SGL Carbon: Da muss mehr kommen
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SGL Carbon hat im Startquartal 2026 unterm Strich schwarze Zahlen geschrieben. Der Angriff auf das Jahreshoch ist dennoch abgeblasen – vorerst.
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Seit fast 30 Jahren ist SGL Carbon nun börsennotiert. Strenggenommen ist die Börsenhistorie der Wiesbadener jedoch von Pleiten, Pech und Pannen geprägt. Da fällt es schwer, Vertrauen für eine positive Zukunft des Unternehmens zu gewinnen. Dabei sehen die Zahlen für das erste Quartal 2026 gar nicht mal so schlecht aus. Was jedoch gänzlich in der Berichterstattung fehlt, ist die Aufbruchstimmung in Form von zukünftigen Projekten und Geschäftspotenzialen.
Ziele 2026 bestätigt
Blicken wir auf das Zahlenwerk: Umsatz und bereinigtes EBITDA sind wie angekündigt rückläufig. So sank der Umsatz um über 21 Prozent auf 184,5 Mio. Euro, das bereinigte EBITDA verminderte sich um fast 12 Prozent auf 29,6 Mio. Euro. Durch die geringeren Aufwendungen für die Restrukturierung kamen EBIT und Nettoergebnis unterdessen spürbar voran. Das EBIT erreichte 15,9 Mio. Euro (Q1 2025: 3,4 Mio. Euro) und das Periodenergebnis lag mit 5,9 Mio. Euro (Q1 2025: minus 6,1 Mio. Euro) wieder im Plus. Die Prognose für 2026 wurde bestätigt: Der Konzernumsatz soll zwischen 720 und 770 Mio. Euro liegen und das bereinigte EBITDA einen Wert zwischen 110 bis 130 Mio. Euro erreichen.
Stabile Bilanz
Bilanziell gibt es mittlerweile nichts mehr zu meckern. Der aktivierte Goodwill ist mit 21,8 Mio. Euro überschaubar und die liquiden Mittel dürften mit 147,3 Mio. Euro ausreichend sein, um endlich wieder auf Wachstum umzuschalten. Das Eigenkapital auf der Passivseite liegt bei 474 Mio. Euro und die Eigenkapitalquote erreicht somit gut 40 Prozent. Mit knapp 560 Mio. Euro liegt die Marktkapitalisierung nur rund 18 Prozent über dem Eigenkapital.
Fazit
Wenngleich das Nettoergebnis vorrangig von den geringeren Restrukturierungsaufwendungen profitiert, scheint sich fundamental endlich ein Boden abzuzeichnen. Quartalsbericht und die begleitende Pressemitteilung lassen jedoch jegliche Aufbruchstimmung vermissen. Informationen zur Entwicklung in den neu identifizierten Wachstumsfeldern gibt es keine. Technisch ist die Aktie beim Versuch gescheitert, das Jahreshoch bei 4,80 Euro zu überspringen. Im Bereich um 4,40 Euro besitzt das Papier eine Unterstützung, die zunächst verteidigt werden muss. Gelingt dies, könnte ein neuer Angriff auf das Jahreshoch folgen.
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Erstellung am 11.05.26 um 12:23 Uhr.
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