Pyramid: Wenn die Prognose eintritt…
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Pyramid hat in den letzten Jahren enttäuscht, was die Aktie stark belastet hat. Jetzt gibt es aber durchaus begründete Hoffnung auf Besserung, die ein hohes Kurspotenzial birgt.
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Pyramid hat die Erwartungen in den letzten Jahren enttäuscht, was aber vor allem an einer missglückten Übernahme lag. Ende 2021 wurde der Kauf der faytech AG vereinbart, deren Kerngeschäft im Bereich von Touch-Monitoren und PCs liegt. Das Geschäft hat sich im Nachgang aber nicht ansatzweise so entwickelt wie erhofft, da unter anderem ein großer Kunde verloren wurde, was nicht kompensiert werden konnte.
Schlussstrich gezogen
Damit ist faytech operativ zur Belastung geworden, weil diverse internationale Aktivitäten deutlich defizitär waren. Ende letzten Jahres wurde hier vom Pyramid-Management ein Schlussstrich gezogen und alles außer dem Europageschäft von faytech, das hohe Synergien zum Pyramid-Kerngeschäft bietet, verkauft.
2026 soll die Wende bringen
Pyramid konzentriert sich mit den faytech-Produkten, vor allem aber mit dem Kerngeschäft rund um Industrie-Server, Storage-Lösungen und Terminals, nun auf die wichtigsten europäischen Märkte. Und hat sich für das laufende Jahr die Ertragswende vorgenommen: Bei einem Umsatzanstieg von 75 Mio. Euro auf 87 bis 93 Mio. Euro soll das EBITDA von 2,1 Mio. Euro auf 4,2 bis 4,7 Mio. Euro mehr als verdoppelt werden.
Es gibt noch ein Problem
Eine ausreichende Nachfrage ist da, im ersten Quartal hat der Auftragseingang um 70 Prozent auf 26,9 Mio. Euro zugenommen. Doch es gibt noch einen Haken: Der starke Preisanstieg für einige IT-Komponenten durch den KI-Boom hat das Unternehmen im zweiten Halbjahr kostenseitig unter Druck gesetzt und auch dazu geführt, dass Kunden ihre Bestellungen teilweise verschieben. Deswegen gab es bislang nur relativ geringe Abrufe aus einem im letzten Oktober akquirierten großen Rahmenvertrag.
Emission zu niedrigem Kurs
Pyramid benötigte daher zusätzliche Liquidität, um die operative Belastung abzufedern und auch die Chance zu haben, bei guten Gelegenheiten größere Komponententranchen zu erwerben und auf Lager zu legen. Mit einem Kapitalschnitt wurde die Voraussetzung für eine Aktienemission geschaffen, am Ende konnte das Unternehmen so 5,5 Mio. Euro einwerben, allerdings zu einem niedrigen Bezugskurs von lediglich 1,38 Euro je Aktie.
Update in Kürze
Mit dem Abschluss der Maßnahme ist das Unternehmen finanziell wieder solide aufgestellt. Jetzt muss es dem Management gelingen, das Geschäft trotz angespannter Märkte für Komponenten auf Kurs Richtung Jahresprognose zu bringen. Weitere Informationen dazu dürfte es am 10. Juni geben, denn dann steht die m:access-Analystenkonferenz an, an der Pyramid teilnehmen wird. Kann das Management die Prognose bekräftigen, könnte das der Aktie ein großes Erholungspotenzial eröffnen. Denn derzeit beläuft sich die Marktkapitalisierung nur noch auf 13,3 Mio. Euro, was in Relation zu den Prognosewerten sehr günstig wirkt.
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Erstellung am 26.5.26 um 7:47 Uhr.
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