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Lufthansa-Aktie zieht an: Konzern startet Stellenabbau bei Kernmarke


Lufthansa-Aktie zieht an: Konzern startet Stellenabbau bei Kernmarke

Die Lufthansa lässt laut einem Bericht sein Sparprogramm bei der Kernmarke konkret werden. Was das für Anleger bedeutet.

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  • Lufthansa startet Freiwilligenprogramm für rund 550 Vollzeitstellen
  • Bis 2030 sollen rund 4.000 Verwaltungsstellen im Konzern wegfallen
  • Lufthansa-Aktie im Blick
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Die Lufthansa-Aktie legt am Dienstag via XETRA zeitweise 1,37 Prozent auf 9,05 Euro zu, während der Konzern seinen 2025 beschlossenen Stellenabbau in die Praxis überführt. Wie aero.de unter Berufung auf das Handelsblatt berichtet, hat Lufthansa bei der Kernmarke Lufthansa Airlines und in zentralen Konzernbereichen ein Freiwilligenprogramm aufgesetzt. Damit wird ein Sparkurs konkret, den der Konzern bereits vor rund einem Jahr angekündigt hatte, ohne bis dahin die Details zu benennen. Für den Kurs ist die Nachricht ein weiteres Signal, dass beim Airline-Konzern nach mageren Jahren ernsthaft am Kostenblock gearbeitet wird, auch wenn die Bewegung an diesem Tag moderat bleibt.

Freiwilligenprogramm New Ways trifft die Kernmarke

Konkret sieht das Programm mit dem Titel New Ways laut dem Bericht zwei Wege vor, über die zunächst rund 550 Vollzeitstellen abgebaut werden sollen. Neben klassischen Aufhebungsverträgen gegen Abfindung bietet Lufthansa demnach auch Verträge mit einer unwiderruflichen bezahlten Freistellung an, verbunden mit der Erlaubnis, außerhalb des Konzerns einer Nebentätigkeit nachzugehen. Für Beschäftigte, die ohnehin einen beruflichen Wechsel planen, dürfte diese zweite Variante attraktiver sein als eine reguläre Kündigung, weil sie zumindest übergangsweise finanzielle Sicherheit mit neuer beruflicher Freiheit verbindet. Das Programm ist der erste sichtbare Baustein eines größeren Sparpakets: Bis 2030 will der Konzern in seinen Verwaltungseinheiten rund 4.000 Stellen streichen, wovon die aktuelle Runde nur einen Teil abdeckt.

Airlines rücken enger unter der Dachmarke Lufthansa Group zusammen

Um die Marge konzernweit zu verbessern, sollen die einzelnen Fluggesellschaften der Gruppe enger zusammengeführt und zentral gesteuert werden. Neben der derzeit schwächelnden Kernmarke Lufthansa betreibt der Konzern die Airlines Swiss, Austrian und Brussels Airlines und hält zudem eine Minderheitsbeteiligung an der italienischen ITA Airways. Über diesen einzelnen Gesellschaften soll die Dachmarke Lufthansa Group künftig stärker sichtbar werden, während die Marken aus Kundensicht ihre Eigenständigkeit behalten sollen. Als Ausgleich für die zentralere Steuerung verspricht der Konzern komfortablere Sitze, mehr digitale Services und häufigere Umstiege zwischen den eigenen Gesellschaften, wenn eine andere Verbindung im Konzern besser passt.

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Frankfurt verliert bei Lufthansa überproportional viele Stellen

Vertrieb, Netzwerkplanung und weitere Funktionen sollen künftig von zentralen Einheiten aus gesteuert werden, die nicht zwingend am Konzernsitz Frankfurt angesiedelt sind. Laut dem Bericht plant Lufthansa, rund 1.500 Vollzeitstellen an andere internationale Standorte der Gruppe zu verlegen. In der Frankfurter Zentrale dürften die Stellen deshalb überproportional zum verbleibenden Konzern-Stellenbestand abgebaut werden, auch wenn eine konkrete Zahl für den Standort bislang nicht genannt wird. Für die Beschäftigten am Stammsitz bedeutet das eine Phase der Unsicherheit, die sich über mehrere Jahre bis zum Zieljahr 2030 ziehen dürfte, während der Konzern parallel versucht, operative Entscheidungen näher an die einzelnen Märkte zu verlegen.

Wie die Mitbestimmungsgremien und der Betriebsrat auf das Programm reagieren, ist bislang offen, dürfte für die Umsetzungsgeschwindigkeit aber entscheidend sein. Anleger dürften in den kommenden Wochen vor allem darauf achten, wie viele Beschäftigte das Freiwilligenprogramm tatsächlich annehmen und ob der Konzern bei den avisierten 4.000 Stellen bis 2030 im Zeitplan bleibt.

Wer über ein Investment in die Lufthansa-Aktie nachdenkt, sollte laufende Restrukturierungskosten, mögliche Widerstände der Arbeitnehmervertreter sowie die grundsätzliche Abhängigkeit des Konzerns von Treibstoffpreisen und der Nachfrage im Passagiergeschäft einkalkulieren. Kursverluste sind bei einem Engagement in der Aktie jederzeit möglich.

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Bettina Schneider, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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Bildquellen: Jorg Hackemann / Shutterstock.com, Robert Sarosiek / Shutterstock.com

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