Qualitätsmängel schuld?

Zu kostspielig? Tesla streicht klammheimlich siebentägiges Rückgaberecht


Zu kostspielig? Tesla streicht klammheimlich siebentägiges Rückgaberecht

Einen Tesla bestellen, sieben Tage ausprobieren und bei Unzufriedenheit wieder zurückgeben - Teslas Rückgaberecht war in der Autobranche einzigartig. Doch damit scheint es nun vorbei.

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• Tesla lockte Käufer mit siebentägigem Rückgaberecht
• Über Nacht wird Angebot von Tesla-Webseite gestrichen
• Sind Qualitätsmängel schuld an dem Strategiewechsel?

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Das siebentägige Rückgaberecht hat den E-Autobauer Tesla lange Zeit von seinen Rivalen unterschieden. Dabei bewarb der Elektro-Pionier den Kauf eines Teslas mit der Möglichkeit, das Fahrzeug sieben Tage vollumfänglich testen und bei Bedarf "ohne Nachfragen" innerhalb dieser Woche wieder zurückgeben zu können - bei voller Erstattung des Kaufpreises.

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Tesla-Rückgaberecht nicht mehr verfügbar

Die einzigen Bedingungen für die Rücknahme bestanden darin, dass dem Fahrzeug kein Schaden zugefügt wurde und der Kilometerzähler weniger als 1.000 Meilen anzeigen musste. Doch damit scheint es nun vorbei zu sein. Wie das E-Autoportal Electrek herausfand, wird das Rückgaberecht seit Kurzem nicht mehr auf der Tesla-Webseite angeboten. Auf Rückfrage des Magazins hätten mit der Sache vertraute Personen berichtet, das Angebot würde nun nicht mehr zur Verfügung stehen.

Möchte man sich nun auf der Tesla-Webseite über ein mögliches Rückgaberecht informieren, wird man stattdessen auf eine allgemeine Kundensupport-Seite weitergeleitet. Wie Electrek mit Bezug auf Insider berichtet, würden unzufriedene Kunden mit Rückgabewunsch nun direkt an Teslas Service-Abteilung verwiesen. Mit der einfachen Rückgabe ohne Rechtfertigung ist es nun also vorbei.

Dabei wurde dieser Schritt ohne offizielle Mitteilung vollzogen. Allerdings ist es aufgrund der Tatsache, dass Tesla jüngst seine PR-Abteilung komplett auflöste, unwahrscheinlich, dass noch eine offizielle Stellungnahme herausgegeben wird.

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Ursachen für Strategiewechsel unklar

Warum genau sich der E-Autobauer zu der Aufhebung des Angebots veranlasst sah, ist unklar. Bislang wurde das siebentägige Rückgaberecht als Werbestrategie genutzt, um zu demonstrieren, dass man sich sicher ist, dass Tesla-Besitzer zufrieden mit ihren Fahrzeugen sind. Allerdings hat der Elektroauto-Pionier nie verraten, wie viele Käufer das Rückgaberecht seit dessen Einführung in Anspruch genommen haben.

Allerdings haben sich Tesla-Fahrer in der Vergangenheit schon häufiger über verschiedene Qualitätsmängel bei ihren Fahrzeugen beschwert. So wurde Tesla in Großbritannien gemäß einer Umfrage von Which?, bei der 47.000 Autobesitzer befragt wurden, zu einer der unzuverlässigsten Automarken gewählt. Dabei wurden insbesondere hohe Fehlerquoten und lange Werkstattaufenthalte insbesondere bei Neufahrzeugen bemängelt. Insbesondere die höherpreisigen Modelle S und X waren dabei schlecht davongekommen. Aber auch der günstigere Model 3 erhielt schlechte Noten aufgrund einer "allgemein niedrigeren Qualität". Es könnte demnach sein, dass das Rückgaberecht den E-Autobauer in der Vergangenheit teuer zu stehen kam und er sich daher gezwungen sah, seine Werbeaktion aufzugeben.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: JOHANNES EISELE/AFP/Getty Images, Nadezda Murmakova / Shutterstock.com

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28.09.26 Tesla Neutral JP Morgan Chase & Co.
25.09.26 Tesla Outperform RBC Capital Markets
24.09.26 Tesla Neutral UBS AG
04.09.26 Tesla Neutral JP Morgan Chase & Co.
04.09.26 Tesla Outperform RBC Capital Markets

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