Pentixapharm: Milliardenpotenzial im Visier

01.07.26 14:47 Uhr

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Pentixapharm hat von der FDA grünes Licht für die zulassungsrelevante Phase-3-Studie für ein neues Diagnostikum erhalten, mit dem eine häufige, aber oft übersehene Ursache von Bluthochdruck erkannt werden kann. Eine Kapitalerhöhung soll den Weg für den nächsten Schritt ebnen.

Werte in diesem Artikel

Die Pentixapharm Holding AG entwickelt Radiopharmazeutika für Diagnostik und Therapie. Im Mittelpunkt steht eine Plattform rund um den Chemokinrezeptor CXCR4, der bei verschiedenen Erkrankungen eine wichtige Rolle spielt. Das Unternehmen verbindet damit bildgebende Diagnostik und perspektivisch auch eine zielgerichtete Radiotherapie. Nach der Abspaltung von Eckert & Ziegler und einer Portfoliobereinigung liegt der Fokus nun klar auf den aussichtsreichsten Entwicklungsprogrammen.

FDA-Freigabe als wichtiger Meilenstein

Der aktuell wichtigste Werttreiber ist PentixaFor, für dessen zulassungsrelevante Phase-3-Studie die US-Arzneimittelbehörde FDA soeben grünes Licht gegeben hat. Damit kann die multizentrische Studie in den USA mit rund 270 Patienten im zweiten Halbjahr 2026 starten. Untersucht wird PentixaFor bei primärem Aldosteronismus, auch Conn-Syndrom genannt, einer häufigen, aber stark unterdiagnostizierten Ursache von Bluthochdruck. Dabei handelt es sich um eine hormonelle Störung der Nebennierenrinde. In etwa einem Drittel der Fälle ist diese auf einen gutartigen Tumor in einer Nebenniere zurückführen – wenn das so ist, kann mit einer Operation die Ursache des Bluthochdrucks beseitigt werden.

Eine große Verbesserung in drei Punkten 

Bislang kann der Turmornachweis aber nur mit einer invasiven Blutentnahme aus der Nebenniere erfolgen. Dieses Verfahren ist technisch anspruchsvoll und nur in spezialisierten Zentren verfügbar. PentixaFor soll dagegen eine nicht-invasive PET/CT-basierte Bildgebung ermöglichen. Das würde zahlreiche Vorteile bieten, denn die Untersuchung wäre schneller umsetzbar, schonender und günstiger.

Milliardenpotenzial

Bluthochdruck ist eine Massenkrankheit – allein in den USA gibt es nach Angaben von Pentixapharm 120 Mio. Betroffene, von denen bei mehr als 70 Prozent die Therapie nicht ausreichend anschlägt. Das ist die potenzielle Zielgruppe für eine Diagnostik mit PentixaFor. Das Unternehmen sieht daher ein mögliches Umsatzvolumen von über 1 Mrd. US-Dollar pro Jahr.

Auslizenzierung angestrebt

Auch bei Diagnostika ist die klinische Erprobung aufwendig und langwierig. Die Topline-Daten der Phase-3-Studie zu PentixaFor werden für 2028 erwartet, eine Zulassung ist bei einem positiven Verlauf dann 2030 denkbar. Auslizenzierungsabkommen sind aber schon im Vorfeld der Zulassung möglich und können substanzielle Upfront-Payments und Meilensteinzahlungen bringen.

Finanzkraft stärken

Um den Weg weiter zu beschreiten und die Finanzierung über das erste Quartal 2027 hinaus zu sichern – in etwa bis dahin dürfte voraussichtlich die aktuelle Liquidität von 5,2 Mio. Euro noch reichen –, wird aktuell eine große Bezugsrechtskapitalerhöhung im Verhältnis 9 zu 4 durchgeführt, mit der bis zu 11 Mio. Aktien platziert werden sollen. Der Platzierungskurs von 1,85 Euro bietet einen deutlichen Discount zum Kursniveau der Aktie, die von der positiven Entwicklung bei PentixaFor zuletzt deutlich profitiert hat.

Spannende Einstiegsgelegenheit

Damit bietet die Kapitalerhöhung eine neue Einstiegsgelegenheit. Naturgemäß sind bei einem Biotech-Unternehmen, das noch keine laufenden Erlöse erzielt und damit deutliche operative Verluste verzeichnet, auch die Risiken erhöht. Das gilt aber auch für die Chancen, wenn ein großes Projekt erfolgreich ist. Bei Pentixapharm ist dieses positive Szenario nun deutlich näher gerückt. Großaktionär Eckert & Ziegler bringt diesbezüglich sein Vertrauen zum Ausdruck und wird bei der Kapitalerhöhung voll mitziehen. Für Privatanleger ist vor allem der mögliche Überbezug interessant. Wer am 2. Juli die Aktie hält – und seien es auch nur ein paar Stücke –, kann eine beliebige Stückzahl ordern und auf eine größere Zuteilung zu 1,85 Euro spekulieren.

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Erstellung am 01.07.26 um 14:18 Uhr.

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