CTS Eventim-Aktie springt kräftig an: Starker Start ins neue Geschäftsjahr

Der Ticketvermarkter und Veranstalter CTS Eventim ist mit Schwung ins Jahr gestartet. Anleger reagieren sehr erfreut und schicken die Eventim-Aktie weit ins Plus.
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Der Ticketvermarkter und Veranstalter CTS Eventim ist mit Schwung ins Jahr gestartet und hat Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert. Der Vorstand sieht den Konzern und die beiden Segmente im Rahmen seiner Erwartungen für das Gesamtjahr. Bei den Anlegern kam das gut an.
Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 23 Prozent auf 613,5 Millionen Euro, teilte das Unternehmen bereits am Donnerstag nach Börsenschluss in München mit. Dabei stiegen die Erlöse im Segment Ticketing leicht um 2,5 Prozent, während der Umsatz im Bereich Live Entertainment vor allem wegen mehr Veranstaltungen um 38,3 Prozent zulegte.
Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) verbesserte sich um 18,5 Prozent auf 118,9 Millionen Euro zu. Die Marge trat mit 19,4 Prozent nahezu auf der Stelle. Unter dem Strich stieg der Gewinn nach Anteilen Dritter von 46,1 Millionen Euro auf 63,7 Millionen.
Vorstandschef Klaus-Peter Schulenberg hatte Ende März eine verhaltene Prognose für 2026 ausgegeben, die für einen Kurseinbruch an der Börse gesorgt hatte. Für das laufende Jahr stellte der Konzern leichte Steigerungen beim Umsatz und dem bereinigten operativen Gewinn in Aussicht.
Allerdings dürften weltpolitische Krisen, die Konjunktur oder hohe Energiepreise die Menschen nicht von Shows, Konzerten sowie Sport- und Kulturveranstaltungen fernhalten, hieß es damals. Eine Verschlechterung der geopolitischen Sicherheitslage, Inflation und Konsumeinbrüche könnten sich negativ auf das Geschäft auswirken.
2025 verbuchte CTS Eventim einen Umsatz von knapp 3,1 Milliarden Euro bei einem bereinigten operativen Ergebnis von 584 Millionen Euro.
Rally bei CTS nach guten Quartalszahlen
Es ist ein Lichtblick für die zuletzt gebeutelten Anleger von CTS Eventim: Der Ticketvermarkter und Veranstalter ist überraschend gut ins Jahr gestartet. Damit waren die Aktien am Freitag in der Spitze um mehr als 13 Prozent auf 63,65 Euro in die Höhe geschnellt. Dies war der höchste Stand seit Ende März.
Letztlich ging es via XETRA um 10,69 Prozent nach oben auf 62,15 Euro. Dies reichte locker für den ersten Platz im MDAX der mittelgroßen Werte, der zuletzt knapp ein Prozent gewann.
Experten fanden überwiegend lobende Worte. CTS Eventim habe insgesamt gute Kennziffern abgeliefert, schrieb etwa Henrik Paganetty vom Analysehaus Jefferies. Das operative Ergebnis habe trotz negativer Sonderfaktoren die Markterwartung übertroffen.
Vor allem die Live-Events in den USA hätten zu dem erfreulichen Zahlenwerk beigetragen, ergänzte Annick Maas vom US-Analysehaus Bernstein Research. Angesichts der immer stärkeren Geschäfte mit Live-Veranstaltungen wie Tourneen und Festivals steigt nach Auffassung der Expertin Lara Simpson von der US-Bank JPMorgan nun auch insgesamt wieder das Vertrauen in die dynamische Entwicklung des Unternehmens.
Analyst Bernd Klanten von der britischen Investmentbank Barclays sieht für die Anteilsscheine von CTS Eventim weiterhin Luft nach oben. Die Aktien seien nur halb so hoch wie in der Vergangenheit bewertet. Das Kursziel des Experten liegt aktuell bei 98 Euro. In den Sphären rund um 100 Euro notierten die Papiere im Sommer letzten Jahres.
Aktuell hinken die Anteilsscheine von CTS Eventim dem Markt hinterher. Seit Jahresbeginn haben sie mehr als ein Fünftel verloren, während der MDax fast zehn Prozent gewonnen hat. Negativ ins Kontor schlägt hier ein Kursrutsch Ende März, nachdem Vorstandschef Klaus-Peter Schulenberg eine verhaltene Prognose für 2026 ausgegeben hatte.
Durch den Kurssprung zum Wochenschluss nun hat sich zumindest das Chartbild etwas aufgehellt. Die Aktien von CTS Eventim notieren jetzt deutlich über den 21- und 50-Tage-Durchschnittslinien, die die kurz- beziehungsweise mittelfristigen Trends beschreiben.
Die viel beachtete 200-Tage-Linie als Maßstab für die langfristige Entwicklung aber liegt noch in weiter Ferne. Diese Linie wurde bereits im August letzten Jahres gerissen. Seinerzeit hatte der Ticketvermarkter und Konzertveranstalter seine Anleger mit einem Gewinneinbruch im zweiten Quartal geschockt.
/jha/he
MÜNCHEN (dpa-AFX)
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