Verdi weitet Warnstreiks bei Deutscher Telekom auf zwölf Länder aus


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BERLIN (dpa-AFX) - Die Gewerkschaft Verdi weitet im Tarifkonflikt bei der Deutschen Telekom ihre Warnstreiks aus. Am Donnerstag sollen Beschäftigte an Standorten in zwölf Bundesländern zu ganztägigen Arbeitsniederlegungen aufgerufen werden, wie Verdi mitteilte. Betroffen sind demnach Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Niedersachsen, Bremen, Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen sowie Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Bayern.

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Die Gewerkschaft verschärft damit den Druck vor der dritten Verhandlungsrunde Mitte Mai. Verdi-Arbeitskampfleiter Pascal Röckert erklärte, mit dem breiten Streikaufruf solle ein Signal an die Arbeitgeber gesendet werden, endlich ein Angebot vorzulegen. Bereits in der ersten Streikwoche hätten sich mehr als 10.000 Beschäftigte an Arbeitsniederlegungen beteiligt.

Am Mittwoch waren laut Verdi zudem rund 2.000 Beschäftigte bei einem gezielten Warnstreik in Technik-Bereichen im Süden und Westen Deutschlands im Ausstand.

Einschränkungen zu erwarten

Von den Warnstreiks könnten mehrere Bereiche des Telekom-Konzerns betroffen sein. Verdi zufolge ist mit Einschränkungen bei der Erreichbarkeit zu rechnen. Auch längere Wartezeiten bei Hotlines für Privat- und Geschäftskunden sowie Verzögerungen im technischen Support seien möglich. Zudem könnten vereinbarte Kundentermine kurzfristig entfallen.

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Verdi fordert für bundesweit rund 60.000 Tarifbeschäftigte unter anderem eine Entgelterhöhung von 6,6 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten sowie einen Verdi-Mitgliederbonus von 660 Euro jährlich.

Der Telekom-Konzern in Deutschland besteht den Gewerkschaftsangaben zufolge aus 20 tarifgebundenen Gesellschaften mit jeweils eigenen Tarifverträgen. Ein Großteil dieser Verträge lief bis Ende März 2026. Vor der Tarifrunde seien gemeinsame Verhandlungen für diese Gesellschaften vereinbart worden.

Die Deutsche Telekom hatte im Rahmen der Streikwoche Ende April mitgeteilt, man setze weiterhin auf eine konstruktive Lösung am Verhandlungstisch. Die dritte Tarifrunde ist für den 11. und 12. Mai 2026 angesetzt./lig/DP/he

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