ROUNDUP 2: Shell verdient dank hoher Öl- und Gaspreise weiter hervorragend


Werte in diesem Artikel
Aktien

6.19 EUR -0.09 EUR -1.51 %

40.24 EUR -0.84 EUR -2.06 %

78.04 EUR -0.60 EUR -0.76 %

(Kurs aktualisiert)

LONDON (dpa-AFX) - Die wegen des Iran-Kriegs stark gestiegenen Öl- und Gaspreise lassen die Gewinne bei Shell (Shell (ex Royal Dutch Shell)) weiter sprudeln. Der Energiekonzern verdiente nach eigenen Angaben vom Donnerstag im zweiten Quartal so viel wie seit Beginn des Ukraine-Kriegs nicht mehr. Der bereinigte Nettogewinn sprang auf 9,8 Milliarden US-Dollar und lag damit mehr als doppelt so hoch wie ein Jahr zuvor, wie Shell in London mitteilte. Das Ergebnis übertraf die Erwartungen von Analysten und auch den Wert von 6,9 Milliarden Dollar aus dem ersten Quartal deutlich.

Werbung

Die Aktie gab nach einem guten Start in den Handelstag am Nachmittag leicht nach. Seit Jahresanfang hat sie aber fast um ein Viertel und damit in etwa so stark zugelegt wie die des britischen Konkurrenten BP. Noch deutlicher als die Papiere der beiden Unternehmen stieg der Kurs der Anteile des französischen Ölkonzerns TotalEnergies. Diese gewannen seit Jahresbeginn 35 Prozent. Damit zählen die Ölwerte 2026 zu den stärksten Titeln im europäischen Standardwerteindex Stoxx 50 (Stoxx Europe 50).

Neben höheren Öl- und Gaspreisen profitierte Shell vor allem von einem starken Handels- und Raffineriegeschäft. Der Konflikt im Nahen Osten beschert den großen Ölkonzernen derzeit einen kräftigen Schub, da die zusätzlichen Erträge aus Handel und Raffinerien die Belastungen durch mögliche Liefer- und Produktionsausfälle deutlich überwiegen.

Jefferies-Analyst Mark Wilson lobte die Quartalsbilanz der Briten und sprach von "durch die Bank starken und soliden Zahlen". Dabei hob er vor allem den Rekord in der Produktion in Brasilien, das profitable Chemikaliengeschäft und die Überauslastung der Kapazitäten hervor.

Werbung

Shell kündigte unterdessen das 19. Quartal in Folge den Beginn eines weiteren Aktienrückkaufprogramms über 3 Milliarden Dollar an und setzt zugleich auf den weiteren Abbau der Nettoverschuldung. Die Kosten sanken derweil im ersten Halbjahr um weitere 700 Millionen Dollar - seit 2022 seien inzwischen Einsparungen von 5,8 Milliarden Dollar erreicht, hieß es.

Nach Jahren des Sparens, der Verschlankung des Konzerns und hoher Ausschüttungen an die Aktionäre richtet sich der Blick der Investoren an der Börse nun aber zunehmend auf das künftige Wachstum. Konzernchef Wael Sawan muss zeigen, dass Shell seine langfristigen Öl- und Gasreserven wieder ausbauen kann und damit die Basis für die Förderung der kommenden Jahre sichert.

Im April hatte Shell hierzu die Übernahme des kanadischen Energiekonzerns ARC für 16,4 Milliarden Dollar angekündigt, die im dritten Quartal abgeschlossen sein soll. Damit dürfte das Wachstum in der Produktion bis zum Jahr 2030 auf 4 Prozent jährlich steigen, teilte der britische Ölmulti weiter mit. An den Ausgabeplänen für dieses Jahr ändert das Shell-Management derweil nichts: Für 2026 sind weiterhin Investitionen von 24 bis 26 Milliarden Dollar vorgesehen./tav/err/zb/he

Aktuelle Shell (ex Royal Dutch Shell) Aktie News

Werbung

Shell (ex Royal Dutch Shell) Analysen

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Shell (ex Royal Dutch Shell) nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
Datum Rating Analyst
14.09.26 Shell (ex Royal Dutch Shell) Buy Jefferies & Company Inc.
11.09.26 Shell (ex Royal Dutch Shell) Buy Goldman Sachs Group Inc.
08.09.26 Shell (ex Royal Dutch Shell) Overweight JP Morgan Chase & Co.
04.09.26 Shell (ex Royal Dutch Shell) Overweight Barclays Capital
04.09.26 Shell (ex Royal Dutch Shell) Sector Perform RBC Capital Markets

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.