MÄRKTE USA/Wall-Street-Rally scheint mit schwachen Daten auszulaufen


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NEW YORK (Dow Jones)--Nach dem Januar-Einbruch an der Wall Street, dem schwärzesten Monat seit Pandemiebeginn, scheint die danach eingesetzte Rally am Mittwoch auszulaufen. Schwache ADP-Arbeitsmarktdaten dämpfen die Stimmung. Die schwache Entwicklung dürfte auf den Sonderfaktor Omikron zurückzuführen - und damit nur vorübergehend - sein. Der Fokus der US-Notenbank hat sich zudem zuletzt eindeutig auf das Thema Inflationsbekämpfung verschoben, daher dürften die Daten kaum Auswirkungen auf die Geldpolitik nach sich ziehen. Steigende Zinsen bei einer schwachen Arbeitsmarktentwicklung bezeichnen Händler als nicht sehr vorteilhaft.

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Der Dow-Jones-Index sinkt um 0,1 Prozent auf 35.382 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite klettern dagegen um 0,3 bzw. 0,4 Prozent. An der technologielastigen Nasdaq stützen deutliche Aufschläge der Google-Mutter Alphabet und des Halbleiterherstellers Advanced Micro Devices (AMD). Die Aussicht auf eine Straffung der Geldpolitik, die die Aktienkurse im Januar massiv belastet hatte, ist in den Hintergrund getreten.

"Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf den Unternehmensberichten und wir sehen starke Ergebnisse von großen Technologieunternehmen. Aber irgendwann könnte sich die Stimmung wieder auf Makrodaten und die Fed richten - wir denken, dass wir zwischen diesen beiden Polen hin- und herpendeln werden", sagt Investmentstratege Luc Filip von SYZ Private Banking. Für die Finanzmärkte bedeute das ein Mehr an Volatilität, ergänzt der Experte. Nach der Hälfte der Berichtssaison ist die Zahl der Unternehmen, die die Umsatz- und Gewinnerwartungen des Marktes an der Wall Street übertroffen haben, überdurchschnittlich hoch, wenn auch niedriger als zu Beginn des Aufschwungs, wie eine Analyse der Deutschen Bank veranschaulicht.

AMD und Alphabet haussieren

Der Dow wird vor allem durch Boeing (-1,2 Prozent) gebremst. Die von Boeing mit entwickelte Mond-Rakete wird nach Angaben der US-Weltraumbehörde NASA mit Verzögerung zur Startrampe in Florida rollen und dort getestet werden.

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Der Kurs von Alphabet springt um 8,7 Prozent nach oben, nachdem das Unternehmen erneut ein rasantes Wachstum vermeldet hat. Trotz des regulatorischen Drucks verdoppelte der Digitalkonzern den Gewinn im vergangenen Jahr nahezu.

Euphorisch aufgenommen werden auch Geschäftszahlen und Ausblick des Chipherstellers Advanced Micro Devices (AMD), dessen Aktie einen Satz um 7 Prozent macht. Die Aktie des Wettbewerbers Intel sinkt hingegen um 0,1 Prozent.

Paypal brechen dagegen um 25,1 Prozent ein. Der Bezahldienstleister verdiente im vierten Quartal 2021 etwas weniger als erwartet und lieferte einen enttäuschenden Ausblick auf das laufende Jahr. Mit einem Plus von 0,6 Prozent honorieren Anleger den Zahlenausweis von General Motors (GM). Der Gewinn des Automobilkonzerns ging im vierten Quartal nicht so stark zurück wie befürchtet.

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Licht und Schatten enthielten die Zahlen von Starbucks (-2,3 Prozent). Die Kaffeehauskette verzeichnete in ihrem ersten Geschäftsquartal zwar eine starke Umsatzentwicklung, doch enttäuschte der Gewinn. Als durchwachsen werden die Geschäftszahlen des Pharmakonzerns Gilead Sciences (-5,5 Prozent) eingestuft. Der Umsatz ging zwar nicht so stark zurück wie befürchtet, doch liegt der Gewinn unter den Erwartungen. Ausgerechnet der Umsatz mit "Remdesivir" zur Behandlung von Covid-19 ermäßigte sich. Wettbewerber Abbvie (+0,4 Prozent) hat dank einer guten Entwicklung in allen Segmenten im vierten Quartal den Gewinn stärker gesteigert als erwartet. Auch der Ausblick überraschte positiv.

Dollar im Abschwung - Euro fest

Die Stimmung für den Dollar hat sich gedreht. Der Dollar-Index büßt 0,5 Prozent und damit ziemlich deutlich ein. "Dafür gibt es im Wesentlichen zwei Gründe", sagt Ricardo Evangelista von Activtrades. Zum einen kehre die Risikobereitschaft an den Märkten zurück. Das mache den Dollar als so genannten sicheren Hafen weniger attraktiv. Und zum anderen dämpften Fed-Offizielle seit dem Wochenende die Spekulation um einen Zinsschritt um 50 Basispunkte im März.

Der Euro hat nach den Inflationsdaten für Januar aus der Eurozone die Marke von 1,13 US-Dollar zurückerobert und bewegt sich auf dem höchsten Stand seit einer Woche. Der nochmals beschleunigte Preisanstieg in der Eurozone über den Prognosen dürfte den Druck auf die am Donnerstag tagende EZB erhöhen, mit geldpolitischen Maßnahmen gegen die hohe Inflation vorzugehen.

Die Erdölpreise schießen mit neuen Schlagzeilen zur Förderpolitik der Gruppe Opec+ in die Höhe, kommen anschließend aber wieder deutlich zurück. Das Kartell hält an der geplanten Förderausweitung fest. Einige Marktteilnehmer hatten angesichts der Siebenjahreshochs der Preise und der starken Nachfrage auf eine stärkere Steigerung des Erdölangebots gesetzt. Nun wartet der Markt auf die Lagerbestandsdaten der US-Regierung am Nachmittag.

Am Rentenmarkt stützen die schwachen Arbeitsmarktdaten, die Renditen fallen. Der Goldpreis profitiert von der Dollar-Schwäche.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 35.382,91 -0,1% -22,33 -2,6%

S&P-500 4.561,18 +0,3% 14,64 -4,3%

Nasdaq-Comp. 14.405,46 +0,4% 59,46 -7,9%

Nasdaq-100 15.096,35 +0,5% 76,67 -7,5%

US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 1,14 -2,4 1,17 41,2

5 Jahre 1,60 -2,3 1,62 33,8

7 Jahre 1,73 -2,5 1,75 28,9

10 Jahre 1,77 -2,0 1,79 26,0

30 Jahre 2,10 -1,5 2,11 19,8

DEVISEN zuletzt +/- % Mi,8:30 Di, 17:47 % YTD

EUR/USD 1,1309 +0,3% 1,1278 1,1241 -0,5%

EUR/JPY 129,17 -0,1% 129,26 128,99 -1,3%

EUR/CHF 1,0397 +0,1% 1,0379 1,0376 +0,2%

EUR/GBP 0,8337 +0,0% 0,8332 0,8325 -0,8%

USD/JPY 114,23 -0,4% 114,73 114,76 -0,8%

GBP/USD 1,3564 +0,3% 1,3536 1,3501 +0,2%

USD/CNH (Offshore) 6,3639 -0,1% 6,3718 6,3723 +0,2%

Bitcoin

BTC/USD 37.745,38 -2,5% 38.379,41 38.957,41 -18,4%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 88,54 88,20 +0,4% 0,34 +18,2%

Brent/ICE 89,63 89,16 +0,5% 0,47 +15,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.802,13 1.801,09 +0,1% +1,04 -1,5%

Silber (Spot) 22,54 22,65 -0,5% -0,11 -3,3%

Platin (Spot) 1.036,30 1.030,45 +0,6% +5,85 +6,8%

Kupfer-Future 4,45 4,43 +0,4% +0,02 -0,3%

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/ros

(END) Dow Jones Newswires

February 02, 2022 10:07 ET (15:07 GMT)

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17.06.26 AMD (Advanced Micro Devices) Outperform Bernstein Research
01.06.26 AMD (Advanced Micro Devices) Overweight Barclays Capital
06.05.26 AMD (Advanced Micro Devices) Kaufen DZ BANK
06.05.26 AMD (Advanced Micro Devices) Buy Jefferies & Company Inc.