Schneider Electric-Aktie fällt: Übernahme von Industrie-KI-Anbieter Cognite vollzogen

Der Technologiekonzern Schneider Electric verstärkt sich bei industrieller KI.
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Dafür übernimmt das Unternehmen für 3,1 Milliarden US-Dollar (rund 2,7 Mrd Euro) in bar den US-Software-Hersteller Cognite von Aker ASA und anderen Investoren. Das teilten die in Teilen mit dem deutschen Siemens-Konzern konkurrierenden Franzosen am Mittwoch mit. Cognite soll mit Schneiders eigenen Industriesoftwaregeschäft Aveva zusammengeführt werden. Deren Chef Caspar Herzberg erklärte, man habe schon seit Jahren ein Auge auf das Geschäft geworfen.
Schneiders Schritt erfolgt vor dem Hintergrund, dass europäische Hersteller zunehmend KI in ihren Fabriken einsetzen, um die Effizienz zu steigern und Prozesse zu optimieren. Auch Wettbewerber wie Siemens forcieren den Einsatz von Automatisierung und künstlicher Intelligenz in der Fertigung.
Cognite sitzt in Tempe, Arizona, und beschäftigt rund 800 Mitarbeiter und erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von mehr als 170 Millionen Dollar.
Auch wenn der Preis der Transaktion "Fragen aufwirft", füge sie sich in die Gesamtstrategie von Schneider Electric ein, so Bernstein-Analyst Alasdair Leslie.
Schneider liefert zunehmend Energie- und Kühllösungen für Rechenzentren, die wiederum die für den Ausbau der KI erforderliche Rechenleistung und Datenspeicherung bereitstellen.
RBC lässt Schneider Electric auf 'Outperform'
Die kanadische Bank RBC hat Schneider Electric auf "Outperform" mit einem Kursziel von 290 Euro belassen. Analyst Mark Fielding hält den angekündigten 3,1 Milliarden US-Dollar schweren Kauf des Industriesoftware-Unternehmens Cognite nicht für günstig. Er sei aber dennoch strategisch sinnvoll, schrieb er in einer ersten Reaktion am Dienstagabend. Mit einem Volumen von nur rund 1,5 Prozent des Börsenwerts von Schneider falle sie zudem "eindeutig in die Kategorie der 'Bolt-on'-Akquisitionen, also der Ergänzungskäufe und habe nur geringe Auswirkungen auf das Geschäft.
Die Aktie von Schneider Electric verliert an der Börse in Paris zeitweise 3,05 Prozent auf 276,70 Euro.
RUEIL-MALMAISON (dpa-AFX)
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Bildquellen: MIGUEL MEDINA/AFP/Getty Images