Rheinmetall-Aktie unter Druck: Drastische Kurszielsenkung, Milliardenaufträge für die US-Konkurrenz
Berenberg hat Rheinmetall abgestuft und das Kursziel gesenkt. Analyst George McWhirter sieht die mittelfristigen Wachstumsperspektiven mit Unsicherheiten behaftet.
Werte in diesem Artikel
- Berenberg senkt das Rheinmetall-Kursziel um 580 Euro auf 1.020 Euro
- Analyst sieht zusätzliche Aufträge als Voraussetzung für Wachstum über 2030 hinaus
- US-Rüstungskonzerne erhalten Milliardenverträge für Raketenabwehrsysteme
Berenberg senkt Kursziel für Rheinmetall drastisch
Die Privatbank hat Rheinmetall von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 1.600 auf 1.020 Euro gesenkt. Die mittelfristigen Wachstumsperspektiven des Rüstungskonzerns und Automobilzulieferers seien mit Unsicherheiten behaftet, schrieb George McWhirter in einer am Freitag vorliegenden Studie. Es benötige deutlich mehr Aufträge, um auch über 2030 hinaus für Wachstum zu sorgen. Der Kursrückgang seit Jahresbeginn könne dies teilweise eingepreist haben.
US-Rüstungskonzerne erhalten Milliardenaufträge
Derweil unterstreichen neue Großaufträge in den USA die anhaltend hohen Investitionen in die Raketenabwehr. Raytheon, eine Tochter des US-Konzerns RTX, erhielt einen mehrjährigen Militärvertrag im Wert von bis zu 6,3 Milliarden US-Dollar zur Produktion und Wartung von Abfangraketen des Typs Standard Missile-3 Block IB. Das US-Verteidigungsministerium will damit seine Bestände an Raketenabwehrsystemen auffüllen und die Munitionsproduktion ausweiten. Bereits im Oktober hatte Raytheon einen Auftrag über bis zu 24,4 Milliarden Dollar für Standard-Missile-6-Abfangraketen erhalten. Lockheed Martin sicherte sich im Juli einen Patriot-Raketenvertrag im Wert von 58,6 Milliarden Dollar. Die US-Aufträge zeigen das Volumen der staatlichen Nachfrage nach Rüstungsgütern, sind jedoch keine Aufträge für Rheinmetall.
Rheinmetall-Aktie unter Druck
Im XETRA-Handel verliert die Rheinmetall-Aktie am Freitag zeitweise 1,09 Prozent auf 924,70 Euro. Die Konkurrenten RENK und HENSOLDT zeigen sich mit -0,01 Prozent auf 33,95 Euro und +0,78 Prozent auf 75,26 Euro uneinheitlich, RTX-Titel gewinnen nach einem deutlicheren Vortagesplus am Freitag vorbörslich an der NYSE zeitweise 0,37 Prozent auf 185 US-Dollar.
Claudia Stephan, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX Broker
Ausgewählte Hebelprodukte auf Rheinmetall
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf Rheinmetall
Der Hebel muss zwischen 2 und 20 liegen
Bildquellen: Tobias Arhelger / Shutterstock.com, Postmodern Studio / Shutterstock.com
