MÄRKTE USA/Dow und Co setzen Talfahrt ungebremst fort


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Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--Die Sorge vor schwerwiegenden Folgen des Kriegs im Iran auf die weltweite Inflation und das Wachstum hat am Freitag and er Wall Street erneut für starke Verkäufe am Aktienmarkt gesorgt. Zugleich stiegen die Ölpreise auf dem bereits massiv erhöhten Niveau kräftig, die Renditen am Anleihemarkt erreichten das höchste Niveau seit rund acht Monaten.

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Marktteilnehmer sprachen von einer verworrenen Nachrichtenlage zu den Friedensbemühungen, die zudem keine Entwicklung zeigten. Die Unsicherheit an den Finanzmärkten über den Fortgang des Konflikts und damit dessen Folgen für Energiepreise, Lieferketten, Inflation und Geldpolitik nahm somit eher noch zu. Zwar hatte US-Präsident Trump die Angriffe auf iranische Energieanlagen erneut ausgesetzt und räumt nun eine Frist bis zum 6. April ein, angeblich weil der Iran darum gebeten habe und weil man gute Gespräche führe. Der Iran dementiert solche Gespräche aber weiterhin.

Der Dow-Jones-Index verlor 1,7 Prozent auf 45.167 Punkte. Der S&P-500 kam ebenfalls um 1,7 Prozent zurück, der Nasdaq-Composite um 2,1 Prozent nach. Alle Indizes gingen nahe ihrer Tagestiefs ins Wochenende. Nach ersten Angaben gab es an der Nyse 565 (Donnerstag: 777) Kursgewinner, 2.209 (1.998) -verlierer und 40 (40) unveränderte Aktien.

"Die diplomatische Dissonanz beunruhigt", kommentierte Doug Beath, globaler Aktienstratege beim Wells Fargo Investment Institute. Und Jim Bianco, Präsident und Makrostratege bei Bianco Research, befand: "Nur wenn die Iraner sagen, dass die Gespräche gut laufen, wird das die Märkte beeinflussen."

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Zusätzlich drückten Berichte über die mögliche Entsendung von bis zu 10.000 US-Soldaten in den Nahen Osten auf die Stimmung. Daran änderte auch nichts, dass Außenminister Rubio sagte, die unveränderten US-Ziele seien auch "ohne jegliche Bodentruppen" zu erreichen. Auch dass laut Rubio der Krieg "in Wochen, nicht Monaten" abgeschlossen werde, beruhigte die Gemüter nicht.

Angesichts der weiter weitgehend geschlossenen Seestraße von Hormus kamen von den Ölpreisen keinerlei Entspannungssignale, im Gegenteil: Der Brent-Ölpreis verteuerte sich zum Vortag um 4,8 Prozent auf über 113 Dollar und näherte sich wieder dem Hoch seit Ausbruch des Krieges bei 120 Dollar.

Der Dollar baute als "sicherer Hafen" die jüngsten Gewinne noch etwas aus, zusätzlich gestützt von den kräftig gestiegenen Marktzinsen. Der Euro kostete zuletzt 1,1517 Dollar. Der Goldpreis machte die starken Vortagesverluste fast vollständig wieder wett, ungeachtet des höheren Dollar und der steigenden Marktzinsen, die in der Regel eher belasten. Möglicherweise sei das Edelmetall als sicherer Hafen wieder entdeckt worden so Beobachter. Die Feinunze verteuerte sich um 130 Dollar auf 4.510 Dollar.

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Am Anleihemarkt stieg die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen auf ihren höchsten Stand seit acht Monaten - getrieben von Inflations- und Zinserhöhungsängsten. Sie kletterte um 2 Basispunkte auf 4,44 Prozent, im Tageshoch waren es 4,48 Prozent.

Am Aktienmarkt wurden mit den hohen Öl- und Gaspreisen wie schon am Vortag Titel aus dem Energiesektor gekauft, ihr Subindex stieg um 2,0 Prozent. Gemieden wurden wegen der durch den Ölpreisschub eingetrübten Konjunkturaussichten Aktien zyklischer Branchen.

Unity Software machten gegen den sehr schwachen Markt einen Satz um 13,5 Prozent. Der Videospielentwickler hatte starke Geschäftszahlen vorgelegt und angekündigt, das Portfolio neu auszurichten und sich aus bestimmten Geschäftsbereichen zurückzuziehen.

Netflix kamen mit einem Miniplus davon, nachdem der Streaminganbieter Preiserhöhungen angekündigt hatte. Dazu kam ein höheres Kursziel durch Oppenheimer als Unterstützung.

Tesla fielen um 2,8 Prozent und setzten damit ihre fünf Wochen andauernde Verlustserie fort. Seit das Unternehmen starke Ergebnisse für das vierte Quartal gemeldet hat, warten Investoren auf einen neuen Impuls - etwa durch die Expansion des Robo-Taxi-Geschäfts oder die Vorstellung der dritten Generation des humanoiden Roboters Optimus.

Meta Platforms büßten weitere 4,0 Prozent ein dem verlorenen und potenziell wegweisenden Social-Media-Prozess. Alphabet verloren 2,4 Prozent. Beide Unternehmen wollen gegen das Urteil vorgehen, wonach ihre Plattformen süchtig machten und psychische Belastungen verursachten.

Carnival rutschten nach einer gesenkten Gewinnprognose des Kreuzfahrtenbetreibers um 4,3 Prozent ab.

INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

DJIA 45.167,44 -1,7 -792,67 45.960,11

S&P-500 6.368,86 -1,7 -108,30 6.477,16

NASDAQ Comp 20.948,36 -2,1 -459,72 21.408,08

NASDAQ 100 23.132,77 -1,9 -454,22 23.587,00

US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief

2 Jahre 3,90 -0,08 4,03 3,90

5 Jahre 4,06 -0,03 4,15 4,06

10 Jahre 4,43 +0,02 4,48 4,40

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Do, 18:40 Uhr

EUR/USD 1,1516 -0,1 -0,0010 1,1526 1,1529

EUR/JPY 184,43 +0,1 0,2500 184,18 184,1600

EUR/CHF 0,9198 +0,4 0,0034 0,9164 0,9163

EUR/GBP 0,8675 +0,3 0,0029 0,8646 0,8646

USD/JPY 160,13 +0,2 0,3300 159,8 159,7000

GBP/USD 1,3271 -0,4 -0,0058 1,3329 1,3336

USD/CNY 6,9116 +0,0 0,0009 6,9107 6,9107

USD/CNH 6,919 +0,0 0,0006 6,9184 6,9202

AUS/USD 0,6872 -0,2 -0,0012 0,6884 0,6893

Bitcoin/USD 66.025,30 -4,3 -2.943,10 68.968,40 68.964,85

ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 99,85 +5,7 5,37 94,48

Brent/ICE 113,79 +5,4 5,78 108,01

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.513,13 +3,1 134,12 4.379,01

Silber 69,97 +2,9 1,94 68,03

Platin 1.868,35 +2,2 41,10 1.827,25

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos

(END) Dow Jones Newswires

March 27, 2026 16:08 ET (20:08 GMT)

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24.09.26 Meta Platforms (ex Facebook) Overweight JP Morgan Chase & Co.
24.09.26 Meta Platforms (ex Facebook) Outperform RBC Capital Markets
23.09.26 Meta Platforms (ex Facebook) Outperform RBC Capital Markets
22.09.26 Meta Platforms (ex Facebook) Overweight JP Morgan Chase & Co.
22.09.26 Meta Platforms (ex Facebook) Buy Jefferies & Company Inc.

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