Rheinmetall möchte schon bald Marschflugkörper produzieren


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UNTERLÜSS (dpa-AFX) - Deutschlands größte Waffenschmiede Rheinmetall steht in den Startlöchern, um Marschflugkörper mit recht großer Reichweite herzustellen. "Noch in diesem Jahr werden wir damit beginnen, Cruise Missiles für Deep-Strike-Operationen in Unterlüß zu fertigen", erklärt Konzernchef Armin Papperger im Manuskript einer Rede, die der Manager bei der Hauptversammlung der Firma am kommenden Dienstag halten möchte und die vorab auf der Firmen-Webseite publiziert wurde.

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Im niedersächsischen Unterlüß ist das größte Werk von Rheinmetall, dort arbeiten mehr als 4000 Beschäftigte. Bei den Marschflugkörpern möchte Rheinmetall mit der niederländischen Rüstungsfirma Destinus zusammenarbeiten, deren neues System Ruta 2 bei einer Nutzlast von 250 Kilogramm eine Reichweite von 700 Kilometern haben soll. Bei der Zielerkennung wird Künstliche Intelligenz genutzt. Das Vorgänger-Modell Ruta 1 ist nach den Worten von Papperger "schon erfolgreich gegen strategische russische Ziele in der Ukraine zum Einsatz" gekommen.

Andere Marschflugkörper von Destinus sind leichter und haben eine geringere Reichweite, eigenen Angaben zufolge stellt das in den Niederlanden angesiedelte Unternehmen pro Jahr bereits 2000 Marschflugkörper her. Nach dem Schulterschluss mit Rheinmetall könnte das Produktionsvolumen deutlich steigen.

Reichweite deutlich geringer als "Tomahawks"

Rheinmetall und Destinus hatten im April bekanntgegeben, in der zweiten Jahreshälfte ein Gemeinschaftsunternehmen namens "Rheinmetall Destinus Strike Systems" gründen zu wollen. Die Firma soll "fortschrittliche Raketensysteme herstellen, vermarkten und liefern", es gehe um Marschflugkörper und ballistische Raketenartillerie.

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Die niederländisch-deutschen Marschflugkörper könnten europäischen Nato-Staaten dabei helfen, der russischen Bedrohung eigene neue Waffensysteme entgegenzusetzen. Auf US-amerikanische Tomahawk-Mittelstreckenraketen wird Deutschland dabei wohl nicht mehr zählen können, entsprechende Pläne zur Stationierung solcher Waffensysteme in Deutschland aus dem Jahr 2024 wird die US-Regierung von Präsident Donald Trump womöglich beerdigen. Deren Reichweite wird mit bis zu 2500 Kilometer angegeben - das wäre deutlich weiter als die maximale Reichweite von Marschflugkörpern, die Destinus und Rheinmetall zusammen produzieren wollen./wdw/DP/men

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25.09.26 Rheinmetall Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
21.09.26 Rheinmetall Outperform Bernstein Research
10.09.26 Rheinmetall Neutral JP Morgan Chase & Co.
01.09.26 Rheinmetall Buy Deutsche Bank AG
17.08.26 Rheinmetall Neutral JP Morgan Chase & Co.

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