MÄRKTE USA/Microsoft dürfte Wall Street Dämpfer verpassen


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NEW YORK (Dow Jones)--Seit dem Vortag ist die Luft an der Wall Street raus. Der Aktienterminmarkt lässt auf einen schwächeren Handelsbeginn am Kassamarkt schließen. Damit dürften sich die Gewinnmitnahmen ausweiten. Belastet wird die Stimmung von der aktuell eher mau verlaufenden Berichtsperiode. Microsoft reiht sich in den Reigen eher mäßiger Geschäftsberichte ein, der Kurs verliert vorbörslich 2,7 Prozent. Der Software-Gigant verbuchte im zweiten Geschäftsquartal das schwächste Wachstum seit sechs Jahren. Der Konzern verfehlte mit Umsatz und Ergebnis die Erwartungen, nur das Cloud-Geschäft überzeugte. Besonders kritisch sehen Marktteilnehmer den verhaltenen Ausblick, das Unternehmen warnte vor einer nachlassenden Nachfrage. Damit rückten auch wieder Rezessionsängste ins Bewusstsein der Anleger.

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Die Microsoft-Kommentare könnten die Technologie-Bullen ins Grübeln über die jüngste Rally bringen, sagt ein Händler. Zudem wurde bekannt, dass Microsoft aktuell mit massiven Problemen beim Zugang zu E-Mails über Outlook oder Teams-Videokonferenzen zu kämpfen hat. "In den vergangenen 24 Stunden war eine leichte Tendenz zu einer risikoarmen Stimmung zu beobachten, was zum Teil auf einige schwächer als erwartet ausgefallene Gewinnveröffentlichungen zurückzuführen ist, die die wachsende Besorgnis über eine mögliche Rezession in den USA verstärkten", sagt Marktstratege Jim Reid von Deutsche Bank.

Berichtsperiode mit mehr Schatten als Licht

Ebenfalls keine Freude kommt beim Geschäftsausweis von Boeing (-1,8%) auf. Zwar hat der Flugzeugbauer beim Cashflow die Wende geschafft, aber Anleger wollten Gewinne sehen, heißt es. Aber der Flugzeugbauer hat das vierte Quartal überraschend mit roten Zahlen beendet und auch die Umsatzerwartungen verfehlt.

Bei Abbott (-0,9%) belastet das Ausbleiben von Erlösen mit Corona-Tests und die Nachwirkungen der zeitweisen Schließung eines Werks für Säuglingsnahrung. Im Schlussquartal 2022 verbuchte der Gesundheitskonzern erhebliche Umsatzrückgänge. Auch der Gewinn sank deutlich, lag aber über den Erwartungen. Besser hält sich der Kurs von Merck & Co (-0,4%). Der Pharmakonzern berichtet über Erfolg und Misserfolg bei Studien zum Krebsmittel Keytruda. Der Konzern kündigte an, die Studienergebnisse zum Einsatz des Mittels gegen Gallengangskrebs bei den Zulassungsbehörden einzureichen.

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Mit einem Anstieg um 1,8 Prozent reagiert die Aktie von AT&T positiv auf die Viertquartalszahlen. Die Gesellschaft hat mehr verdient als an der Markt erwartet hatte. Auch der wichtigste Faktor für den Telekomkonzern, der freie Cashflow, fiel höher als gedacht aus.

Texas Instruments übertraf mit Gewinn und Umsatz im vierten Quartal die allerdings bereits niedrigen Erwartungen, wobei beide Kennziffern im Vergleich zum Vorjahresquartal rückläufig waren. Mit dem Ausblick bewegte sich das Unternehmen innerhalb der bereits kursierenden Prognosespannen. Der Kurs verliert 0,5 Prozent.

eHealth machen einen Satz um 16,4 Prozent, nachdem der Dienstleister für das Gesundheitswesen mit seinen Quartalszahlen früher gemachte Prognosen übertroffen hat. Daneben fiel auch der Ausblick besser als gedacht aus. Intuitive Surgical knicken um 9,3 Prozent ein. Das Medizintechnikunternehmen konnte im Berichtsquartal weniger Operationssysteme verkaufen und verfehlte sowohl mit einem gesunkenen Gewinn wie auch einem um 7 Prozent gestiegenen Umsatz die Konsensschätzungen knapp.

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Nach oben geht es mit den Kursen von News Corp und Fox, nachdem Rupert Murdoch, Executive Chairman von News Corp und Fox, seinen Versuch abgeblasen hat, die beiden Teile seines Medienimperiums zu fusionieren. Die A-Aktie von News Corp gewinnt 1,8, die B-Aktie 4 Prozent. Für Fox geht es um 1,8 bzw. 3,9 Prozent nach oben. News Corp ist die Muttergesellschaft von Dow Jones, zu der auch diese Nachrichtenagentur und das Wall Street Journal gehören.

Anleger schichten in Renten um

Am Rentenmarkt suchen Anleger angesichts des schwachen Sentiments in vermeintlicher Sicherheit ihr Heil. Steigende Notierungen drücken die Renditen - wohl auch, weil die US-Notenbank bei ihren Zinserhöhungen einen Gang zurückschalten will. Auch der Dollar profitiert vom gestiegenen Sicherheitsbedürfnis der Investoren, wenngleich auch nur leicht. Der Dollarindex gewinnt 0,1 Prozent. Bei Erdöl tut sich bislang wenig, hier könnten im Verlauf neue Lagerbestandsdaten in den USA für Impulse sorgen.

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US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 4,15 -5,7 4,21 -27,1

5 Jahre 3,55 -2,3 3,58 -44,6

7 Jahre 3,49 -1,7 3,51 -47,8

10 Jahre 3,43 -2,6 3,46 -44,8

30 Jahre 3,59 -1,7 3,61 -37,9

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:13 Uhr Di, 17:33 Uhr % YTD

EUR/USD 1,0874 -0,1% 1,0906 1,0880 +1,6%

EUR/JPY 141,32 -0,3% 142,18 141,35 +0,7%

EUR/CHF 1,0025 -0,2% 1,0068 1,0043 +1,3%

EUR/GBP 0,8832 +0,1% 0,8847 0,8825 -0,2%

USD/JPY 129,93 -0,2% 130,36 129,91 -0,9%

GBP/USD 1,2316 -0,1% 1,2326 1,2329 +1,8%

USD/CNH (Offshore) 6,7811 -0,0% 6,7665 6,7849 -2,1%

Bitcoin

BTC/USD 22.674,25 -0,4% 22.722,21 22.898,29 +36,6%

ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 80,32 80,13 +0,2% +0,19 -0,2%

Brent/ICE 86,23 86,13 +0,1% +0,10 +0,3%

GAS VT-Settlem. +/- EUR

Dutch TTF 56,21 58,27 -3,5% -2,06 -19,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.925,86 1.935,00 -0,5% -9,15 +5,6%

Silber (Spot) 23,39 23,73 -1,4% -0,33 -2,4%

Platin (Spot) 1.038,95 1.060,50 -2,0% -21,55 -2,7%

Kupfer-Future 4,23 4,25 -0,4% -0,02 +11,1%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/thl

(END) Dow Jones Newswires

January 25, 2023 08:56 ET (13:56 GMT)

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21.09.26 Microsoft Buy Jefferies & Company Inc.
10.09.26 Microsoft Outperform RBC Capital Markets
13.08.26 Microsoft Overweight JP Morgan Chase & Co.
03.08.26 Microsoft Buy Jefferies & Company Inc.
31.07.26 Microsoft Buy UBS AG

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