MÄRKTE EUROPA/Schwächer - "DAX kommt mit blauem Auge davon"


DOW JONES--Die Eskalation im Nahen Osten führt auch am Freitagnachmittag zu schwachen Kursen an den europäischen Börsen. Die Marktreaktionen sind aber deutlich gedämpfter als noch in der Nacht befürchtet worden war. "Der DAX kommt mit einem blauen Auge davon", so ein Marktteilnehmer. Die Ölpreise legen um rund 6 Prozent zu, in der Nacht waren sie aber schon zweistellig gestiegen. Die Anleihenmärkte verzeichnen zwar deutliche, aber keine außerordentlich starken Gewinne. Der Goldpreis steigt um 1,6 Prozent. Auf der Aktienseite fällt der DAX um 1,3 Prozent auf 23.467 Punkte, der Euro-Stoxx-50 gibt um 1,5 Prozent auf 5.282 Punkte nach. "Es gibt keine Panik, das ist ein gutes Zeichen", sagt ein Händler.

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Die Frage ist laut Marktteilnehmern, welche Optionen die Führung um Chamenei nun noch hat. Für weitere Unruhe an den Märkten würde besonders ein Sperren der Straße von Hormus sorgen. Ob das iranische Militär dazu überhaupt noch in der Lage ist, werden die nächsten Tage zeigen. Ein Unterbrechen der Ölversorgung würde an den Börsen eine weitere Abwärtswelle auslösen. Sollte sich der Iran dagegen weiter als zahnloser Tiger erweisen, dürfte es tendenziell eher seitwärts gehen. Sollte gar das Mullah-Regime als Folge einer weiteren Niederlage von einem Aufstand hinweggespült werden, wäre ein permanenter Unruheherd beseitigt mit positiven Folgen für den Ölpreis und die Märkte, wie ein Marktteilnehmer sagt.

Wenn fundamental nur Spekulationen den Weg weisen können, bleibt der Blick auf die Charts. Hier ist das Bild relativ klar: Ein nachhaltiger Rutsch unter 23.200 eröffnet mittelfristig mindestens weitere 1.000 Punkte Abwärtspotenzial. In den Blick geraten dann die offenen Gaps oder Chartlücken bei 22.800, 22.600 und vielleicht auch 21.500. Auf der Oberseite liegt nun bei 23.900 bis 24.000 Punkten eine erste Widerstandszone, die den Weg zum Allzeithoch versperrt.

Ölpreis belastet Fluglinien

Kursgewinner bei Europas Branchen sind die Energie-Werte mit 1,3 Prozent Plus. BP steigen um 2,4 Prozent, Shell um 1,8 Prozent und Totalenergies um 1,2 Prozent. Im Fahrwasser sind auch ausgewählte Versoger gefragt, so RWE, die um 0,9 Prozent steigen oder Engie mit einem Plus von 1,3 Prozent.

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Kursverlierer sind wie erwartet die Aktien der Fluglinien. Der Sektor fällt um 2,2 Prozent. Die Schwergewichte wie Lufthansa, Air France-KLM und IAG geben bis zu 5 Prozent nach. Tui fallen um weitere 2,8 Prozent, Fraport trotz relativ guter Verkehrzahlen um 3,7 Prozent.

Unter Druck stehen auch die Autotitel, deren Stoxx-Branchenindex knapp 2 Prozent nachgibt. VW, Mercedes-Benz, BMW und Porsche AG verlieren zwischen 2 und 2,5 Prozent, Stellantis geben in Paris 2,7 Prozent ab.

Kursgewinner in Europa sind auch ausgewählte Rüstungswerte. Für Rheinmetall im DAX geht es 2,3 Prozent höher, für Renk im MDAX um 1,5 Prozent.

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Wie der Index der Versorger kann sich auch der Stoxx-Index der Pharmawerte relativ gut halten. Hier gewinnen Novo Nordisk 1 Prozent auf 524,50 Kronen. Der Konzern spricht von einem weiteren Erfolg bei der Bekämpfung von Adipositas. Zudem hat die UBS laut Händlern ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 700 Kronen bekräftigt.

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zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 5.281,68 -1,5% -79,14 +9,5%

Stoxx-50 4.523,69 -0,9% -38,81 +5,9%

DAX 23.466,69 -1,3% -304,76 +19,4%

MDAX 29.714,59 -1,6% -487,11 +18,0%

TecDAX 3.809,02 -1,3% -51,72 +13,0%

SDAX 16.721,63 -1,1% -185,39 +23,3%

CAC 7.673,62 -1,2% -91,49 +5,2%

SMI 12.158,42 -1,3% -164,98 +6,2%

ATX 4.341,57 -1,1% -47,31 +19,8%

DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Mi, 18:10 % YTD

EUR/USD 1,1519 -0,6% 1,1588 1,1486 +11,9%

EUR/JPY 166,00 -0,2% 166,37 166,00 +2,1%

EUR/CHF 0,9365 -0,3% 0,9391 0,9415 +0,1%

EUR/GBP 0,8512 +0,0% 0,8510 0,8479 +2,8%

USD/JPY 144,11 +0,4% 143,57 144,52 -8,8%

GBP/USD 1,3532 -0,6% 1,3617 1,3547 +8,8%

USD/CNY 7,1762 +0,1% 7,1670 7,1856 -0,6%

USD/CNH 7,1862 +0,2% 7,1717 7,1968 -2,2%

AUS/USD 0,6482 -0,7% 0,6530 0,6517 +5,6%

Bitcoin/USD 105.048,50 -0,9% 105.996,50 109.400,55 +12,2%

ROHOEL zuletzt VT-Schluss +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 72,96 68,95 +5,8% 4,01 -5,2%

Brent/ICE 74,14 70,34 +5,4% 3,80 -7,1%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold 3.438,86 3.386,14 +1,6% 52,72 +29,0%

Silber 31,44 31,37 +0,2% 0,07 +12,5%

Platin 1.070,46 1.121,75 -4,6% -51,29 +28,1%

Kupfer 4,76 4,84 -1,6% -0,08 +17,9%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

(Angaben ohne Gewaehr)

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DJG/hru/cln

(END) Dow Jones Newswires

June 13, 2025 09:53 ET (13:53 GMT)

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25.09.26 Rheinmetall Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
21.09.26 Rheinmetall Outperform Bernstein Research
10.09.26 Rheinmetall Neutral JP Morgan Chase & Co.
01.09.26 Rheinmetall Buy Deutsche Bank AG
17.08.26 Rheinmetall Neutral JP Morgan Chase & Co.

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