MÄRKTE USA/Börsen dürften mit Aufschlägen starten
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NEW YORK (Dow Jones)--Nach den deutlichen Zugewinnen in der Vorwoche dürfte die Wall Street auch am Montag mit Aufschlägen eröffnen. Der Erholungskurs der vergangenen Handelstage dürfte sich damit fortsetzen. Der Future auf den S&P-500 legt vorbörslich um 0,5 Prozent zu. Am Devisenmarkt gibt der Dollar deutlich nach.
Im Fokus der Anleger stehen die mit Spannung erwarteten US-Verbraucherpreise für August, die am Dienstag veröffentlicht werden. Einige Ökonomen rechnen hier mit einem leichten Rückgang gegenüber dem Vormonat, was die Erwartung untermauern könnte, dass die Inflation in den USA ihren Höhepunkt erreicht hat. Die Daten dürften den weiteren Zinskurs der US-Notenbank mit beeinflussen, heißt es. Bei der Fed-Sitzung in der kommenden Woche wird mehrheitlich mit einer Zinserhöhung um 75 Basispunkte gerechnet.
"Der jüngste Optimismus der Märkte könnte auf die Hoffnung zurückzuführen sein, dass die Inflation in den USA bei der Veröffentlichung des Verbraucherpreisindex in dieser Woche zum zweiten Mal zurückgeht", so Ipek Ozkardeskaya, Senior Analystin bei Swissquote Bank in einer Notiz.
US-Notenbankpräsident Jerome Powell hatte bei seinen jüngsten Aussagen keinen Zweifel daran gelassen, dass die Fed solange am geldpolitischen Straffungskurs festhält, bis die Inflation zurückgeht. Auch andere Fed-Vertreter hatten sich zuletzt für einen weiter straffen Zinskurs ausgesprochen.
Konjunkturseitig stehen zu Wochenbeginn keine Veröffentlichungen auf der Agenda.
Dollar gibt deutlich nach
Am Devisenmarkt zeigt sich der Dollar deutlich schwächer. Der Dollar-Index fällt um 0,9 Prozent. Der Euro steigt zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit Mitte August und notiert mit 1,0148 Dollar wieder klar über der Dollar-Parität. Marktteilnehmer verweisen auf die allgemein gestiegene Risikoneigung, tun sich mit Begründungen aber etwas schwer. So bemühen die Analysten von MUFG die sinkenden Zinsdifferenzen zwischen Europa und den USA. Doch dürfte diese Überlegung den Dollar nicht nachhaltig schwächen. Denn die US-Notenbank werde weiter das Tempo der Zinserhöhungen vorgeben. Auch Devisenanalystin Esther Reichelt von der Commerzbank sieht an der zuletzt strafferen Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) eine Stütze des Euro.
Am Ölmarkt setzt sich die Aufwärtsbewegung bei den Preisen fort. Der Preis für die Sorte Brent erhöht sich um 0,8 Prozent, der WTI-Preis legt 0,5 Prozent zu.
Die Notierungen am Anleihenmarkt legen etwas zu. Die Rendite zehnjähriger Papiere sinkt im Gegenzug um 3,5 Basispunkte auf 3,28 Prozent.
Der Goldpreis legt mit dem schwächeren Dollar zu.
Disney mit Aufschlägen
Unter den Einzelwerten legen Walt Disney vorbörslich um 0,7 Prozent zu. Der aktivistische Investor Dan Loeb hat bei Disney eine Kehrtwende vollzogen. Via Twitter signalisierte er, dass er den US-Unterhaltungskonzern nicht mehr dazu drängen will, seinen populären Sport-TV-Sender ESPN abzuspalten. Zuvor hatte Disney-CEO Bob Chapek in Interviews gesagt, dass er ESPN als großen Wachstumsmotor sieht und als wichtigen Teil des Unterhaltungsangebots des Konzerns.
Der Industriekonzern General Electric (+0,7%) kommt mit der Abtrennung seines Medizintechnikgeschäfts voran. Wie das Unternehmen mitteilte, soll der Bereich Healthcare in der ersten Januarwoche 2023 vom Konzern abgespalten werden. Zudem gab GE die Besetzung des Verwaltungsrats der neuen Einheit bekannt.
Nach Handelsende werden noch Zahlen von Oracle (+0,9%) für das erste Geschäftsquartal erwartet.
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US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 3,53 -2,9 3,56 279,8
5 Jahre 3,39 -4,2 3,44 213,4
7 Jahre 3,36 -3,4 3,40 192,5
10 Jahre 3,28 -3,5 3,31 176,7
30 Jahre 3,43 -1,9 3,45 152,8
DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:03 Fr, 17:04 % YTD
EUR/USD 1,0148 +0,6% 1,0084 1,0035 -10,8%
EUR/JPY 144,57 +0,6% 144,59 143,08 +10,5%
EUR/CHF 0,9666 -0,1% 0,9682 1,0394 -6,8%
EUR/GBP 0,8683 +0,1% 0,8683 0,8669 +3,3%
USD/JPY 142,46 +0,0% 143,11 142,57 +23,8%
GBP/USD 1,1688 +0,5% 1,1616 1,1574 -13,6%
USD/CNH (Offshore) 6,9159 -0,2% 6,9412 6,9383 +8,8%
Bitcoin
BTC/USD 22.240,57 +3,3% 21.752,69 21.070,75 -51,9%
ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 87,24 86,79 +0,5% +0,45 +22,9%
Brent/ICE 93,61 92,84 +0,8% +0,77 +26,6%
GAS VT-Settlem. +/- EUR
Dutch TTF 190,80 207,09 -7,9% -16,29 +238,6%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.729,23 1.716,71 +0,7% +12,53 -5,5%
Silber (Spot) 19,48 18,85 +3,3% +0,63 -16,5%
Platin (Spot) 897,33 885,25 +1,4% +12,08 -7,5%
Kupfer-Future 3,62 3,58 +1,3% +0,05 -18,2%
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/err/thl
(END) Dow Jones Newswires
September 12, 2022 08:40 ET (12:40 GMT)
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