Iberdrola-Aktie fällt dennoch: Wachstum im zweiten Quartal - Energiekonzern kauft finnischen Netzbetreiber Caruna
Iberdrola baut seine Präsenz in Finnland mit einem milliardenschweren Zukauf aus und ist im zweiten Quartal wieder gewachsen.
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Wie der spanische Energiekonzern Iberdrola mitteilte, übernimmt er eine Mehrheit von 80 Prozent an dem wichtigsten finnischen Stromnetzbetreiber Caruna für 2,01 Milliarden Euro.
Die Caruna Group gehört derzeit einer niederländischen Gesellschaft, die von dem Ontario Teachers' Pension Plan und dem Finanzinvestor KKR kontrolliert wird.
Der Abschluss des Deals ist nach Genehmigung durch die Kartellbehörden für Ende des Jahres oder Anfang 2027 geplant. Die Hälfte des Kaufpreises wird bei Abschluss gezahlt, der Rest innerhalb von 30 Monaten danach.
Netzgeschäft treibt Energiekonzern Iberdrola an - Übernahme belastet Aktie
Der spanische Energiekonzern Iberdrola ist im zweiten Quartal wieder gewachsen. Der Umsatz kletterte in den drei Monaten bis Ende Juni im Jahresvergleich um fast zehn Prozent auf 10,45 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch in Bilbao mitteilte. Allerdings hatten Analysten mit einem stärkeren Plus gerechnet. Im ersten Quartal war der Erlös noch geschrumpft.
Gewinnseitig lief es für das Unternehmen noch besser. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg im zweiten Quartal um 13 Prozent auf knapp vier Milliarden Euro. Das war mehr, als Experten auf ihren Zetteln hatten. Dabei profitierte das Unternehmen von einem starken Stromnetzgeschäft.
Die Aktie verlor in Madrid zuletzt rund 1,2 Prozent. Analyst Fernando Garcia von der kanadischen Bank RBC verwies auf die Übernahme des finnischen Netzbetreibers Caruna. Diese erscheine ihm kostspielig. Die Spanier setzten wohl auf längerfristige Wertsteigerungen und auf eine Konsolidierung des finnischen Marktes. Am Vorabend hatte Iberdrola mitgeteilt, 80 Prozent an Finnlands größtem Stromverteilungsnetzbetreiber für 2 Milliarden Euro zu übernehmen.
Derweil bestätigte das Unternehmen das bei Vorlage der Zahlen zum ersten Quartal erhöhte Gewinnziel für 2026. Im laufenden Jahr will Iberdrola demnach den bereinigten Überschuss um mehr als 8 Prozent steigern. Im vergangenen Jahr hatten gut 6,2 Milliarden Euro zu Buche gestanden. In den ersten sechs Monaten erhöhte sich der bereinigte Nettogewinn um 8 Prozent auf 3,57 Milliarden Euro.
DOW JONES / BILBAO (dpa-AFX)
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| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 21.07.26 | Iberdrola SA Neutral | JP Morgan Chase & Co. | |
| 15.07.26 | Iberdrola SA Hold | Deutsche Bank AG | |
| 14.07.26 | Iberdrola SA Neutral | JP Morgan Chase & Co. | |
| 03.07.26 | Iberdrola SA Hold | Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank) | |
| 15.06.26 | Iberdrola SA Market-Perform | Bernstein Research |
