch in Europa. Er ist mit 0,6 Prozent Plus mit an der Spitze. Die Branchentitel dürften auch vom erneuten Abwärtsschub bei den Ölpreisen profitieren, da dieser das Zinsumfeld entspanne, heißt es im Handel. Umgekehrt werden die Öl- und Gasaktien weiter links liegen gelassen, hier verliert der Sektor 0,4 Prozent.

Zu Einzelaktien gibt es wenig Nachrichten, aber auch kaum Interesse von Anlegern. Ohne Kenntnis der künftigen Leitzinsen bei Fed und EZB könnten Gewinnerwartungen ohnehin nicht korrekt diskontiert werden, heißt es.

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Wie bereits an den Vortagen führen daher Umstufungen durch Analysten zu besonders auffallenden Ausschlägen: So sind BASF mit 3,6 Prozent Plus einsamer Spitzenreiter im DAX. Hier hat die UBS die Aktien gleich doppelt hochgestuft von "Sell" auf "Buy". MTU erholen sich um weitere 1,1 Prozent von dem Kurseinbruch am Vortag. Analysten wie von der Citigroup hatten ihn als übertrieben bezeichnet.

In Madrid legt die Modekette Inditex um 1,0 Prozent zu. Hier hat sich das Wachstum weiter beschleunigt. Der Umsatz wuchs in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs um 14,9 Prozent. Den Ausblick für die Bruttomarge hat das Unternehmen nun nach oben genommen, es rechnet mit einer 75 Basispunkte höheren Marge. Morgan Stanley hatte für die Bruttomarge im Gesamtjahr ein Plus von 54 Basispunkte erwartet.

Meyer Burger zeigen sich in einem volatilen Handel aktuell kaum verändert. Die Aktien von Europas letztem Solarmodul-Hersteller profitieren von der Einigung im Haushaltsstreit in Berlin. Damit könnten auch die versprochenen Hilfen fließen, mit denen die Energiewende weniger abhängig von China gemacht werden soll

Bei Fraport wird der Anstieg der Aktivitäten im November positiv registriert, die Aktien klettern um 1,2 Prozent. Zum einen stieg das Passagieraufkommen um 12,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. "Positiv ist aber auch das anziehende Frachtgeschäft", so ein Marktteilnehmer. Dieses legte um 6 Prozent zu.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 4.545,13 +0,2% 8,52 +19,8%

Stoxx-50 4.076,90 +0,1% 4,48 +11,6%

DAX 16.812,36 +0,1% 20,62 +20,8%

MDAX 26.631,68 +0,2% 48,88 +6,0%

TecDAX 3.291,42 +0,1% 2,85 +12,7%

SDAX 13.184,34 +0,3% 39,00 +10,6%

FTSE 7.557,01 +0,2% 14,24 +1,2%

CAC 7.563,36 +0,3% 19,81 +16,8%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite 2,20 -0,02 -0,37

US-Zehnjahresrendite 4,19 -0,02 +0,31

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:38 Di, 18:30 % YTD

EUR/USD 1,0790 -0,1% 1,0788 1,0794 +0,8%

EUR/JPY 157,39 +0,2% 157,32 157,21 +12,1%

EUR/CHF 0,9452 +0,0% 0,9446 0,9451 -4,5%

EUR/GBP 0,8609 +0,2% 0,8609 0,8595 -2,7%

USD/JPY 145,87 +0,3% 145,84 145,64 +11,3%

GBP/USD 1,2533 -0,3% 1,2531 1,2559 +3,6%

USD/CNH (Offshore) 7,1974 +0,1% 7,1982 7,1964 +3,9%

Bitcoin

BTC/USD 41.161,51 -0,2% 41.139,15 40.957,49 +148,0%

ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 68,21 68,61 -0,6% -0,40 -11,2%

Brent/ICE 72,62 73,24 -0,8% -0,62 n.def.

GAS VT-Settlem. +/- EUR

Dutch TTF 35,06 34,86 +0,6% +0,20 -58,7%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.979,72 1.979,54 +0,0% +0,18 +8,6%

Silber (Spot) 22,69 22,76 -0,3% -0,07 -5,3%

Platin (Spot) 931,05 933,50 -0,3% -2,45 -12,8%

Kupfer-Future 3,78 3,79 -0,0% -0,00 -0,7%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mod/ros

(END) Dow Jones Newswires

December 13, 2023 03:35 ET (08:35 GMT)

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Datum Rating Analyst
24.09.26 BASF Underweight JP Morgan Chase & Co.
22.09.26 BASF Outperform Bernstein Research
11.09.26 BASF Underweight JP Morgan Chase & Co.
04.08.26 BASF Underweight JP Morgan Chase & Co.
30.07.26 BASF Hold Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)

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