Wacker Chemie: Stoppen die Halbjahreszahlen den Rückgang?


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Wacker Chemie: Stoppen die Halbjahreszahlen den Rückgang?

Die Aktie von Wacker Chemie ist aus dem Tritt gekommen. Im Vorfeld der Halbjahreszahlen am Donnerstag mahnt die Charttechnik zur Vorsicht.

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Von Ende März bis Anfang Juni gehörte die Aktie von Wacker Chemie noch zu den größten Profiteuren vom Krieg am Golf. Die Furcht vor einer Verknappung trieb unter anderem die Preise für Chemikalien in die Höhe. Die nun seit zwei Wochen anhaltende Fortsetzung der Auseinandersetzung hat dem Aktienkurs von Wacker bislang aber noch nicht geholfen.

Wacker und die Ziele

Ein Grund: Die Basis ist eine völlig andere. Vor Kriegsbeginn notierte das Papier bei knapp 80 Euro, vor den erneuten Kriegshandlungen waren es mehr als 90 Euro. Das zeigt, dass hier bereits einiges im Kurs eingepreist ist. Möglicherweise sogar ein Schnaps zuviel. Denn die Münchner zeigten sich Ende April bei Vorlage der Q1-Zahlen eher zurückhaltend und bestätigten das Jahresziel für das EBITDA, während beispielsweise der Chemikalienhändler Brenntag im Juni die Prognose für das operative EBITDA anhob. Offen ist, ob Wacker hier vielleicht noch Nachholbedarf hat oder ob die Auswirkungen der Nahost-Krise auf die Zahlen schlichtweg überschaubar bleiben.

Abwärtstrend oder Bullenflagge?

Selbst der Chart lässt noch alle Optionen offen. Seit Erreichen des Jahreshochs bei rund 105 Euro befindet sich die Aktie in einem kurzfristigen Abwärtstrend und eine Fortsetzung bis in die Region um 80 bis 82 Euro ist möglich. Hier befindet sich der einstige Widerstand aus Q1, der zusammen mit der 200-Tage-Linie nun zu einer Unterstützung mutieren könnte. Das spricht jedoch zunächst für fallende Kurse. Mit etwas Fantasie lässt sich aber auch die Chartformation einer Bullenflagge erkennen. Gelingt der Ausbruch über die obere Trendlinie, spricht das für steigende Notierungen.

Fazit

Der starke Kursaufschwung zu Beginn des zweiten Quartals hat bereits viel Zukunftsfantasie bei dem Papier vorweggenommen. Diese Entwicklung wird mit den Halbjahreszahlen schwer zu untermauern sein. Hinzu kommt, dass die Konjunktur in Deutschland alles andere als rund läuft. Zu den konjunktursensitiven Branchen gehört wiederum die Chemie. Allerdings gelten in Krisen bekanntlich eigene Gesetze. Aufgrund der aktuell schwer kalkulierbaren Gemengelage erscheint uns Vorsicht geboten, bis der Chart klarer zu interpretieren ist. Der beste Trade kann auch der sein, den man nicht macht. Warten Sie besser noch ab.

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Erstellung am 27.07.26 um 9:07 Uhr.

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