SFC Energy: Nach der Rally noch Potenzial?
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Trotz schwacher Quartalszahlen zündet SFC Energy mit einem Rekordauftrag den nächsten Kurstreiber. Für weitere Kurssteigerungen müssen allerdings bestimmte Bedingungen erfüllt sein.
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Nach einem gebrauchten Jahr 2025, das für die Aktie von SFC Energy mit einem Wertverlust von über 25 Prozent endete, hat das Papier im laufenden Jahr ein fulminantes Comeback hingelegt. Seit Jahresbeginn konnte der Kurs bereits um fast 70 Prozent zulegen, davon allein in der letzten Woche um rund 15 Prozent.
Maue Quartalszahlen
Auslöser für den jüngsten Aufwärtsschub war die Quartalsmeldung des Brennstoffzellenanbieters. Dabei lesen sich die Zahlen auf den ersten Blick nicht wirklich erbaulich. Nachdem das vierte Quartal 2025 schon den Turnaround angedeutet hatte, fiel der im Auftaktquartal 2026 erst einmal aus. So gab der Umsatz um 11,7 Prozent auf 34,1 Mio. Euro nach und auch das bereinigte EBITDA sank um 2,4 Prozent auf 6,2 Mio. Euro.
Rekordauftrag erhalten
Was die Börse dennoch zum Jubeln bewegt hat, ist die Auftragsentwicklung. Dabei war auch der Auftragsbestand zum 31.3. mit einem Minus von 12 Prozent auf 68,8 Mio. Euro rückläufig. Nach dem Stichtag folgte dann allerdings ein Paukenschlag, denn Mitte Mai konnten die Bayern den mit einem Volumen von 42,7 Mio. Euro größten Auftrag ihrer Firmengeschichte vermelden, und noch dazu einen mit Signalwirkung. Denn im Rahmen der Ertüchtigungsinitiative der Bundesregierung wurden die Bayern beauftragt, mobile Brennstoffzellen nebst Zubehör in die Ukraine zu liefern.
Prognosen kräftig angehoben
Da der Auftrag schon im laufenden Jahr voll umsatz- und ergebniswirksam werden soll, hat der Vorstand seine Jahresziele kräftig angehoben. So soll nunmehr ein Umsatz von 163 bis 175 Mio. Euro (bislang 150 bis 160 Mio.) erzielt und das bereinigte EBITDA sogar auf 29 bis 34 Mio. Euro (bislang 20 bis 24 Mio. Euro) gesteigert werden - letzteres entspricht im Mittel einer Prognoseanhebung von fast 50 Prozent. Darüber hinaus erwartet das Management, dass der Auftrag auch mittelfristig weitere Absatzchancen im militärischen und zivilen Bereich eröffnet.
Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer
Ein weiterhin reger Auftragseingang ist allerdings auch nötig, um nach der Rally der letzten Monate weiteres Kurspotenzial zu eröffnen, denn selbst auf Basis der angehobenen Schätzungen wird die Aktie inzwischen mit einem KGV für 2026 von über 30 bezahlt. Insofern erscheint das Papier inzwischen etwas heißgelaufen. Zumindest vorsichtige Naturen sollten vor einem Einstieg zunächst abwarten, ob sich die positive Auftrags- und Ergebnisentwicklung verstetigt.
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Erstellung am 18.5.26 um 11:26 Uhr.
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