Nur 30 Meter Abstand: Boeing 737 von United entgeht Drohnen-Kollision
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Boeing 737 von United Airlines: Solch ein Flugzeug entging nur knapp einer Kollision. United Airlines Die Besatzung eines United-Fluges meldete kurz vor der Landung in Newark einen gefährlichen Zwischenfall. Eine Drohne flog nach Angaben der Piloten nur rund 30 Meter unter der Boeing 737.Das war knapp: Nur rund 30 Meter trennten eine Boeing 737 von United Airlines und eine Drohne. Zu dem Zwischenfall kam es am Freitag (26. Juni) im Endanflug auf den Flughafen Newark. «Wir hätten fast eine Drohne getroffen», meldete die Cockpitbesatzung anschließend der Flugsicherung. Die Luftfahrtbehörde FAA hat Ermittlungen aufgenommen.Betroffen war United-Flug UA1513 von Key West nach Newark. An Bord der Boeing 737-700 mit dem Kennzeichen N14731 befanden sich 106 Fluggäste sowie fünf Besatzungsmitglieder. Nach Angaben der Piloten flog die kreisrunde Drohne mit einem Durchmesser von rund einem Meter nur etwa 30 Meter unter dem Flugzeug. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die Boeing bereits im Endanflug auf die Landebahn und flog in einer Höhe von rund 2300 Fuß, also etwa 700 Metern. Wenige Minuten später landete sie sicher in Newark.Auch zweites Flugzeug von United Airlines meldete DrohnensichtungDer Vorfall könnte kein Einzelfall gewesen sein. Etwa zur gleichen Zeit meldete auch die Besatzung eines United-Express-Fluges im Anflug auf Newark eine Drohne. Sie soll sich in rund 2000 Fuß (etwa 610 Metern) Höhe befunden haben. Ob beide Crews dasselbe Fluggerät beobachteten, ist bislang unklar.Besonders brisant ist der Vorfall, weil sich der Flughafen Newark derzeit in einem Gebiet mit verschärften Drohnenbeschränkungen befindet. Nur rund 25 Kilometer entfernt werden Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft ausgetragen. Rund um die Stadien und die umliegenden Flughäfen gelten deshalb weitreichende Flugverbote für unbemannte Fluggeräte.Schäden durch Drohnen können gravierend seinNach Angaben der FAA gehen monatlich rund 100 Meldungen über Drohnen in der Nähe amerikanischer Flughäfen ein. Allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres meldeten Pilotinnen und Piloten bereits 319 Sichtungen. Nur selten kommt es tatsächlich zu einer Kollision oder zu Ausweichmanövern. Das Risiko ist dennoch erheblich, gerade wenn eine Drohne so nah an ein Flugzeug heran gerät. Besonders während Start und Landung könnten Drohnen bei einem Zusammenstoß Triebwerke, Cockpitscheiben oder Tragflächen beschädigen.Wie gravierend selbst der Aufprall eines deutlich kleineren Gegenstands sein kann, zeigte ein Vorfall im vergangenen Oktober. Damals prallte ein Messgerät, das sich von einem Wetterballon gelöst hatte, gegen die Cockpitscheibe einer United-Maschine in rund 11.000 Metern Höhe. Die äußere und die innere Scheibe zerbarsten, der Kapitän wurde von Glassplittern verletzt. Nur die mittlere, besonders widerstandsfähige Scheibe hielt stand und verhinderte Schlimmeres. Eine Drohne ist deutlich größer und schwerer als ein solches Messgerät.Systeme von Flughäfen können Drohnen nicht außer Gefecht setzenDrohnen beschäftigen Flughäfen und Behörden deshalb zunehmend. Viele Airports verfügen inzwischen über Systeme, die unbemannte Fluggeräte erkennen können. Diese Technik ermöglicht zwar das Aufspüren von Drohnen, sie darf die Geräte jedoch in der Regel nicht selbst außer Gefecht setzen.Schön, dass Sie hier sind! Unsere Redaktion kennt die Branche, ihre Akteure und Zahlen – seit vielen Jahren. Wenn Sie uns unterstützen wollen, zahlen Sie weniger als für ein Getränk am Flughafen. Zudem lesen Sie werbefrei und stärken die unabhängige Berichterstattung. Jeder Beitrag zählt. Jetzt hier klicken und abonnierenWeiter zum vollständigen Artikel bei aeroTELEGRAPH
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Quelle: aeroTELEGRAPH