Midterms 2026: Diese Aktien könnten zu den größten Gewinnern zählen

Die US-Zwischenwahlen 2026 könnten bereits im Vorfeld einzelne Aktien und Sektoren beeinflussen. Im Fokus stehen dabei mögliche Gewinner aus der Verteidigungs-, Gesundheits- und Finanzbranche.
Werte in diesem Artikel
• Machtwechsel im Kongress könnte politische Prioritäten verschieben
• Für Anleger bleiben Inflation, Wachstum und Geopolitik wichtiger als Wahlausgang
• Sektoren wie Verteidigung, Gesundheit und Finanzen könnten im Umfeld der Midterms besonders im Fokus stehen
Obwohl die US-Zwischenwahlen erst im November 2026 stattfinden, könnte sich bereits jetzt ein Blick auf einige Aktien lohnen, die von den erwarteten politischen Weichenstellungen profitieren dürften. Denn wie MarketBeat unter Berufung auf Untersuchungen von S&P Dow Jones Indices berichtet, waren die sektorübergreifenden Auswirkungen in Monaten mit Kongresswahlen bei mittelgroßen und kleinen Unternehmen in 83 Prozent der Fälle überdurchschnittlich stark - im Gegensatz zu nur 67 Prozent in Präsidentschaftswahljahren.
Ein möglicher Machtwechsel im Kongress könnte die politischen Prioritäten deutlich verschieben, während bei unveränderten Mehrheiten die bestehende Politik fortgeführt werden dürfte, erklärt MarketBeat.
Jedoch würden wirtschaftliche Faktoren häufig stärker wirken als Wahlergebnisse: Themen wie Inflation, Wirtschaftswachstum und geopolitische Spannungen dürften für Anleger aufgrund der anstehenden Zwischenwahlen wieder verstärkt in den Fokus rücken, heißt es weiter.
Verteidigung: Lockheed Martin und RTX im Fokus
Unabhängig von bestehenden geopolitischen Konflikten, deutet laut MarketBeat vieles auf weiter steigende Verteidigungsausgaben hin. Anleger würden bislang Lockheed Martin und RTX häufig als "Entweder-oder"-Anlage ansehen, doch angesichts des Trends zu autonomen Systemen und KI-gestützter Kriegsführung könnten beide Unternehmen profitieren, heißt es. Dafür spreche auch der Verteidigungshaushalt 2026, der mit mehr als 13 Milliarden US-Dollar für Autonomie- und KI-Projekte die wachsende Bedeutung dieser Technologien unterstreiche.
Lockheed Martin ist auf Verteidigungstechnologien spezialisiert und entwickelt Lösungen für komplexe sicherheitstechnische Herausforderungen. Zudem treibt es wissenschaftliche Innovationen voran. Der US-Luftfahrt- und Verteidigungskonzern RTX entwickelt laut eigenen Angaben Technologien für die zivile und militärische Luftfahrt sowie für moderne Verteidigungssysteme und Sicherheitslösungen. Beide Unternehmen setzen dabei auch auf KI.
Laut MarketBeat bleiben bestehende Verteidigungsverträge unabhängig vom Wahlausgang in der Regel bestehen: Entscheidend ist daher weniger, welches Unternehmen die technologische Transformation anführt, sondern welchen Marktanteil es sich sichern kann.
So bewegen sich die Aktien
In den vergangenen sechs Monaten, die von militärischen Konflikten geprägt waren, konnte die Lockheed Martin-Aktie um mehr als 12 Prozent zulegen - auf Sicht der vergangenen zwölf Monate ergibt sich ein Plus von rund 15 Prozent (Stand: 10. Juni 2026). Die Papiere von RTX verbuchten im vergangenen halben Jahr ein moderates Plus von rund 1,5 Prozent, während sie im Zwölfmonatsvergleich um rund 25 Prozent zulegen konnten (Stand: 10. Juni 2026).
Gesundheitssektor könnte Aufholpotenzial besitzen
Das Gesundheitswesen zählt in den USA zu den politisch sensibelsten Bereichen: Gerade diese Unsicherheit könnte Chancen für breit gestreute Anlagen wie den Health Care Select SPDR Fund eröffnen, so MarketBeat. Zwischen 1994 und 2024 entwickelte sich der Gesundheitssektor in Zwischenwahljahren im Schnitt deutlich besser als der S&P 500. Aktuell bleibt er jedoch hinter dieser Entwicklung zurück und auch der Health Care Select Sector SPDR Fund ist seit Jahresbeginn gesunken und wird durch Unsicherheiten bei Medikamentenpreisen sowie schwächeren Ergebnissen im Versicherungsbereich belastet. Dennoch heißt es weiter, dass langfristig der demographische Wandel und dessen Folgen für den Sektor sprechen.
Finanzwerte zwischen Zinspolitik und Regulierung
Die Zinsentwicklung dürfte bis zu den Zwischenwahlen ein zentrales Thema bleiben: Aktuell sieht das CME FedWatch Tool die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Oktober bei rund 40 Prozent (Stand: 10. Juni 2026) und stützt damit das Interesse am Financial Select Sector SPDR Fund. Banken profitieren von steigenden Zinsen, entscheidend ist jedoch die Zinsdifferenz. Eine normalisierte US-Renditekurve könnte die Margen regionaler Institute stützen, während KI und digitale Assets zusätzliche Effizienz- und Ertragschancen bieten, so MarketBeat.
Mit Blick auf die Zwischenwahlen könnte zudem die Regulierung wichtiger werden als die Zinsen: Statt weiterer Deregulierung könnten bei einem Machtwechsel strengere Regeln wieder in den Fokus rücken, heißt es weiter.
Svenja Polonyi, Redaktion finanzen.net
Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.
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