Studie

Tesla-Aktie steigt dennoch: Kein breiter Boykott von US-Marken - Tesla bildet die Ausnahme


Tesla-Aktie steigt dennoch: Kein breiter Boykott von US-Marken - Tesla bildet die Ausnahme

Etwa jeder sechste Verbraucher in Deutschland (17 Prozent) hat einer Studie zufolge zuletzt als Reaktion auf US-Präsident Donald Trump auf die Nutzung US-amerikanischer Produkte und Dienstleistungen verzichtet.

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Wie aus Daten des Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) hervorgeht, sagten 19 Prozent der etwas mehr als 1.000 Befragten, sie hätten sich zuletzt verstärkt über europäische Alternativen zu US-Produkten und Dienstleistungen erkundigt. 27 Prozent sagten dagegen, sie nutzten US-Produkte und Dienstleistungen wie gewohnt und planten keine Einschränkung.

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Die Umfrage wurde zwischen dem 29. Januar und dem 2. Februar durchgeführt, also einige Wochen vor Beginn des Kriegs im Iran. Befragt wurden 1.006 Männer und Frauen im Alter von 18 bis 74 Jahren. Dem Institut zufolge ist die Umfrage repräsentativ für die deutschsprachige Wohnbevölkerung dieser Altersklasse.

Verbraucher suchen Alternativen zu Tesla - Verkäufe eingebrochen

"Die Politik der amerikanischen Regierung wirkt sich negativ auf die Wahrnehmung von US-Marken aus. Für eine breite Boykottbewegung reicht das aber noch nicht aus", sagte Katharina Gangl, Direktorin Studien am NIM, laut einer Mitteilung. Das liege auch daran, dass viele US-Marken als schwer ersetzbar gelten.

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Die Befragten gaben vor allem bei den großen Technologieunternehmen wie Microsoft, Google, Amazon und Meta an, dass es ihnen schwerfiele, deren Produkte durch europäische Alternativen zu ersetzen. Deutlich leichter würde es den Befragten demnach etwa bei Modemarken, Coca-Cola-Produkten oder auch bei McDonald's fallen.

Eine Ausnahme bildet Tesla: Der US-Elektroautobauer gilt als einfach ersetzbar und der Anteil derer, die Tesla künftig meiden wollen, liegt im Vergleich zu anderen Marken deutlich am höchsten.

Ein Grund dürfte hier der polarisierende Firmenchef Elon Musk sein. Seit seiner Beratertätigkeit für US-Präsident Trump sind die Neuzulassungen von Tesla deutlich zurückgegangen. Im vergangenen Jahr kamen 19.390 Fahrzeuge dieser Marke neu auf deutsche Straßen - im Vergleich zu fast 37.600 ein Jahr zuvor und rund 63.700 im Jahr 2023.

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An der NASDAQ notiert die Tesla-Aktie zeitweise 0,84 Prozent höher bei 402,03 US-Dollar.

/nif/DP/nas

BERLIN (dpa-AFX)

Bildquellen: Nadezda Murmakova / Shutterstock.com, Nadezda Murmakova / Shutterstock.com

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