Trotz Nahost-Konflikt

JPMorgan sieht Rücksetzer durch Iran-Konflikt als Kaufchance - und favorisiert Aktien aus diesen Sektoren


JPMorgan sieht Rücksetzer durch Iran-Konflikt als Kaufchance - und favorisiert Aktien aus diesen Sektoren

Der Iran-Konflikt belastet die Börsen erneut. Dennoch sieht JPMorgan Kursrücksetzer als Kaufchance - vor allem bei Aktien aus ausgewählten Branchen.

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Aktien

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  • JPMorgan sieht Rücksetzer als Kaufchance
  • Starke Unternehmensgewinne stützen den Aktienmarkt
  • Aktien von Banken und Halbleitern im Fokus
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JPMorgan bleibt trotz der jüngsten geopolitischen Spannungen optimistisch für den Aktienmarkt. Nach Einschätzung der US-Großbank sollten Anleger Kursrücksetzer, die durch den Iran-Konflikt ausgelöst werden, weiterhin als Einstiegsgelegenheit nutzen. Entscheidend für den positiven Marktausblick seien vor allem die robusten Gewinnerwartungen der Unternehmen, berichtet Investing.com unter Berufung auf eine aktuelle Analyse der Bank.

Starke Unternehmensgewinne stützen den Aktienmarkt

Laut Investing.com sehen die von Mislav Matejka geführten JPMorgan-Strategen die Gewinnentwicklung der Unternehmen als wichtigsten Kurstreiber für die kommenden Monate. "Unser optimistischer Ausblick für 2026 stützte sich als einer der wesentlichen Treiber auf die starken Gewinnaussichten. Dies stand im Gegensatz zur Haltung vieler, die die Konsenserwartungen zu Jahresbeginn für zu hoch hielten," heißt es.

Besonders positiv bewerten die Experten, dass die Gewinnschätzungen für 2026 trotz der erneuten geopolitischen Unsicherheiten weiter nach oben angepasst wurden. Dieser Trend sei laut JPMorgan nicht nur auf Technologie- und Energieunternehmen beschränkt, sondern in nahezu allen Regionen und Branchen zu beobachten.

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Iran-Konflikt sorgt für Volatilität - JPMorgan bleibt gelassen

Die Strategen sehen die aktuellen Spannungen im Nahen Osten zwar als Belastungsfaktor, rechnen jedoch nicht mit einem nachhaltigen Ausverkauf an den Börsen. Laut Investing.com vertritt JPMorgan weiterhin die klare Haltung: "Der Iran-Konflikt flammt erneut auf, aber wir sind der Meinung, dass man die dadurch bedingten Kursrücksetzer weiterhin zum Zukaufen nutzen sollte. Dies entspricht unserer Haltung seit der zweiten Märzhälfte."

Nach Einschätzung der Bank preisen die Finanzmärkte geopolitische Risiken inzwischen zunehmend als vorübergehend ein. Hintergrund seien die starken Anreize aller Beteiligten, eine weitere Eskalation zu vermeiden.

Auch der Blick auf die Gewinnsaison stimmt die Analysten optimistisch. Während viele Marktbeobachter mit zu hohen Erwartungen rechnen, verweist JPMorgan darauf, dass die Gewinnprognosen in diesem Jahr - anders als in früheren Quartalen - vor Beginn der Berichtssaison sogar mehrfach angehoben wurden. Das erwartete mittlere Gewinnwachstum je Aktie (EPS) von rund acht Prozent in den USA und der Eurozone bezeichneten die Strategen laut Investing.com als "sehr erreichbar".

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Aktien von Banken und Halbleitern im Fokus

Zusätzlichen Rückenwind erwarten die Analysten von einer stabilen Konjunktur. Steigende OECD-Frühindikatoren, eine verbesserte Wirtschaftsdynamik in der Eurozone, ein wachsendes Kreditvolumen sowie robuste US-Arbeitsmarktdaten sprächen für weiteres Gewinnpotenzial - insbesondere in konjunktursensiblen Branchen.

Besonders positiv blickt JPMorgan auf den Bankensektor, der aus Sicht der Strategen starke Quartalsergebnisse liefern dürfte. Auch Halbleiterwerte könnten nach der jüngsten Schwächephase von steigenden Gewinnrevisionen profitieren, heißt es. Weniger attraktiv erscheint dagegen der Energiesektor, da dieser laut der Analyse inzwischen kaum noch Bewertungsreserven gegenüber möglichen Ölpreisschwankungen bietet.

Darüber hinaus erwartet JPMorgan, dass sich die Marktstärke künftig auf mehr Unternehmen als nur die großen Mega-Cap-Aktien ausweiten wird. Zwar dürften Anleger auch künftig mit erhöhter Volatilität rechnen müssen, einen länger anhaltenden Börsenabschwung hält die US-Bank nach Angaben von Investing.com derzeit jedoch für unwahrscheinlich.

Rücksetzer als Chance? Das sollten Anleger wissen

Für Anleger bedeutet die Einschätzung von JPMorgan, dass kurzfristige geopolitisch bedingte Kursrückgänge nicht zwangsläufig ein Signal zum Ausstieg sein müssen. Wer langfristig investiert und an die weiterhin positiven Gewinnperspektiven der Unternehmen glaubt, könnte Rücksetzer vielmehr als Gelegenheit nutzen, bestehende Positionen auszubauen oder neu einzusteigen. Gleichzeitig bleibt das Umfeld angesichts der geopolitischen Risiken volatil, weshalb eine breite Diversifikation und ein langfristiger Anlagehorizont weiterhin entscheidend sind.

Bettina Schneider, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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