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HENSOLDT-Aktie mit Verlusten: BlackRock stockt Aktienanteil auf, Analysten bleiben uneins


HENSOLDT-Aktie mit Verlusten: BlackRock stockt Aktienanteil auf, Analysten bleiben uneins

Eine neue Stimmrechtsmitteilung zeigt, wie stark BlackRock seine direkte Position bei HENSOLDT zuletzt ausgebaut hat.

Werte in diesem Artikel
Aktien

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  • BlackRock baut direkten Aktienanteil an HENSOLDT deutlich aus
  • Gesamtanteil aus Aktien und Instrumenten bleibt knapp unter 5 Prozent
  • Analysten bewerten HENSOLDT derzeit sehr unterschiedlich
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Der US-Vermögensverwalter BlackRock hat seine Position an der HENSOLDT AG neu geordnet: Wie aus jüngst veröffentlichten Stimmrechtsmitteilung hervorgeht, stieg der Anteil aus direkt und zugerechneten Aktien zum 13. Juli von 2,81 auf 3,17 Prozent, während der Anteil aus Finanzinstrumenten wie Wertpapierleihen und einem Differenzkontrakt von 2,18 auf 1,83 Prozent zurückging.

BlackRock baut Aktienanteil aus, Gesamtposition bleibt stabil

In der Summe kommt BlackRock damit auf 4,997 Prozent der Stimmrechte, nach zuvor 4,996 Prozent, und bleibt knapp unter der Schwelle, ab der eine weitere Meldepflicht ausgelöst würde. Der US-Investor hat seine Position also weniger vergrößert als umgeschichtet, von Instrumenten in direkt gehaltene Aktien. Für Anleger ist das dennoch ein Signal: Ein derart aktiv verwalteter Bestand nahe der 5-Prozent-Marke deutet auf anhaltendes institutionelles Interesse an der HENSOLDT-Aktie hin, gerade zu einem Zeitpunkt, an dem die Einschätzungen der Analysten selten so weit auseinanderliegen.

Sensorspezialist mit Schlüsselrolle in Eurofighter und Leopard 2

HENSOLDT ist ein weltweit tätiger Anbieter elektronischer Sensorlösungen für Verteidigung und Sicherheit. Das Portfolio reicht von Radargeräten über elektronische Waffensysteme bis zu elektro-optischen Systemen wie Wärmebildgeräten. Der Konzern liefert plattformunabhängig zu, etwa Radar- und Selbstschutzsysteme für den Eurofighter-Jet sowie Optronik für den Kampfpanzer Leopard 2, und profitiert damit von mehreren Rüstungsprogrammen gleichzeitig statt von einem einzelnen Großauftrag.

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Hohe Bewertung trifft auf durchwachsene Auftragslage

Die Investmentbank Jefferies hob ihr Kursziel für die HENSOLDT-Aktie kürzlich von 90 auf 94 Euro an und bestätigte die Kaufempfehlung. Die DZ BANK bestätigte Ende Juni ebenfalls ihre Kaufempfehlung, senkte den fairen Wert nach der Fachmesse Eurosatory aber von 98 auf 90 Euro, sieht über das laufende Rüstungswachstum hinaus für die kommende Dekade jedoch weiteres Potenzial im mittleren bis hohen Zehner-Prozent-Bereich. Deutlich kritischer sieht es mwb research: Das Haus stufte kurz vor der Jefferies-Studie von "Hold" auf "Sell" herab und sieht nur noch 62 Euro als fairen Wert, da die Aktie nach der jüngsten Rally mit einem hohen Vielfachen des für 2026 erwarteten operativen Ergebnisses über dem selbst ermittelten fairen Wert gehandelt werde. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis der HENSOLDT-Aktie liegt aktuell bei rund 96, das mittlere Kursziel aus 16 Analysen bei rund 90 Euro, mit einer Spanne von 60 bis 105 Euro.

Zwei Risiken für die HENSOLDT-Aktie

Erstens hängt der Investment Case stark an einer Bewertung, die kaum Spielraum für Enttäuschungen lässt: Schon kleinere Verschiebungen bei Aufträgen oder Margen können sich in einer derart ambitionierten Kennzahl deutlich stärker auf den Kurs auswirken als bei günstiger bewerteten Aktien. Zweitens ist die Auftragslage bei Land- und Marineplattformen nicht gesichert: Ende Juni stornierte der Bund das milliardenschwere Fregattenprogramm F126, wovon auch HENSOLDT als Sensorik-Zulieferer betroffen war, auch wenn der Konzern selbst Entwarnung für die eigene Prognose gab. Zudem sicherte sich der schwedische Rivale Saab zuletzt sowohl das Radarpaket für die A200-Fregatte von TKMS als auch einen Zuschlag beim Flugabwehrsystem IRIS-T SLS, zwei Ausschreibungen, bei denen HENSOLDT nicht automatisch als Gewinner gilt.

Die HENSOLDT-Aktie aktuell

Am Donnerstag notiert die HENSOLDT-Aktie via XETRA zeitweise 0,6 Prozent tiefer bei 73,36 Euro. Innerhalb der letzten zwölf Monate hat das Papier satte 27,4 Prozent eingebüßt.

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Der nächste konkrete Test für die HENSOLDT-Aktie folgt am 31. Juli 2026 mit den Zahlen zum zweiten Quartal, dem ersten großen Ergebnisbeleg im Sektor nach der F126-Stornierung.

Martina Köhler, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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Bildquellen: HENSOLDT

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HENSOLDT Analysen

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für HENSOLDT nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
DatumRatingAnalyst
10.07.26 HENSOLDT Buy Jefferies & Company Inc.
29.06.26 HENSOLDT Kaufen DZ BANK
02.06.26 HENSOLDT Buy Deutsche Bank AG
01.06.26 HENSOLDT Equal Weight Barclays Capital
01.06.26 HENSOLDT Buy Jefferies & Company Inc.