Goldman Sachs-Aktie leichter: Bank bietet wohl für Kreditfirma Palmer Square
Goldman Sachs soll der führende Bieter für den Kreditspezialisten Palmer Square sein, eine offizielle Bestätigung der Übernahme steht bislang aus.
Werte in diesem Artikel
- Bloomberg berichtet über Verhandlungen zur Übernahme von Palmer Square
- CLO-Plattform des Kansas-Anbieters gilt als zentraler Anreiz für Goldman Sachs
- Analystenkonsens lautet Buy
Goldman Sachs, die als Investmentbank und Vermögensverwalter tätige Wall-Street-Bank, verhandelt einem Bloomberg-Bericht zufolge über die Übernahme von Palmer Square Capital Management. Der auf Kreditprodukte spezialisierte Vermögensverwalter verwaltet rund 37 Milliarden US-Dollar und gilt als einer der größten Emittenten besicherter Kreditverbriefungen. Eine Einigung ist laut dem Bericht noch nicht erzielt, die Gespräche könnten auch ohne Abschluss enden.
Die an der NYSE gelistete Goldman Sachs-Aktie verlor letztlich 0,98 Prozent auf 950,01 US-Dollar.
Goldman Sachs verhandelt über Palmer Square
Goldman Sachs gilt laut einem Bloomberg-Bericht als führender Bieter für Palmer Square Capital Management. Das von Chris und Angie Long gegründete Unternehmen hat seinen Sitz in Kansas. Bereits vor zwei Wochen hatte Bloomberg berichtet, dass Palmer Square einen Verkauf des Geschäfts prüfe und Banker mit der Einholung von Angeboten beauftragt habe. Weder Goldman Sachs noch Palmer Square haben die Transaktion nach Angaben des Berichts offiziell bestätigt.
Die Hauptattraktion des Übernahmeziels ist dem Bericht zufolge die CLO-Plattform von Palmer Square im Volumen von 27 Milliarden US-Dollar. Der US-Markt für diese Anlageklasse hat sich laut Bloomberg in den letzten 15 Jahren auf über 1,3 Billionen US-Dollar vervierfacht. Über das CLO-Kerngeschäft hinaus verwaltet Palmer Square auch Strategien in opportunistischen Krediten, Private Credit und einer börsennotierten Business Development Company.
Strategischer Hintergrund der Übernahmepläne
Der Vorstoß fügt sich laut Bloomberg in Äußerungen von CEO David Solomon, der auf einer Branchenkonferenz in der Woche vor der Berichterstattung erklärt hatte, die Bank suche aktiv nach Übernahmezielen, um spezifische operative Lücken zu schließen. Goldman Sachs Asset Management verwaltet nach eigenen Angaben Vermögenswerte von rund 4 Billionen US-Dollar, Stand 30. Juni. Institutionelle Investoren bevorzugen laut dem Bericht CLOs wegen stabiler, langfristiger Gebühreneinnahmen, ein Bereich, in dem Goldman Sachs historisch nicht das Emissionsvolumen seiner größten Konkurrenten in der alternativen Vermögensverwaltung erreicht habe. Eine Palmer-Square-Übernahme würde diese Lücke aus Sicht des Berichts schließen.
Der mögliche Zukauf reiht sich in eine Serie jüngerer Transaktionen ein. Mitte August hatte Goldman Sachs die Übernahme des ETF-Anbieters NEOS Investments bekanntgegeben, die 30 Milliarden US-Dollar an aktiven Einkommens-ETFs zum bestehenden 40 Milliarden US-Dollar schweren Portfolio hinzufügen soll. Bereits Anfang April war die Übernahme von Innovator Capital Management abgeschlossen worden.
Analysten und Ausblick für die Goldman-Sachs-Aktie
Der Analystenkonsens für die Goldman-Sachs-Aktie lautet Buy, wobei die Einzelvoten mehrheitlich auf Hold lauten. Grundlage sind 15 bei TipRanks erfasste Häuser mit sechs Buy-, acht Hold- und einer Sell-Einstufung. Das mittlere Kursziel liegt bei 1.170,64 US-Dollar bei einer Spanne von 955 bis 1.325 US-Dollar. Morgan Stanley stufte die Aktie gestern mit Hold bei einem Kursziel von 1.145 US-Dollar ein, Barclays votierte am Freitag mit Buy und einem Kursziel von 1.245 US-Dollar.
Was für Anleger wichtig wird
Als nächster Zahlentermin ist vorläufig der 13. Oktober 2026 vorgesehen, eine Bestätigung steht noch aus.
Daneben bleiben weitere Entwicklungen zur möglichen Übernahme abzuwarten.
Thomas Zoller, Redaktion finanzen.net
Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.
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