Newmont-Aktie im Fokus: Rekord-Cashflow trotz Goldpreis-Korrektur
Trotz eines deutlich gefallenen Goldpreises fährt der weltgrößte Goldproduzent einen Rekord-Cashflow ein, die Newmont-Aktie zeigt sich davon aber unbeeindruckt.
Werte in diesem Artikel
- Newmont übertrifft mit dem bereinigten Gewinn die Analystenerwartungen
- Trotz gefallener Goldpreise fährt der Konzern einen Rekord-Cashflow ein
- Newmont-Aktie reagiert auf die Zahlen kaum
Starke Zahlen, aber kaum eine Reaktion: Newmont, der weltgrößte Goldproduzent, hat im zweiten Quartal trotz eines deutlich gefallenen Goldpreises mehr verdient als erwartet und einen Rekord-Cashflow erzielt. Vorgelegt wurden die Zahlen am Donnerstag nach US-Börsenschluss. Die Newmont-Aktie zeigt sich davon bislang eher unbeeindruckt und notiert an der NYSE vorbörslich 0,22 Prozent fester bei 94,93 US-Dollar.
Newmont mit Rekord-Cashflow und Gewinn über Erwartung
Unter dem Strich verdiente Newmont 2,2 Milliarden US-Dollar, bereinigt lag der Gewinn je Aktie bei 2,10 US-Dollar und damit über der Analystenschätzung von 1,98 US-Dollar. Der Umsatz betrug 6,1 Milliarden US-Dollar. Besonders hervor sticht der freie Cashflow, der mit 2,2 Milliarden US-Dollar einen Rekordwert für ein zweites Quartal markierte. Das Geld floss reichlich an die Aktionäre zurück: Seit dem vorangegangenen Bericht schüttete der Konzern über Dividenden und Aktienrückkäufe 1,9 Milliarden US-Dollar aus, davon 1,7 Milliarden für Rückkäufe. Die Quartalsdividende liegt bei 0,26 US-Dollar je Aktie.
Hohe Preise trotz Goldpreis-Korrektur
Der eigentliche Grund für die Stärke liegt beim Gold. Zwar korrigierte der Goldpreis im Quartal um rund 13 Prozent, der von Newmont durchschnittlich erzielte Verkaufspreis blieb mit 4.414 US-Dollar je Unze aber historisch hoch. Zum Vergleich: Im ersten Quartal waren es noch 4.900 US-Dollar, vor einem Jahr dagegen erst 3.320 US-Dollar. Die zurechenbare Goldproduktion lag bei 1,29 Millionen Unzen und damit nur ein Prozent unter dem Vorquartal, obwohl seismische Aktivität die Mine Cadia in Australien zeitweise lahmlegte. Höhere Kosten hinterließen allerdings Spuren: Die All-in Sustaining Costs stiegen auf 1.621 US-Dollar je Unze, nach 1.029 US-Dollar im Vorquartal.
Prognose bestätigt, Aktie wartet ab
Für das Gesamtjahr 2026 bestätigte Newmont seine Ziele und rechnet weiterhin mit einer Goldproduktion von rund 5,26 Millionen Unzen bei Kosten von etwa 1.680 US-Dollar je Unze, wobei die Förderung etwas stärker auf das zweite Halbjahr entfallen soll. Dass die Aktie trotz der guten Zahlen kaum reagiert, dürfte auch daran liegen, dass die Kennziffern weitgehend im Rahmen der Erwartungen lagen und der gesunkene Goldpreis die Fantasie bremst. Wie es weitergeht, hängt damit weniger an einem einzelnen Quartal als an der Richtung des Goldpreises, der die Erlöse des Produzenten unmittelbar bestimmt.
Julia Walter, Bettina Schneider, Redaktion finanzen.net
Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.
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