Sparten-IPO im Blick

Chemie statt Krise: Warum die Aktien von BASF, WACKER CHEMIE und K+S jetzt gefragt sind


Chemie statt Krise: Warum die Aktien von BASF, WACKER CHEMIE und K+S jetzt gefragt sind

Die BASF-Aktie zählt erneut zu den stärkeren Werten im DAX. Neben steigenden Ölpreisen und einer robust eingeschätzten Marktposition richtet sich der Blick der Anleger auch auf den geplanten Börsengang der Agrarsparte.

Werte in diesem Artikel
Aktien

49.80 EUR 1.28 EUR 2.65 %

13.79 EUR 0.07 EUR 0.51 %

97.00 EUR 6.50 EUR 7.18 %

  • BASF-Aktie mit Gewinnen
  • Chemiewerte gelten Anlegern als relativer Profiteur der Iran-Eskalation
  • Ölpreis auf Monatshoch nach neuer US-Blockade-Ankündigung
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Die BASF-Aktie gewinnt am Dienstag im XETRA-Handel zeitweise 2,33 Prozent auf 49,99 Euro und setzt damit ein Muster fort, das bereits am Vortag zu beobachten war: BASF gehörte zu den stärksten Werten im DAX und verhindert größere Verluste im deutschen Leitindex.

Warum Chemiewerte wie die BASF-Aktie von der Eskalation profitieren

Seit der erneuten Zuspitzung des Iran-Konflikts gelten europäische Chemiekonzerne an der Börse paradoxerweise als relative Profiteure statt als Belastete. Der Grund: Analysten gehen davon aus, dass Unternehmen wie BASF höhere Rohstoffkosten wegen ihrer Preismacht besser weitergeben können als asiatische Wettbewerber, während eine mögliche erneute Sperrung der Straße von Hormus deren Lieferketten stärker träfe.

Wie belastbar das Narrativ ist, zeigen auch Kursgewinne im selben Umfeld: WACKER CHEMIE rückt im MDAX zeitweise um 2,36 Prozent auf 97,50 Euro vor, während Düngemittelhersteller K+S von steigenden Düngerpreisen infolge des Kriegs profitiert und daneben 2,69 Prozent auf 14,15 Euro steigt.

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Ölpreis als Kurstreiber

Unmittelbarer Treiber ist der Ölpreis: US-Präsident Donald Trump kündigte die Wiederaufnahme einer Seeblockade gegen iranische Häfen sowie eine Gebühr von 20 Prozent des Frachtwerts für die sichere Durchfahrt der Straße von Hormus an. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent kletterte daraufhin auf rund 85 US-Dollar, den höchsten Stand seit einem Monat. Marktbeobachter werten die Lage als festgefahrene Konfrontation zwischen den USA und dem Iran ohne baldige Kompromisslösung.

BASF zeigt sich robust

Finanzvorstand Dirk Elvermann hatte bereits Anfang Juli gegenüber dpa-AFX betont, der Konzern komme wegen seiner regionalen Aufstellung und flexibler Rohstoffquellen bislang gut durch die Krise: Bei teurem Naphtha könne BASF verstärkt auf Butan und Propan als Ausgangsstoffe umsteigen. Mit rund 49,99 Euro nähert sich die Aktie dem durchschnittlichen Analysten-Kursziel von 49 bis 52 Euro an. Ein weiterer, unabhängiger Werttreiber bleibt der geplante Börsengang der Agrarsparte Agricultural Solutions, für den BASF derzeit die Handelsregistereintragung vorbereitet.

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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Claudia Stephan, Redaktion finanzen.net

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Bildquellen: BASF, BASF SE

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06.07.26 BASF Outperform Bernstein Research
02.07.26 BASF Buy Goldman Sachs Group Inc.
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25.06.26 BASF Hold Jefferies & Company Inc.
23.06.26 BASF Underweight JP Morgan Chase & Co.